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Die Zurichtung des Menschen durch den Neoliberalismus

28. April 2013 in Blog - alle Themen

Amador Fernández-Savater, kritischer Denker und Politaktivist, Verleger und Autor aus Spanien, frägt anlässlich eines New York-Aufenthalts, also gleichsam «aus der Zukunft, wo der Kapitalismus bereits ein mentaler Zustand ist», ob wir uns hier in Europa bewusst seien, dass es letztlich um eine kulturelle, anthropologische Auseinandersetzung geht, eine Auseinandersetzung um Lebensformen. – Übersetzung: Walter B.

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Ich befinde mich zusammen mit A. und V. in der Nähe des Union Square in New York. Die beiden Freunde leben schon seit einigen Jahren in den Vereinigten Staaten und arbeiten als Assistenten ohne Festanstellung an einer renommierten Universität. Sie kommen spät zu unserem Treffen und erzählen, die Schüler hätten sie mit Fragen aufgehalten. Ich: Wie gut! Offenbar interessierte Schüler. Sie: Nun ja, man weiss letztlich nie so genau, woran sie wirklich interessiert sind. Sie erzählen mir, die Verbindung zwischen Lehrer und Schüler sei an den privaten Universitäten etwas eigenartig. Dort zahlt der Schüler viel Geld – 50’000 bis 60’000 Dollar – oder hat sich stark verschuldet, um sich das Studium leisten zu können. Das Autoritätsverhältnis kehrt sich völlig um: Es sind die Schüler, die den Lehrer bewerten und von ihm eine ganz spezifische Art von Wissen verlangen: Messbar, paketiert, praktisch soll es sein. Und es darf keine Ungewissheiten enthalten. Experimentieren ist nicht gefragt, also auch kein Denken … Es ist nicht mehr so sehr ein Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler, sondern ein solches zwischen Dienstleister und Kunde, was deutliche Verzerrungen in Bildung und Wissensvermittlung zur Folge hat. Weiterlesen →

Nachschlag! Solidaritätsaktion gegen Campräumungen und für das Bürgerforum Nachschlag!

1. August 2012 in Blog - alle Themen

1. Presseerklärung:

Occupy protestiert mit einer neuen Zelt-Idee gegen die anstehende deutschlandweite Räumung der bestehenden Camps
Wir fordern unser seit vielen Jahren versprochenes Bürgerforum!

Aktivisten von Occupy Berlin haben heute anlässlich der drohenden Räumungen der Occupy-Camps in der Bundesrepublik Deutschland verschiedene Orte in Berlin symbolisch besetzt. Ziel ist es das Auffinden und Räumen der Zelte zu erschweren. Der wohl symbolträchtigste Ort für eines dieser Zelte liegt zwischen dem Kanzleramt und Jakob-Kaiser-Haus, wo ehemals ein Bürgerforum vorgesehen war.

