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von Richard

Opening Salvo – Saison Eröffnung

25. Februar 2013 in Blog - alle Themen

23F Demonstration in Valencia. Photo via @acampadavlc

23F Demonstration in Valencia. Photo via @acampadavlc


[English below]

Hallo,

Der Start der revolutionären Saison wurde ein Erfolg. Gestern, am 23. Februar, demonstrierten überall in Spanien, Menschen gegen den Staatsstreich der Märkte. Das Datum war Symbolisch weil er genau 32 Jahre nach dem letzten des “coup d’état of the markets”(Staatstreich der Märkte) lag. Weiterlesen →

(R)EVOLUTIONÄR NEUE MENSCHEN vs CONTRAS

22. September 2012 in Blog - alle Themen

Es führt kein Weg daran vorbei, diese Sachen jetzt sachlich und mit allen Details aufzuarbeiten. Occupy Deutschland befindet sich in einer Phase, die schon in anderen Ländern / Städten / Camps durchschritten werden musste. So ist es leider. Und in dieser Phase ist die Bewegung mit inneren Prozessen beschäftigt, denen wir uns alle stellen sollten…

*Mumblegate*, *Abhör-Skandal*, *Schmutz-Kampagnen* immer wieder die klassischen *Troll-Attacken* in der Asamblea247, Gerüchte-Köche am Werk, Shitstorms und gestern abend der *Admin-Putsch* in der Überregionalen Vernetzungsgruppe – heute wird Marilla Reich mit der *CEM Verbalattacke* angegangen….

Und wohin lassen sich alle diese *Angriffe* zurück recherchieren? Ja, leider sind es immer wieder Pxxx XXXXX-XXXX und ihre Mitläufer aus dem EDJDF und OGDF. Ziel der Attacken bin immer wieder ich und eine Gruppe von engagierten und politisch-aktiven Occupy Aktivisten (Anluven Schotendicht, Andreas Vetter, Michael Haferkorn, Florian Hausschild, Ralf Sommer, Maestro Symbiont, Maestro Que, Noreen Chen u.v.a.). Diese Woche wurden wir jeden Tag mit *neuer Munition* angegriffen. Die Contras (dies ist mein neuer Begriff für alle die innerhalb der Occupy Bewegung destruktiv und dogmatisch agieren) scheinen seit der Veröffentlichung von Pxxxxx’s Papier “Aufklärendes & Abklärendes” (Archivierung: http://on.fb.me/11s2IfA ), in der Vorwoche, einen virtuellen Krieg auf Facebook erklärt zu haben… Weiterlesen →

Wir müssen menschlich bleiben, auch im Angesicht der Unmenschlichkeit.

9. September 2012 in Blog - alle Themen

Occupy hat keinen Schwarzen Block – Occupy kennt keine Feindbilder: ich möchte das Thema noch mal aufnehmen und ich werde es so neutral wie irgendmöglich beschreiben. Es gut dabei nicht um mich, es geht um ein Thema, das die Bewegung betrifft.

Meine Wahrnehmung ist es, dass innerhalb der Facebook-Diskussionsgruppen einige wenige Aktivisten, als Querfrontler, Rechtspopulisten bzw. als rechtsoffen benannt werden. Es herrscht ein großes Misstrauen und ein Ablehnungsreflex, wenn kritische Posts erstellt werden bzw. wenn Posts erstellt werden, die sich auf Quellen wie z.B. NuoVisio oder Jürgen Elsässer beziehen oder Gedanken formulieren, die sich eben nicht in ein schwarz-weisses Weltbild einsortieren lassen.

Das Verhalten von einer wahrnehmbaren Gruppe innerhalb von Occupy wirkt auf mich: ausgrenzend, diffamierend und auch zum Teil gewaltbereit.

Dies ist für mich nicht mit den zentralen Werten von Occupy vereinbar. Diese Werte sind: Gewaltfreiheit, Dialog und Menschenrechte.

