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von Richard

Pastor im Hungerstreik – wegen der desaströsen Klimakonferenz in Warschau 2013

20. November 2013 in Blog - alle Themen

via Email zugesandt.

Liebe Freundinnen und Freunde des Ökumenischen Zentrums,

seit Sonntag 15 Uhr nehme ich keine feste Nahrung mehr zu mir aus Solidarität mit dem philippinischen Delegierten auf der Klimakonferenz in Warschau Yeb Sanio, der aus Protest gegen die Tatenlosigkeit der großen Klimasünder: USA, China, Europa, Rußland, Japan, Australien, bis zum Ende der Klimakonferenz in den Hungerstreik getreten ist. Mit mir ist der Pfarrkollege Manfred Richter, ehemals Direktor des „Haus der Kirche”. Wir beide sind im Unruhestand.

Während die Weltklimakonferenz in Warschau unter der polnischen Konferenz-Präsidentschaft tagt, läßt die polnische Regierung eine Kohle-Konferenz abhalten und beschließt, weiter auf Kohle als Hauptenergieträger zu setzen, während die Tausenden von Toten des Super-Taifuns Hayan zu beklagen sind und auf Sardinien ein tropischer Zyklon mit sintflutartigen Regenfällen bisher 16 Todesopfer fordert. Das gab es auf Sardinien noch nie! Was für ein Wahnsinn!

Die Japanische Regierung erklärt, wegen der Abschaltung ihrer Atomkraftwerke nach dem Fukushima-Gau bis auf weiteres verstärkt Kohle und Erdöl einzusetzen, statt auf erneuerbare Energien umzubauen. Was für ein Wahnsinn! Japan mit seinen Vulkanen besitzt vor allem Erdwärme. Und Japan ist wegen seiner Insellage der ideale Standort für Windenergie und auch für Photovoltaikeinsatz geeignet, mit einem täglichen Sonnenstundendurchschnittswert von 5,5 Stunden, 1,3 Stunden mehr als in Deutschland.

Trotz der diesjährigen verheerenden Buschbrände mit Rekordtemperaturen um Sydney herum, nimmt die konservative Regierung Australiens Abstand von den bisherigen dürftigen Klimaschutzzielen. Der Umweltminister leugnet gar die weltweite Klimaerwärmung! Was für ein Wahnsinn!

Während wir in Europa das bisher größte Hochwasserereignis seit über 500 Jahren hatten, lassen bei uns die Verhandlungen zur Großen Koalition für den Klimawandel nichts Gutes befürchten: Der Ausbau der erneuerbaren Energien soll gedrosselt, stattdessen vermehrt auf die Kohle gesetzt werden. Was für ein Wahnsinn!

Wir müssen deutlicher unsere Stimme erheben. Ausstieg aus Kohle und Erdöl, stärkerer Ausbau der erneuerbaren Energien, Ausbau der Speicherfähigkeit, Ausbau der Netze. Nur so haben unsere Kinder und Enkelkinder eine Chance auf eine lebensfreundliche Zukunft.

Ich möchte euch ermuntern, mit diesen Forderungen an die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zu schreiben, an die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, die Verhandlungsführerin der SPD in der Energiekommission, an den Bundes-Umweltminister Peter Altmaier, an den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel und an Bundespräsident Joachim Gauck (Bundespräsidialamt, Spreeweg 1, 10557 Berlin) Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Kanzleramt, Willi-Brandt-Str. 1, 10557 Berlin, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Staatskanzlei, 40190 Düsseldorf, Bundesumweltminister Peter Altmaier, Bundesumweltministerium, Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin, SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel, Willi-Brandt-Haus, Wilhelmstr. 141, 10963

