Rassismus Artikel schreiben

NEIN zur Inhaftierung von Flüchtlingen!

16. Januar 2013 in Blog - alle Themen

“Flüchtlinge sollen fortan inhaftiert werden dürfen, um ihre Identität und ihr Recht auf Einreise zu überprüfen oder um Beweise zu sichern. Aber auch wer seinen Asylantrag zu spät stellt, nach Ansicht der Behörden die „nationale Sicherheit und Ordnung“ gefährdet oder untertauchen will, kann in Haft landen „Was sollte denn da noch als weiterer Grund angeführt werden?“, fragt Karl Kopp von Pro Asyl sarkastisch. „Das reicht doch schon aus, um jeden asylsuchenden Menschen in der EU jederzeit und an jedem Ort zu inhaftieren.“
Neue EU-Richtlinie zu Asylsuchenden – Mehr Info hier:

http://www.flucht-ist-kein-verbrechen.de/

http://www.taz.de/Neue-EU-Richtlinie-zu-Asylsuchenden/!109069/

Offener Brief gegen rassistische Gewalt der Chrysi Avgi in Griechenland

17. Dezember 2012 in Blog - alle Themen

Griechische Schüler in Deutschland bringen in einem offenen Brief ihren Zorn über die rassistische Gewalt Rechtsradikaler gegen Immigranten in Griechenland zum Ausdruck.

256 griechische Schüler und Schülerinnen in Deutschland, die Schulen in München, Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf, Köln, Leverkusen, Bochum, Essen und Gütersloh besuchen, unterzeichneten ein Schreiben gegen die rassistische Gewalt, die Aktivität nazistisch orientierter politischer Formationen und speziell die Chrysi Avgi in Griechenland. Die Schüler charakterisieren ihr Schreiben als “offenen Brief”, der in Griechenland von der Linken Bewegung Koordination der Schüler in Griechenland (S.A.S.A.) publiziert wurde.

Die allesamt aus griechischen Familien stammenden Jungen und Mädchen leben in Deutschland, wo die Gesellschaft gegenüber Fällen von Nazismus und Rassismus besonders sensibilisiert ist, und erklären in dem von ihnen unterzeichneten Schreiben, dass ihnen aus erster Hand bekannt sei, was rassistische Gewalt bedeutet, was Nazismus bedeutet, und bringen Ihre Wut über die Angriffe zum Ausdruck, welche Mitglieder der Chrysi Avgi gegen Immigranten, Arbeitern und Mitschülern von ihnen in Griechenland ausüben.
Offener Brief gegen rassistische Gewalt der Chrysi Avgi in Griechenland

Wir sind griechische Schüler und Schülerinnen in Deutschland. Die meisten von uns sind hier geboren worden. Unsere Familien waren wegen der Schwierigkeiten gezwungen, in vergangenen Jahrzehnten nach Deutschland auszuwandern, aber auch jetzt wegen der Krise in Griechenland. Mit diesem Brief von uns wollen wir unsere Wut und unsere Verurteilung bezüglich der Angriffe durch die Nazis der Chrysi Avgi zu Lasten von Immigranten, Arbeitern und unserer Mitschüler in Griechenland zum Ausdruck bringen. Weiterlesen →

Profilbild von Alinka

von Alinka

Fragen zur Aufklärung und Überwindung des Kapitalverbrechens ,

18. November 2011 in Blog - alle Themen

Gestern, am 1. Bildungsstreiktag in Berlin, den 17. November 2011 schrieb ich:

 Wessen Verfassung // Fassung schützt der deutsche “Verfassungsschutz” ? (*)

Allen in Deutschland lebenden Menschen sollte Artkel 2 Absatz 2 des deutschen Grundgesetzes bekannt sein.

Es heißt darin: “Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.”

Weiterlesen →

Profilbild von Globalist

von Globalist

Warum wir uns gegen Rechtspopulismus stellen

8. Oktober 2011 in Blog - alle Themen

“Wie aus Rechtspopulismus Nazigewalt wird:

…Aus Furcht vor dem sozialen Abstieg und ökonomischer Ungewissheit etabliert sich eine neue Form des Rassismus, die das ideologische Fundament rechter Agitatoren darstellt: der Kulturalismus, auch als Kulturrassismus bezeichnet, greift er auf bereits bestehende Ressentiments zurück. Soziale und ökonomische Konflikte, von Armut über Häusliche Gewalt bis Homophobie, werden dabei kulturalisiert, das heißt, ihre Ursachen bestimmten Feindgruppen (Kulturen) zugeschrieben. Spätestens seit 2001 erfolgt vor allem eine Dämonisierung und Stigmatisierung des Islam, der von Rechtspopulist_innen verschiedenster Herkunft als homogene und politische Strömung gesehen und dem Mythos eines “jüdisch-christlichen Abendlandes” gegenüber gestellt wird…

Am 27.05.2011 wurde ein Obdachloser in Sachsen von Neonazis ermordet, und zwar aufgrund seines sozialen Status. Gleichzeitig wird in den Medien ganz offen die rassistische und sozialchauvinistische Hetze von Thilo Sarrazin als angeblich wissenschaftlich fundierte Thesen diskutiert und von Tabubrüchen und endlich ausgesprochenen Wahrheiten schwadroniert: Es werden Feindbilder von “Asylantenfluten”, “integrationsunwilligen Ausländern” und “faulen Arbeitslosen” kostruiert. Die Geschichte zeigt, wohin die Hetze gegen Fremde und Unnütze führen kann…

Die Ideologie hinter den Thesen des Massenmörders von Oslo und der Hetze des Thilo Sarrazin wird allgemein als Rechtspopulismus bezeichnet… Beliebt ist das Beschwören einer auf Menschenrechten basierenden Demokratie, die gegen alle anderen zu verteidigen sei; zuvorderst gegen die vorherrschende Meinung der Medien. Rassismus ist dabei nicht nur biologistisch als Bezug auf konkrete “Rassen” zu begreifen, sondern als Denkmuster, das Menschen nach Herkunft, Zugehörigkeit zu Religionsgruppen oder Ähnlichem einsortiert und mit verschiedenen Ressentiments behaftet… Rechtspopulismus fungiert als eine Spielart des neoliberalen Kapitalismus, der Menschen erstens in verschiedene unumstößliche, womöglich herkunfts- oder naturgegebene Kategorien sortiert und dies zweitens ausschließlich nach Maßstäben der kapitalistischen Verwertbarkeit tut. Ob der dem Rechtspopulismus immanente Rassismus nun biologistisch, kulturalistisch, konkret anti-muslimisch oder sozialchauvinistisch auftritt, hängt davon ab, wie es gerade der Strategie zuträglich ist.

Die Argumentationen der rechtspopulistischen Agitator_innen mögen sich als demokratisch und gewaltfrei inszenieren, zum Ziel haben sie aber gerade die Anwendung von Gewalt durch staatliche Maßnahmen wie Abschiebung und Gefängnis, was in der Konsequenz den Ausschluss ganzer Bevölkerungsteile aus dem öffentlichen Leben und Bewußtsein bedeutet…”

(Aus dem Aufruf 2011 der Siempre Antifascista)