Occupy hat keinen Schwarzen Block, der Gewalt als politisches Mittel einsetzt. Occupy hat keine Strategie der Feinbilder, sondern ist eine Prozess des gegenseitige Respekts, der lösungsorientieren Zusammenarbeit und letztendlich der Versöhnung.

Mein Eindruck ist es, das hier Taktiken und Strategien der Antifa Bewegung und der Antideutschen aggressiv in die Bewegung hineingetragen werden. Es wird der Eindruck erweckt, es gäbe eine Gefahr von Rechts (Unterwanderung durch Nazis) und in diesem Zuge wird dann gefordert: sogenannte Verschwörungstheoretiker, Esoteriker und Staatliche Selbstverwalter aus der Bewegung auszuschließen…. diese Menschen, werden pauschal gebrandmarkt und praktisch in ideologische “Sippenhaft” genommen.. woran erinnert das? ….auf mich wirkt das wie eine Unterwanderung von extremen Linken, die sich nach dem Motto “der Zweck heiligt die Mittel” selbst nicht zu schade sind faschistische und menschenverachtende Strategien einzusetzen.

Es werden dabei Mittel eingesetzt, die auch Beleidigungen, Diffamierungen und Rufmord einschließen. So werden Grabenkämpfe initiiert und nach und nach die Macht in den Foren übernommen.

Ich kann nur noch mal daran erinnern, dass diese Mittel nicht mit Occupy und der Kernidee vereinbar sind.

Es ist schwierig, da Occupy eine Bewegung ist, die sich bewusst als prozesshaft definiert und daher gibt es kein offizielles Handbuch, aber jeder der von Anfang an dabei war, weiß und hat es erlebt, dass Ausgrenzungen von Menschen oder Diskriminierungen niemals Teil der Occupy Bewegung waren oder sein können. Jeder kann nachlesen: http://www.occupywallst.org/http://www.occupytheory.org/,http://www.takethesquare.net/ oder auch http://www.interoccupy.net/ auch Wikipedia liefert viele Informationen über Strategie, Werte und Ideen der Occupy Bewegung wenn nach den Stichworten Indignados, Echte Demokratie Jetzt und Acampada gesucht wird.

Die Frage, wie mit aggressiven, gewaltbereiten oder respektlosen Menschen umgegangen werden kann, die sich z.B. in einer Asamblea gegen die Gruppe oder gegen Einzelne wenden, ist mehrfach diskutiert worden. Und jeder der schon mal an einer Asamblea teilgenommen hat, weiß wie viel Geduld es braucht, einem Störenfried erstmal Raum zu geben, bis dieser sich beruhigt und bis ein Dialog möglich ist.

Aber dieser Dialog ist so wichtig, weil die Aggression, die Verwirrung und auch der Hass aus dem System kommen, das wir als Ursache erkennen müssen, es ist nicht der Mitläufer oder der Aufgehetzte, den wir als Problem markieren sollten. Es ist das System und in dem System 1% machtorientierte, herzlose, gierige, menschenverachtende Menschen, die immer wieder Gewalt, Angst, Zerstörung, Ausbeutung und Krieg provozieren und initiieren.
Aus dieser Spirale der Gewalt will Occupy austreten, indem wir weder Forderungen an das System stellen, noch uns an dem Kreislauf der Feinbilder beteiligen. Eine echte Demokratie muss sich daran messen lassen, wie es die Menschen behandelt, die sich gegen die Gesellschaft wenden bzw. die anderen schaden. Wenn diese Menschen, auch bei krassen Verfehlungen wie Mord oder Vergewaltigung, nicht menschlich behandelt werden, dass ist eine Demokratie auf dem Weg in die Diktatur.

Wir müssen menschlich bleiben, auch im Angesicht der Unmenschlichkeit. 

Wenn wir Mörder, Vergewaltiger, Kinderschänder oder auch politische Brandstifter, Hetzer oder Provokateure zu Menschen ohne Rechte, zu Menschen zweiter Klasse degradieren, dann werden wir selbst zu Faschisten und Rassisten und begeben uns herab auf die Stufe des Totalitarismus oder der Diktatur. Und insbesondere als basisdemokratische Grasswurzelbewegung müssen wir auch im verbalen Umgang darauf achten, hier nicht abzugleiten in Gewalt, Ausgrenzung und Schubladendenken.

