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von Ravenbird

ARTE: Gemachte Armut

2. Dezember 2012 in Blog - alle Themen

VIDEO: Gemachte Armut

Lange Zeit galt Armut in Westeuropa als überwunden; etwas, das aus den Industrieländern ein für allemal verbannt schien. Doch nun kehrt sie mit Schärfe zurück, als Folge der Umbrüche und Umstürze in der Wirtschaftswelt und dem “Umbau” des Sozialstaates. Die neoliberalen Reformen, die größere ökonomische Effektivität und größeren Wohlstand bringen sollten, haben viele Menschen in eine existenzielle Sackgasse geführt. Und das nicht nur in sogenannten Problemländern wie zum Beispiel Spanien. Dort ist die Lage besonders bedenklich. Ein Viertel der Bevölkerung ist arbeitslos, Millionen Kinder leben in Armut oder drohen dahin abzusteigen.

Aber auch im reichen Deutschland, dem europäischen Wirtschaftswunderland, nimmt die Zahl der Armen zu, ebenso wie in Frankreich. Und nichts deutet darauf hin, dass diese Situation sich in absehbarer Zukunft zum Besseren wenden wird. Ganze Bevölkerungsgruppen fühlen sich zunehmend ausgegrenzt. Und die Armut wird “vererbt”. Das stellt auch die Gesamtgesellschaft vor ernste Herausforderungen: Denn die Kinder sollten eigentlich die Zukunft sein. Wenn diese aber in den Kreislauf von sozialer Abhängigkeit, Mutlosigkeit und Perspektivlosigkeit geraten, werden sie nicht in der Lage sein, an der Zukunft mitzuwirken.

Lourdes Picareta beschreibt und analysiert in ihrem Film die Situation in Spanien, Deutschland und Frankreich. Und lässt darin unter anderem Sozialforscher und Politikwissenschaftler zu Wort kommen, die von der “gemachten Armut” sprechen, von einer Entwicklung, die keineswegs natürlich entstanden ist und vermeidbar gewesen wäre.

Gedanken zur Menschlichkeit, Natur und Biosphäre und zum dringend notwendigen Ausstieg aus dem System

13. Oktober 2012 in Blog - alle Themen

Wenn wir aus diesem System des global-feudalen Kapitalismus nicht radikal aussteigen und nachhaltige Systeme aufbauen, werden wir als Menschheit in den nächsten 20-40 Jahren in eine globale Kettenreaktions-Katastrophe *biblischen Ausmaßes* hineingeraten.

Es gibt viele Alternativen zu dem herrschenden Wirtschafts- und Politik-System. Es ist unsere Aufgabe, diesen dezentralen, non-profitablen, gesellschaftlich-solidarischen, lebens-schützenden, liebevollen, verantwortungsvollen, freien Alternativen *Raum und Ressourcen* zur freien Entfaltung zu geben, indem wir uns unserer geburtsrechtlichen Souveränität als Individuen voll bewusst werden und entsprechend friedlich und konsequent die Macht von den Mächtigen zurückholen.

Wenn es heute eine weltweite Gerichtsbarkeit gäbe, die für moderne Verbrechen gegen die Menschlichkeit UND Verbrechen gegen die Natur bzw. Biosphäre zuständig wäre, dann würden 1% der Menschheit direkt ins Gefängnis wandern…. und wir die 99% müssten notwendigerweise neue Arbeits-Strukturen, neue Entscheidungsprinzipien und neue Werte definieren… denn fast alle Top-Manager, Bankiers, Industrielle, Politiker, Minister und Regierungsmitarbeiter, Militärs, Geheimdienstler und Polizisten u.v.a. würden jahrzehntelange Haftstrafen verbüßen.

Also fangen wir besser – schon heute – jetzt und hier – damit an, uns neu zu organisieren! Kollektiv, kooperativ, undogmatisch, friedlich, wahrhaftig und menschlich.

Florian Zacharias Raffel
#occupy Aktivist

Quelle: https://www.facebook.com/groups/occupydeutschlandvollversammlung/permalink/217381878392931/ 

Über den an sich selbst kollabierenden Kapitalismus

9. März 2012 in Blog - alle Themen

Der Sozial)philosoph André Gorz, beschäftigt sich mit Fragen, wie ein Leben in Würde möglich ist, ohne Entfremdung und das Arbeiten unter Zwang etc. Seine große Hoffnung richtete er dabei auf die Wissensgesellchaft und deren neues Lebens- und Arbeitsphilosophie, deren Beginn er noch erlebte.
Mein Eindruck ist: die Überlegungen dieses Mannes können sehr inspirierend sein für die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft. Vielleicht sollte man sich etwas näher mit ihm beschäftigen.

 

Hier der “Klappentext” zu dem Clip:

“Es werden immer mehr Waren produziert und dabei immer weniger Menschen benötigt, weil Maschinen den Großteil der Arbeit leisten.
Die Produkte werden immer billiger, die Menschen haben jedoch immer weniger Geld für diese Produkte.
Der bedeutende Österreichisch-Französische Philosoph André Gortz hat bereits 1983 in seinem Buch “Wege ins Paradies” gemutmaßt im halbtoten Kapitalismus werde der Staat die Überflüssigen Arbeitslosen fürs Konsumieren bezahlen müssen, um die Kontrolle über sie zu behalten.
Gortz hat sich zeitlebens mit Fragen zum Sinn einer Menschenwürdigen Arbeit beschäftigt.
Kurz vor seinem Freitod im Jahre 2007 hat André Gortz Texte zusammengestellt und neuverfasst, die er als seine Botschaft für die Nachwelt verstand.
“Auswege aus dem Kapitalismus” ist im Rotpunkt-Verlag erschienen.
Henning Burg hat André Gortz vor seinem Tod mehrfach getroffen, und stellt Ihnen den geistigen Nachlass vor.”