Das Verlangen und das Recht der Bürger nach Partizipation und Mitbestimmung, sollte durch dieses Bürgerforum auch städtebaulich manifestiert werden.
Die Teilbegriffe “Bürger” und “Forum” haben die Planer Stephan Knoedler und Nobert Behringer folgendermaßen definiert:
„Bürger: Der Bürger zeigt sich in großen Gruppen als Bürgerschaft, die zur starken und dynamischen Kraft werden kann. Zugleich erscheint der Bürger als eigenständige, selbstständige und politisch engagierte Persönlichkeit mit individuellen Wünschen und Anliegen.
Forum: Das Forum ist der zentrale Marktplatz und Treffpunkt für den politischen Bürger. Hier werden Informationen ausgetauscht, und es werden Antworten auf alle Fragen des politischen Lebens gegeben.“
Dieses Bürgerforum wurde aus Kostengründen nie verwirklicht.
Die Occupy Bewegung speiste sich aus dem Wunsch Orte zu haben an denen man sich begegnen kann , ohne Konsumzwang, oder sich einer Organisation anschließen zu müssen. Was einerseits in den Entwurf eines Regierungsviertels Einzug gehalten hat, wurde von Anfang an von den Medien, der Politik und vielen anderen bekämpft.
Die Aktivisten fordern heute von den Bürgermeistern der verschiedenen Städte in ganz Deutschland auf, Orte für Begegnung und Partizipation zu schaffen (Bürgerforen), die Occupycamps nicht zu räumen und mit den Bewohnern endlich in einen konstruktiven Dialog zu treten, anstatt sämtliche Dialoge nur mit den mächtigen Vertretern aus der Wirtschaft zu führen .
Den Berliner Senat und die Bundesregierung fordern die Aktivisten auf, das hier vorgesehene Bürgerforum zu verwirklichen und dafür andere Baumaßnahmen, die einen rein repräsentativen Charakter haben entsprechend zurückzustellen. Die Kosten dürften sich auf einen Bruchteil dessen belaufen, was andere umstrittene Bauprojekte ( wie z.B….) kosten, zudem sind viele Bürger bereit Eigenleistungen dafür zu erbringen.
———-> wozu sich auch mit der billigen Abspeisung im Tagesspiegel zufrieden geben, wenn das Original vorhanden ist^^ <————————–
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Videoatonale und Kieke-mal-film-in-berlin haben folgebde Bewegte Bilder dazu:
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Guten morgen ♥
Bürgerforum, was ist denn das schon wieder für ein Klops?
Verwunderlich, das dieses Stück des nicht fertiggestellten Begierungsviertel derart in Vergessenheit geraten ist. Zum einen quer durch alle Parteien die für diesen Vorschlage gestimmt haben, auf der anderen Seite bei den Gegnern des Entwurfes.
Es kräht kein Hahn mehr dannach.
Warum eigentlich fehlete das Geld für das Bürgerforum, ohne das man sich das gesamte Band des Bundes getrost vors Knie nageln kann. Die elementare Aussage, die Symolik des Begierungsviertels hat “man” sich gespart.
Wie wichtig es ist, zeigt ein Blick auf die Lage der Machtachsen des Entwurfes. Dort wurde ein wichtiger aspekt von vornherein ausgespart. Jenseits der Gebäude der demokratisch gewählten Vertretung (so sollte es sein) ist bekanntermaßen ein Terffpunkt für Lobbyisten und Politiker, den ich mal völlig respektlos “Politpuff” nenne.
Wie wichtig es ist, dort ein Bürgerforum zu haben wurde gestern deutlich. Ein Mitarbeiter einer Bundestagsfraktion diskutierte mit den Bürgern – ein bisher unmöglicher Vorgang. Feindbilder und Vorurteile schwammen einfach so dahin, im Fluss der Gespräche. Danke nochmals an den Herrn im Anzug, wir können nur voneinander lernen wenn wir uns begegnen. Das ist das Bürgerforum.
Auf einem anderen Blatt stehen Versammlungsorte in den Bezirken, um lokale und regionale Belange auf Augenhöhe zu erörtern. Probleme gibt es dort genug.
Auf Links oder Fachvorträge hab ich verzichtet, Lobby Contol und Band des Bundes sind gute Suchbegriffe um sich selber ein Bild zu machen, falls noch nicht vorhanden.
Occupy-Camps sind und waren nur der Anfang. JwZ – Ja wir Zelten. Und das ist nicht merkelantisch “Alternativlos”, wirkliche Plätze zur Begegnung benötigen Infrastruktur, so charmant Zeltlager sein mögen.
Kosten Nutzen. Was Kosten die Be- und Einfriedungsmaßnahmen eigentlich? Polizeieinsätze rund um die Uhr, Internetüberwachung, Spitzel, eingeschleuste Zerstäuber und all der repressive Kram. Können diese Kräfte/Mittel nicht anders genutzt werden, bei wirklichen Bedrohungslagen, wie z.B. Rüstungs und Waffenverkäufen oder aufgerüsteten Nazibanden in Deutschland?
noch eine Frage habe ich, ehr retorisch – Wer ist am Ende?^^

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DANKE an alle Aktivisten, die mit dieser kleien aber feinen Aktion praktische SOLIDARITÄT geübt haben. Hugs & Kisses 4 Occupy Berlin

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Der Betrug lässt sich nicht aufrechterhalten

30. Juli 2012 in Blog - alle Themen

In einem bewegenden Kommentar auf dem Blog zona crítica demaskiert die spanische Journalistin und Autorin Olga Rodríguez den Amok laufenden Kapitalismus als breit angelegten Betrug an der Bevölkerung. Doch weil die Profiteure immer mehr ihre Maske fallen lassen, wird die Täuschung nicht ewigen Bestand haben. – Übersetzung: Walter B.