Jeder Verstoß gegen die Menschenrechte muss geahndet und im Sinne des Schutzes der Gesellschaft und im Sinne der Resozialisierung – nicht der Bestrafung – behandelt werden. Und hier ist kein Unterschied zu machen zwischen Kriminellen, linken oder rechten Gewalttätern oder politischen Brandstiftern. Menschenrechte sind nicht verhandelbar.

Und zurück zur Occupy Bewegung zu kommen, wer hat denn ein Interesse daran der Bewegung Antisemitismus vorzuwerfen, wer hat ein Interesse daran aus einer friedlichen Bewegung für eine bessere Welt, eine gewaltbereite Gefahr zu machen? Wer will uns aufstacheln oder uns gegeneinander aufhetzten?

Herrsche und Teile. Dieses Prinzip in Verbindung mit Desinformation und Infiltration ist seit Jahrtausenden das Gegenmittel um revolutionäre Bewegungen im Keim zu ersticken…

Solange wir uns intern bekämpfen, zerstreiten und immer mehr Misstrauen innerhalb der Bewegung zum tagtäglichen Miteinander mutiert, solange können die Wirtschafts-Nazis, die Umweltzerstörer, die korrupten Parlamentarier und Beamte, die Lobbyisten und die Kapitalisten den fortschreitenden Abbau der Demokratie und den Ausbau ihres menschenverachtenden und -zerstörerischen Systems fortführen. Solange wir uns uneinig sind, sind diese Kräfte nicht zu stoppen.


Ich bin mir sicher, dass innerhalb der Bewegung niemand ernsthaft rechte Inhalte verbreiten will. Und wenn es jemand versucht, dann ist dies als Trittbrettfahrerversuch schnell enttarnt und wird genug Veto und Dissonanz erzeugen, dass sich solche Unterwanderungsversuche schnell in Luft auflösen werden… so habe ich es in Berlin erlebt.
Was aber gerade voranschreitet, ist die gegenseitige Bespitzelung und die schnellen Anschuldigungen, jener Gedanke oder dieser Aktivist sei rechts, böse und müsse ausgeschlossen werden. Ich habe mich aus diesem Grund aus meinem Urlaub zurückgemeldet, weil einige Aktivisten namentlich angegriffen und in den Fokus gerückt wurden… Menschen die ich kenne und die es nicht verdient haben, als Nazis oder Verschwörungsspinner aus der Bewegung gedrängt zu werden…

Darin sehe ich ein viel größere Gefahr, weil natürlich niemand in einer aus dem linken Spektrum (attac, Adbuster, Antiglobalisierungsgegener u.ä.) gegründeten Bewegung sich als Rechter, Querfrontler oder Nazi benannt sehen möchte – insbesondere in Deutschland ist dieses Stigma mit einem gesellschaftlichen Ausschluss verbunden und auch mit einer Bedrohung der Existenz verbunden.

Ich kann die Strategie der Antifa respektieren, nachvollziehen und auch tolerieren. Aber ich kann es nicht hinnehmen, dass eine Pseudo-Antifa sich der Occupy Bewegung in der Form annimmt, die Werte zu verändern und aggressiv Menschen aus der Bewegung rausdrängt. Occupy ist nicht die Verjüngungsformel für Pseudo-Antifas und auch nicht das Sympathiepferd für die rechten Extremisten, die sich der Massen auf den Straßen und Plätzen bemächtigen wollen.

Beides sind Unterwanderungen, denen wir Occupy Aktivisten und entschieden entgegenstellen müssen.