Teilt mir mit, wenn ihr schreibt.
Herzlichen Gruß, Peter Kranz

http://www.oekumenischeszentrum.de/

Hungerstreik der Flüchtlinge TAG 14

29. November 2012 in Blog - alle Themen

Unter der Bezeichnung Asyl (lat. asylum aus griech. ἄσυλον zu ἄσυλος “unberaubt; sicher” = ἀ- privativum + σῦλον “Raub”) ver
steht man einen Zufluchtsort, eine Unterkunft, ein Obdach und eine Freistatt bzw. Freistätte;
den Schutz vor Gefahr und Verfolgung;
die temporäre Aufnahme Verfolgter.
Konfuzius (551–479 v. Chr.) antwortete laut seinen um 200 n. Chr. aufgeschriebenen Analekten einem Schüler auf die Frage, was sittliches Verhalten sei (A. 12,2):[10]
„Begegne den Menschen mit der gleichen Höflichkeit, mit der du einen teuren Gast empfängst. Behandle sie mit der gleichen Achtung, mit der das große Opfer dargebracht wird. Was du selbst nicht wünschst, das tue auch anderen nicht an. Dann wird es keinen Zorn gegen dich geben – weder im Staat noch in deiner Familie.“
(Quelle: Wikipedia)

 

Zur Situation:

RefugeeCamp Pariser Platz

  • Der Gesundheitszustand der Flüchtlinge ist dementsprechend.
  • Die Medien berichten so gut wie garnicht über den Hungerstreik.
  • Die politischen Parteien haben mit dem Wahlkampf zu tun.
  • Die Flüchtlinge schlafen wenig, es fehlen Menschen vor Ort für die Nachtwachen..
  • Benötigt wird weiterhin heisses Wasser, Säfte, Tee sowie kleine Spenden um den Generator betreiben zu können.
>SPENDEN BITTE DIREKT AN DIE REFUGEES VOR ORT<
Tägliche News um 15:00 (Mo-Fr) per Livestream vom Pariser Platz via CastorTV
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von Alinka

Solidarität mit den Geflüchteten im Hungerstreik

20. November 2012 in Blog - alle Themen

Kissenschlacht am Pariser Platz, 18.11.12

Das Sitzkissenurteil des Verwaltungsgerichtes wurde mit einer Kissenschlacht am letzten Sonntag gefeiert

Hier ein Text für ein  Plakat (zum Aufhängen in den Hauseingängen) und einen Flyer den Ihr in die Briefkästen Eures Wohnhauses werfen könnt.

Ladet die Files einfach hoch, druckt sie aus und wirkt damit in Eurem Wohn- und Nachbarschaftsmilieu. Darüber hinaus wäre eine direkte Unterstützung  vor Ort (sowohl am Pariser Platz wie auch am Oranienplatz) gut, da noch Leute für die Nachtschichten gebraucht werden.

Hier der Text des Flyers/Plakates:

Liebe Nachbarn und Nachbarinnen,

ich war kürzlich bei den hungerstreikenden Flüchtlingen am Brandenburger Tor / Pariser Platz. Es sind sehr nette Menschen, die vor Folter und Tod aus ihren Heimatländern flüchten mussten und in Deutschland Zuflucht suchen. Hier wurden sie jedoch mit Bedingungen konfrontiert, die einen jungen Flüchtling aus dem Iran in den Suizid trieben. Darauf hin entschlossen sie sich, gegen die Asylbedingungen zu protestieren. Sie machten z.B. einen Marsch von Würzburg nach Berlin, demonstrierten hier und traten in einen Hungerstreik, den sie nach der Zusage von Bundespolitikern, mit ihnen einen politischen Dialog zu veranstalten, abbrachen. Doch da diese Zusage nicht eingehalten wurde, sind sie am 16. November erneut in den Hungerstreik getreten.

 Dies sind ihre Forderungen:

  1. Anerkennung aller Asylsuchenden als politisch Geflüchtete
  2. Stopp aller Abschiebungen
  3. Aufhebung der Residenzpflicht
  4. Nicht Prüfung und Aufrechterhaltung der Lager sondern Wohnungen

Siehe dazu auch:

http://asylstrikeberlin.wordpress.com

Außerdem findet am Pariser Platz gerade eine interessante Foto-Ausstellung verschiedener Fotograf*innen über den Marsch und Kampf der Flüchtlinge für Menschenwürde statt.

Die Flüchtlinge feierten übrigens einen juristischen Erfolg: Sie haben vor Gericht erstritten, dass sie sich während ihres Hungerstreikes am Pariser Platz auf ein Sitzkissen setzen können. Zuvor war ihnen dies bei Strafe wegen „Ordnungswidrigkeit“ verboten worden.

 Über einen Besuch von Ihnen, eine Sitzkissenspende sowie heißen Tee und ein interessantes Gespräch mit Ihnen würden sie sich freuen. Einige von ihnen sprechen deutsch, viele englisch und talentierte Übersetzer*innen sind vor Ort.