Jede Person hat das Recht auf einen Lebensstandard, der ihr und ihrer Familie Gesundheit und Wohlergehen gewährleistet, einschliesslich Nahrung, Kleidung, Wohnung, medizinische Versorgung und notwendige soziale Leistungen sowie das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Behinderung oder Verwitwung, im Alter sowie bei anderweitigem Verlust ihres Lebensunterhalts durch Umstände, auf die sie keinen Einfluss hat. (Artikel 25 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte)

– Der Elendsindex erreicht laut Angaben von dieser Woche in unserem Land [Spanien] bereits 26,4%. Das sind 15,5% mehr als noch vor fünf Jahren.
– Die Ungleichheit zwischen den Einkommen spanischer Familien steigt. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist so gross wie noch nie.
– Weltweit besitzt 1% der Bevölkerung 43% des gesamten Reichtums. 10% kontrollieren 83% des Reichtums.
– Laut einem diese Woche veröffentlichten Berichts des Tax Justice Network schleuste die globale ökonomische Elite zwischen 2005 und 2010 mindestens 16,7 Billionen Euro am Fiskus vorbei. (Eine pessimistischere Schätzung geht von 25,6 Billionen Euro aus.)
– Etwa 6,3 Billionen dieser unversteuerten Gelder gehören 92’000 Personen, das heisst 0,001% der Weltbevölkerung. Das bedeutet gemäss diesem Bericht, dass die Ungleichheit sehr viel grösser ist, als die üblichen Berechnungen zeigen.
– Laut Zahlen, die diese Woche vom Forschungszentrum des amerikanischen Kongresses veröffentlicht wurden, besass im Jahr 2010 die Hälfte der Bevölkerung der Vereinigten Staaten gerade mal 1,1% des Reichtums des Landes. Im Jahr 2007 waren es 2,5%. Auch dies bestätigt, dass die Armen immer ärmer werden. Laut demselben Bericht besassen im Jahr 2010 die reichsten zehn Prozent 74,5% des Reichtums.

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Die da oben wollen, dass wir es für normal halten, dass 1% der Bevölkerung 43% des weltweiten Reichtums besitzt. Dass wir annehmen, eine andere Welt sei nicht möglich und das heutige Modell sei universell, die logische Folge des Weltenlaufs und eine unausweichliche Ordnung, die den Reichtum und das Verhältnis zwischen den Individuen regelt. Was aktuell schief laufe, sei auf den exzessiven Missbrauch einiger weniger schwarzer Schafe zurückzuführen, nichts, das sich nicht mit ein paar Reformen ausbügeln liesse, Reformen, um die Gefrässigkeit des Systems zu zähmen, das an sich vernünftig sei, für Wohlstand sorge und den Geiz nicht grundsätzlich befördere.

Sie wollen, dass wir uns nur ein Leben vorstellen können, wo man wohlweislich schweigt und demütig den Kopf senkt, wo man in Kauf nimmt, dass die da oben auf gewisse Art das Recht haben, uns ein bisschen auszubeuten und ab und zu auch zu demütigen – und viel mehr zu verdienen als wir, und sei es auf Kosten unserer Arbeit.

Sie wollen, dass wir einen einzigen Traum träumen, der nur ein bestimmtes Verlangen kennt, so wie es uns die vielen Medien suggerieren: das Verlangen nach Macht, Geld und Status – und daher das Verlangen nach Sieg. Die schöne, unerreichbare Welt der Elite und der Marken – wir sollen uns wünschen, genau dorthin zu gelangen. Wir sollen die bestehenden Hierarchien verteidigen und ebenso den Umstand, dass es nun mal unterschiedliche Kategorien von Menschen gibt: niedere und höhere, je nach wirtschaftlicher und sozialer Situation. Wieviel du hast, soviel bist du wert.