Mir ist es mittlerweile egal, ob ich als Querfrontler, Populist, Kinderschänder oder Sektenmitglied attackiert werde (alles schon vorgekommen in 12 Monaten meiner politischer Arbeit), das zeigt mir nur, dass ich mit meinen Thesen und Notizen ins Schwarze treffe und einige Akteure hektisch und aufgescheucht von meinen Themen ablenken wollen. Jeder der mich kennt, jeder der mit mir befreundet ist oder der mit mir arbeitet, weiß dass die Anschuldigungen und Diffamierungen absolut haltlos und absurd sind. Es sind Versuche mich und andere mundtot zu machen und politisch ins Abseiht zu drängen, weil unsere Ansichten linke und rechte Unterwanderungs-Akteure sichtbar machen und ihren Macht- und Deutungshoheitsansprüchen entgegenstehen.

Ich werde in Zukunft darauf verzichten, mit noch in Diskussionen zu begeben, da dies zu viel Nerven und Zeit kostet mit Trollen oder Agitatateuren, die alle Formen eine respektvollen Diskussionskultur mit Füssen treten, ich werde aber weiter Impulse setzen und mich zu Wort melden.

Ich bin mir sicher, ich habe weder Recht noch bin ich in der Lage, meine Gedanken so niederzuschreiben, dass ich ohne Missverständnisse oder Provokationen, jeden erreichen kann. Auch bin ich mir bewusst, dass ich eine gewisse Lust an der Diskussion und Streitkultur besitze… man möge mir dies nachsehen.

In diesem Sinne: Lasst uns aussteigen aus den Ideologien und Weltbildern, die uns gegenseitige immer wieder neu zu Feinden machen wollen. Wir sind alle Menschen, die alle ein Recht auf ein Leben in Frieden, Glück und Würde haben. Jeder Mensch hat das Geburtsrecht auf Schutz, Nahrung, Bildung, persönliche Entfaltung…

Lasst uns eine neue Welt erdenken, die dies möglich macht.

 

 

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*** NEIN ZUM ESM und NEIN ZUR NPD ! ***

7. Juni 2012 in Blog - alle Themen

Sehr geehrte PressevertreterInnen,

für kommenden Freitag, haben die “Freunde des Grundgesetzes” zu einer Anti-ESM Demo unter dem Motto „Ja zum Grundgesetz heißt Nein zum ESM. Ja zur Republik und souveränen Staaten in Europa. Nein zur Finanzdiktatur“, in Berlin aufgerufen. 
Führender Mitveranstalter ist u.a. die marktradikale und erzkonservative Lobbyorganisation “Zivile Koalition e.V.”, als deren Vorsitzende und Sprecherin Beatrix von Storch zeichnet, die gemeinsam mit ihrem Mann, Sven von Storch, mehrere miteinander verflochtene Organisationen leitet. Erwähnt sei deren “Allianz für den Rechtsstaat e.V.”, die sich für die Rückgabe des in der DDR enteigneten Großgrundbesitzes an die alten Junkerfamilien einsetzt.

Nun hat auch noch die NPD ihr Erscheinen angekündigt.


Da wir im Gegensatz zu reaktionären und nationalistischen Positionen, welche die Vormachtstellung Deutschlands in Europa aus ökonomischem Interesse erhalten wissen möchten, die Herrschaft von Menschen über Menschen generell ablehnen, distanzieren wir uns hiermit ausdrücklich von den oben genannten OrganisatorInnen, UnterstützerInnen und allen nationalistischen Beteiligten der Demonstration – nicht aber von den Menschen, die aus anderen politischen Motiven die Demo besuchen werden.
 Da wir uns dem Kampf für souveräne und selbstbestimmte Menschen und nicht dem *Zurück zur Nationalstaatlichkeit* verschrieben haben, wird es für uns keinerlei inhaltliche Überschneidungen geben, um mit dem genannten Bündnis gemeinsam gegen den ESM auf die Straße zu gehen.