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von Sylvia

Refugee Protest: Thema Medienpräsenz

31. Oktober 2012 in Blog - alle Themen

Ich hatte ja schon einmal über das Problem Aktionen und Medienpräsenz geschrieben, guckst du hier: https://www.alex11.org/?p=10032

Jetzt sind die Piraten dem Refugee Protest zur Hilfe gekommen und haben durch einen kleinen Trick die Medien angelockt, guckst du hier: http://www.freitag.de/autoren/franziska-schultess/menschenrechte-statt-titten

Was haltet ihr von der Aktion? Ist das die Methode für mediales Interesse? Ein Hungerstreik scheint ja nicht spektakulär genug zu sein, die Fakten nicht auszureichen…

Brauchen wir mehr Provokationen, um von den Medien zur Kenntnis genommen zu werden? Eventuell wirklich nackte Haut? Damit die Massenmedien von den Aktionen berichten und wir so mehr Menschen mit unserer Message erreichen können?

Was denkt ihr dazu???

 

 

Refugee Protest :: Hungerstreik vor dem Brandenburger Tor :: eMail an Bürgermeister Wowereit

30. Oktober 2012 in Blog - alle Themen

Kopie eMail vom 30.10.2012 um 13:47
Empfänger: presse-information@senatskanzlei.berlin.de, der-regierende-buergermeister@senatskanzlei.berlin.de, Direktion3@polizei.berlin.de
Telefon: (030) 9026-3015 (Senatskanzlei Regierender Bürgermeister Berlin)

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Wowereit,
sehr geehrte Damen und Herren,

bitte handeln Sie: sofort und umfassend. Menschen vor dem Brandenburger Tor befinden sich in Lebensgefahr. Der Hungerstreik der Refugee Protest Aktivisten ist politisch und friedlich. Die Maßnahmen der Polizei vor Ort (u.a. Entwendung von Schlafsäcken und Isomatten) bringt die Hungerstreikenden in unmittelbare Lebensgefahr.

Ich appelliere an Ihre Menschlichkeit, Empathie und Ihre Mitverantwortung in dieser sehr kritischen Situation.

Die Flucht vor Verfolgung, Folter, Gefängnis, Tod, Krieg und Unterdrückung sowie wirtschaftlicher Not ist auch durch unsere europäische Aussenpolitik und Exportwirtschaft bedingt.

Wie können Sie Menschen, die friedlich für Menschenwürde und universelle Menschenrechte mahnen und dabei sogar ihr Leben einsetzen (Hungerstreik bei Minustemperaturen!) so begegnen?

Bitte veranlassen Sie persönlich die höchste Priorität in dieser Angelegenheit.

Berlin ist eine weltoffene europäische Metropole. Bitte zeigen Sie, dass wir uns in dieser Stadt auch unserer Verantwortung für die Welt bewusst sind. Wir dürfen uns nicht länger dem Leid und der Ungerechtigkeit in der Welt verschließen.

Diese Menschen setzen ihr Leben dafür ein, anderen dieses Schicksal zu ersparen und für menschenwürdige Flüchtlingsgesetze für Alle zu kämpfen und sie verdienen unsere uneingeschränkte Solidarität!

Bitte agieren Sie menschlich und NICHT nur nach Vorschrift. Es gibt eine höhere Gewalt und eine höhere Instanz der Moral und Ethik.

Die Flüchtlinge zeigen uns, was wir in der Welt anrichten, diese Menschen sind hunderte Kilometer marschiert und bringen die Botschaft der Menschlichkeit zu uns und auch die Botschaft der Verantwortung. Unserer Verantwortung.

Ich bitte Sie, im Namen vieler Bürger, den Menschen nicht auch noch das Letzte zu nehmen was sie besitzen, die Menschenwürde und tun Sie alles, um die bestehende Lebensgefahr abzuwenden! Bei eisigen Temperaturen einem Menschen das letzte Wärmende zu nehmen, kann nicht in Ihrem Sinne sein.

Mit freundlichen Grüßen,

Florian Zacharias Raffel

 

Arbeitsgruppe Aufklärung & Solidarität #as13
web: http://occupyberlin.info/blog/ag-as13/