Sie wollen, dass wir glauben, dieses Modell sei so rein und genau wie eine Partitur von Mozart und funktioniere ganz von alleine, indem es sich, sofern nötig, selbst korrigiert. Der natürliche Lauf des Kapitals mache uns immer reicher und glücklicher, denn Geld rufe nach Geld, und je mehr es davon gebe, umso mehr würden wir konsumieren und dadurch wiederum Reichtum erzeugen.

Sie wollen, dass wir in ein wirtschaftliches und soziales Organisationsmodell vertrauen, das soziale Gerechtigkeit und die Umverteilung des Reichtums nicht zu seinen Zielen zählt. Beides aber ist Voraussetzung, dass unsere Welt ein besserer, bewohnbarere Ort wird. Bei alledem wollen sie, dass wir glauben, sie bereicherten sich zu unserem Wohle. Die weltweiten Gesamtwerte, die Summe des Reichtums sind ihnen wichtig. Und der Reichtum steigt. Er konzentriert sich immer mehr in immer weniger Händen – aber er steigt. Und das sei es, was zählt.

Sie wollen, dass wir in Kauf nehmen, dass einige Rechte der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte utopisch bleiben, schlicht nicht realisierbar. Wir könnten sie uns nicht leisten.

Aber immer mehr Menschen durchschauen die gegenwärtige Farce und glauben, dass man die bestehende Ordnung umwälzen muss, um das Wohl aller und nicht nur einiger weniger zu befördern. Nur so können wir unseren Kindern sagen: «Wir haben versucht, diesen Wahnsinn zu stoppen.»

Die da oben können sich an der Macht festbeissen, sie auf ewig für sich beanspruchen. Sie haben die Mittel dazu. Sie steuern die Medien, das Geld, die grossen Organisationen. Doch was sie zwangsweise verlieren, ist ihre Glaubwürdigkeit: Das Blendwerk, die Lüge ist durchschaut. Und wenn die Maskerade als solche erkannt ist, kann sie nicht mehr täuschen. Deshalb lässt sich der Betrug nicht ewig aufrechterhalten.

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Blockupy und die aktuelle Lage in Griechenland

11. Mai 2012 in Blog - alle Themen

Während in Deutschland immer mehr Proteste verboten werden und in den deutschen Medien die Diffamierungskampagene gegen Griechenland einen neuen Höhepunkt erreicht, werden in Griechenland gerade ohne ausreichende demokratische Kontrolle Milliarden an Großbanken und große Konzerne transferiert. Bitte helft mit Gegenöffentlichkeit herzustellen, damit die Wahrheit doch noch ans Licht kommt.

Geht es nach der Stadt Frankfurt, ist Demokratie entbehrlich. Lautstarker Protest gegen menschenverachtende Politik wäre einfach verboten. Egal ob ein Konzert von Konstantin Wecker, eine Mahnwache der Ordensleute für den Frieden, eine Diskussion besorgter Menschen über die Krise, eine internationale Großdemonstration oder das Besetzen von Straßen und Plätzen nach dem Vorbild von Occupy Wallstreet – nichts davon dürfte stattfinden. Noch ist es zwar wahrscheinlich möglich, diese Rechte vor Gericht zu erstreiten, das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der damit verbundene Demokratieabbau derzeit ein weltweites Phänomen ist. Weiterlesen →

Über den an sich selbst kollabierenden Kapitalismus

9. März 2012 in Blog - alle Themen

Der Sozial)philosoph André Gorz, beschäftigt sich mit Fragen, wie ein Leben in Würde möglich ist, ohne Entfremdung und das Arbeiten unter Zwang etc. Seine große Hoffnung richtete er dabei auf die Wissensgesellchaft und deren neues Lebens- und Arbeitsphilosophie, deren Beginn er noch erlebte.
Mein Eindruck ist: die Überlegungen dieses Mannes können sehr inspirierend sein für die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft. Vielleicht sollte man sich etwas näher mit ihm beschäftigen.