Zugleich möchten wir betonen, dass unsere Ablehnung der nationalistischen Motive von Teilen des Bündnisses eine inhaltliche Kritik am ESM nicht ausschließt. Im Gegenteil: Der ESM und das daran gekoppelte Vertragswerk “Europäischer Fiskalpakt” verschärfen die ökonomischen Verwerfungen in den von der Krise (aktuell) am meisten betroffenen Gesellschaften und beschleunigen den Abbau sozialer und demokratischer Rechte in ganz Europa. Diese Zwangsvertiefung des europäischen Integrationsprozesses – im rhetorischen Gewand ökonomischer “Notwendigkeiten” – leugnet jede ökonomische und soziale Alternative zur herrschenden Krisenpolitik. Sie bedeutet eine europaweite Ausdehnung von Spardiktaten – ohne nennenswerten Einbezug der europäischen Gesellschaften – sowie eine weitere Stufe im (Krisen-)Prozess der Umverteilung von unten nach oben.

AktivistenInnen des Arbeitskreises Anti-ESM von OccupyBerlin / EDJ / Indignadxs / OccupyBerlinBiennale
Infos zum Demo-Bündnis:
“Freunde des Grundgesetzes”: http://eurodemostuttgart.wordpress.com/
Ja zum Grundgesetz heisst Nein zum ESM/facebook: https://www.facebook.com/events/348458641886201/
Zivile Koalition: http://lobbypedia.de/index.php/Zivile_Koalition
BürgerKonvent: http://lobbypedia.de/index.php/B%C3%BCrgerKonvent
BürgerKonvent/die „rechte APO“: http://www.nachdenkseiten.de/?p=10678
Allianz für den Rechtsstaat e.V.: http://www.derrechtsstaat.de/
Suchphrase (statt Link):
”NPD Berlin”

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Kritik -Change the world how you like-

14. Mai 2012 in Blog - alle Themen

Wie treffen wir Entscheidungen und handeln?

Aus meiner Erfahrung und Einschätzung kümmern sich zu viele um einen kleinen Raum, z.B. Raum in der Biennale. Jeder darf mitentscheiden Kritiken äußern und Vetos aussprechen. Wenn man in der einen Asamblea mal auf einen Nenner gekommen ist, scheint sich in den Folgetagen niemand mehr dafür verantwortlich zu fühlen. Man denkt immer die anderen, welche nicht mit entschieden haben, müssen auch grünes Licht dafür geben, ansonsten übergeht man den einen oder anderen. Die Folge ist, dass nichts passiert und alle in dem Wirrwarrbrei, von nicht wissen was als nächstes passiert, herum schwimmen.
Mein derzeitiges Fazit ist, dass sich zu viele um einen zu kleinen Rahmen kümmern, daher sich niemand effektiv dafür verantwortlich fühlt, dem ganzen keine Struktur gibt und nichts passiert. Ich plädiere generell für kleinere Gruppen, in den verschiedenen Bereichen, welche schneller und zielgerichteter Ideen umsetzen können.

Genauso schien mir 12M im Bezug auf den Verlauf der Demo auf dem Alexanderplatz und Neptunbrunnen. Viele fragten sich wie es weitergehe, ob man nun mit einer Asamblea beginne oder ob doch noch der ein oder andere erstmal seinen Redebeitrag halten solle. In meinen Augen war alles sehr unentschlossen. An diesem Punkt kritisiere ich mich genauso wie alle, die gestern vor Ort waren. Wo ist die Eigeninitiative?
Verlassen wir uns auf andere oder machen wir es selbst? Wie autonom willst du/ich sein, um über dich/mich und dein/mein Leben zu entscheiden?
Noch ein paar Worte an die Macher: Ich freue mich, dass ihr eure ganze Energie in die Organisation gesteckt und 12M Demo ermöglicht habt. DANKE, dass will ich euch auf jeden Fall sagen.

Wollen wir Inhalte? Wollen wir einen politischen Diskurs?

Was ich in den letzten Tagen und Wochen zunehmend erlebe spiegelt stark die gesellschaftlichen Strukturen wieder. Wir sind planlos und unstrukturiert und alles andere als autonom. Seit circa 2 Wochen versuchen wir in Asambleas erstmal zu klären wie der Raum in den Kunstwerken genutzt und wie er folgend umgestaltet werden soll. Rotierend kreisen wir um die Planung und Konzeption von Hüllen, ohne sie mit Inhalten zu füllen. Versteht mich nicht falsch, Inhalte sind vorhanden, manchmal sogar auch mit Tiefgang. Aber eigentlich begnügen wir uns die Themen nur an der Oberfläche an zu kratzen und ein bisschen die oberen Schichten des Themenbreis an zu rühren.
Als eine Basis und Austauschplattform von Ideen und Informationen sollte der Raum im Zuge der Biennale genutzt werden. Was tatsächlich passiert ist, dass wir den ganzen Tag reden, aber eigentlich nicht wirklich miteinander reden. Ich kenne euch nicht, euere politische Motivation, beispielsweise euer Verständnis von “Echter Demokratie Jetzt”, eure Fähigkeiten und Stärken.
Nochmals ein paar Worte an die Macher: Ich freue mich, auch hier, dass ihr so viel Kraft in die Organisation steckt und den Raum ermöglicht. DANKE!

Was passiert? Welches sind die konkreten Zielsetzungen?
Worauf legen wir unseren Fokus?

Wir wollen die Welt verändern. Ja aber wie? Wollen wir eine Demo nach der anderen organisieren, um vielleicht noch den einen oder anderen mit den Botschaften zu erreichen und ihn zur Aktion zu bewegen? Wie ich die Sache sehe, müssten wir viel mehr konkretere Themen wie beispielsweise Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Privatisierung, Gentrifizierung, Arbeitszeit und Lohnverhältnis, Grundeinkommen ect., welche u.a. einen direkten Bezug zu Berlin haben, mit ins Boot holen.

Das eine geht nicht ohne das andere. Auf der einen Seite die Mobilisierung zu Demonstrationen und Organisation, um seine Empörung und Wut über bestehende Probleme in die Welt zu tragen, auf der anderen Seite diesem System den Rücken zu zu kehren, durch den Aufbau von Äquivalenten.

Wenn wir Alternativen hier in Berlin aufbauen wollen, dann sollten wir mehr darüber sprechen was bereits vorhanden ist und versuchen “Zeitaustauschsysteme” und andere “Austauschsysteme” zu nutzen, oder etwas eigenes auf zu bauen. Zum Beispiel Wohnprojekte zu starten, Kooperationen auf zu bauen, in dem die Bewohner eines Hauses ein paar Bauern aus der Umgebung suchen und diesen bezahlen, um dann mit Nahrungsmittel versorgt zu werden. Es gibt noch viele weitere Ideen, welche es sich lohnt aus zu tauschen. Um so etwas auf zu bauen, sollten wir uns kennenlernen, damit wir wissen was unsere Fähigkeiten sind und in welcher Form unsere Ideale miteinander übereinstimmen.
Ich plädiere für konkrete kleinere Ziele und Fokussierung, als die mit der menschlichen Psyche irgendwann nicht mehr aus zu haltende Überfrachtung und Überladung von versucht allen Problemen dieser Welt.

Welche Forderungen?

:) Ich will ein Haus in und um Berlin, um eine länger fristigere Basis zu haben. Eine Revolution findet meiner Meinung nach nicht von heut auf morgen statt und gerade deshalb sollten wir uns auf eine nächste Forderung einigen, nämlich ein Haus in Berlin und ein Haus außerhalb von Berlin, mit viel Grund und Boden, der nach dem Permakulturprinzip ein Stück weit die “Bewegung” ernährt.

:) …..

Wer sind wir?
Jeder der sich angesprochen fühlt ;)

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Mobi-Special 12M: S-FNs AGORA TUTTI

8. Mai 2012 in Blog - alle Themen

“Rein aus dem Winter, rein in den Mai!
Das erste Kapitel der neuen present-progressive fiction-Webserie des Senders Freies Neukölln.
Die Serie spielt in Kreisen der Berliner Occupybewegung, die darstellenden Aktivisten bereiten sich in der ersten Folge auf den globalen Aktionstag am 12. Mai vor ….
Dazwischen haben sie mit Verschwörungen, dem schwierigsten Puzzle der Welt, Antideutschen und dem Patriarchat zu kämpfen …”

Link zum Beitrag des Senders Freies Neukölln:
sender-fn.de/2012/05/agora-tutti-kapitel-01/

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Sei auch dabei gewesen!