 

Hier der “Klappentext” zu dem Clip:

“Es werden immer mehr Waren produziert und dabei immer weniger Menschen benötigt, weil Maschinen den Großteil der Arbeit leisten.
Die Produkte werden immer billiger, die Menschen haben jedoch immer weniger Geld für diese Produkte.
Der bedeutende Österreichisch-Französische Philosoph André Gortz hat bereits 1983 in seinem Buch “Wege ins Paradies” gemutmaßt im halbtoten Kapitalismus werde der Staat die Überflüssigen Arbeitslosen fürs Konsumieren bezahlen müssen, um die Kontrolle über sie zu behalten.
Gortz hat sich zeitlebens mit Fragen zum Sinn einer Menschenwürdigen Arbeit beschäftigt.
Kurz vor seinem Freitod im Jahre 2007 hat André Gortz Texte zusammengestellt und neuverfasst, die er als seine Botschaft für die Nachwelt verstand.
“Auswege aus dem Kapitalismus” ist im Rotpunkt-Verlag erschienen.
Henning Burg hat André Gortz vor seinem Tod mehrfach getroffen, und stellt Ihnen den geistigen Nachlass vor.”

Ich oder Wir oder Was? – Plädoyer für ein Mehr an Miteinander und Gemeinschaftlichkeit

21. Februar 2012 in Blog - alle Themen

Habe heute wieder einen neuen Blogartikel fertiggestellt. Hoffe, er interessiert euch. Für mich ist dies Thema ganz essentiell und gehört damit ganz wesentlich zu dem, was mich antreibt, nicht nur in dieser Bewegung. Darum möchte ich ihn hier auch gerne  einstellen und somit auch zur Diskussion.

Wir leben in einer kranken Gesellschaft. Das spüren oder wissen wir alle mehr oder weniger deutlich. Und können dies auch an einzelnen Dingen festmachen. JedeR von uns. Seit Jahren bereits drehen sich genau darum sehr viele Diskussionen, die ich beispielsweise auf facebook erlebe, in Foren und auf anderen Internetplattformen. Seit Jahren ist dieser Trend sogar zunehmend. Es erschien mir oft, als würde sich dort etwas Luft machen und nach Aufmerksamkeit rufen, was im normalrealen Leben sich kaum noch äußern kann oder den Raum findet, sich zu artikulieren. Weiterlesen →

Kunstprojekt zum Thema Kapitalismus

29. November 2011 in Blog - alle Themen

Poster zum Projekt

Ich möchte hier folgendes Projekt vorstellen.

“THE CHURCH OF MONEY” ist ein Konzeptkunstprojekt von Andreas Lange.

Es geht dabei um eine Darstellung des Kapitalismus als Religion – als eine fundamentalistische Staatsreligion. Diese gibt den politischen Entscheidungsspielraum vor und prägt das gesellschaftliche Leben bis ins Privateste hinein.

Das Symbol dieser Religion ist das goldene Prozentzeichen, denn Zins, Rendite, Wachstum etc. werden in Prozent bemessen.

Diese Religion hat zwei in Stein gemeißelte Gebote:
1. Wenn du nimmst, dann sei gierig!
2. Wenn du gibst, dann sei geizig!

Andreas Lange arbeitet an einer Installation, die das darstellen wird. Weiterhin soll seine Arbeit auch die Entfernung der Finanzprodukte vom Menschen und von konkreten Dienstleistungen verbildlichen und zeigen,  und worum es in der Spitze der Vermögenspyramide geht.

Für den Künstler Andreas Lange sind Geiz und Gier Antikultur, weil sie den Menschen auf seine niedrigsten Beweggründe reduzieren. Weniger Geiz und weniger Gier bedeuten ihm mehr Menschlichkeit – und ermöglichen erst Kultur!

Wenn Sie sich über den Fortgang des Projektes informieren oder es unterstützen wollen, dann senden Sie eine E-Mail an the_church_of_money@hotmail.com

Den Videospot zum Projekt findet Ihr hier: http://youtu.be/n43ZFfFE87g

Lieben Gruß
Andreas

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Ist die Occupy-Bewegung kommunistisch?

13. November 2011 in Blog - alle Themen

Es ist nicht das erste Mal, dass die weltweite Protestbewegung der Empörten als kommunistischer Impuls verleumdet wird. Der Vorwurf ist falsch, widerspiegelt aber meines Erachtens zwei Dinge: ein Dilemma auf Seiten der Empörten und eine Art Anerkennung durch ihre Gegner. Weiterlesen →