21. April 2012 in Blog - alle Themen

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Kundgebung auf dem Alex nach Eintreffen des Sternmarsches am 12. Mai – eine andere Demo ist möglich!

2. April 2012 in Blog - alle Themen


Die Planungen für den globalen Aktionstag 12M in Berlin sind ambitioniert und glücklicherweise vielfältig. Die Hauptaktionsform der #spanishrevolution (deren einjähriges Bestehen ja der Anlass für Aktionen am 12. Mai ist) aufnehmend – nämlich die Wiederaneignung/ Besetzung/ Befreiung der zentralen Plätze in den Städten, wurde sich darauf verständigt, aus allen Richtungen der Stadt zum Alexanderplatz zu ziehen.
Fest steht also, dass sich am 12. Mai um 14Uhr Menschen am Thälmann Park, am Frankfurter Tor, an der Kottbusser Brücke, am Hauptbahnhof und am Gesundbrunnen versammeln, und es dann einen ‚Sternmarsch’ zum Alexanderplatz gibt. Um 16Uhr werden die verschiedenen Züge dort zu einer ‚Zwischenkundgebung’ zusammenlaufen. Ab 17Uhr soll dann rund um den Neptunbrunnen bzw. auf dem Marx-Engels-Forum ein ‚Markt der Ideen’ eröffnet werden, der zunächst für 14 Tage geplant ist.
Bislang wurde allerdings noch kaum darüber gesprochen, was auf dem Alex passieren soll zwischen 16 und 17 Uhr. Dazu wollen wir einen Debattenbeitrag leisten, weil wir der Meinung sind, dass es für den weiteren Verlauf unserer Bewegung hier enorm wichtig sein wird, was wir an diesem Tag erleben und erlebbar machen. Weiterlesen →

Gedanken zu den „Manifesten“ vorgetragen beim Berliner Vernetzungstreffen 18.01.2012 und Vorabinfo: next meeting 19.02.2012

1. Februar 2012 in Blog - alle Themen

Ein paar Gedanken zu zwei zusammengefassten „Manifesten“ die beim Berliner Vernetzungstreffen 18.01.2012 vorgelesen wurden und Vorabinfo: next meeting 19.02.2012

Beim Lesen und zusammenfügen der Manifeste kamen mir folgende Gedanken:
„Bestimmt sollten wir mal wieder daran arbeiten und darüber nachdenken, inwieweit wir Anpassungen vornehmen oder auch gänzlich neues kreieren. Insbesondere merkte ich beim lesen aber auch wieder: JA es sind diese Wahrheiten und Wünsche dir wir teilen u. die wir uns Gemeinsam erfüllen wollen!!
Daneben schwirrt mir durch den Kopf – Empörung und Wut über den Jetztzustand in allen Bereichen, was ja der auslösende Moment war u. IST – ist der erste Schritt und unsere Wünsche zusammengefasst sind das Verlangen nach der KEHRTWENDE ZUM GUTEN!!!!
Diese Kehrtwende können wir mit ANASTROPHE dem Gegenteil zur heutigen Katastrophe benennen. Diese Kehrtwende zum Guten gespeist aus unseren individuellen Wünschen– diese ANASTROPHE ist auch unser ZIEL!!
Dies beinhaltet für mich auch die Aufforderung an JEDEN: Bring Dich, Deine Wünsche, Gedanken und Lösungen EIN –>  GESTALTE EINE BESSERE ZUKUNFT! JETZT!

Die Anastrophe muss dabei meines Erachtens nach in jedem von uns selbst beginnen.
Dies ist bestimmt sogar die größte Aufgabe, die ich mit „Radikalität im Denken“ benenne. Weiterlesen →

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Gib dem Pappschild eine Chance!

20. Dezember 2011 in Blog - alle Themen

Thomas Merz hat einen neuen Spot gemacht, sehr lustig!