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Feminismus: Mission fehlgeschlagen

6. November 2012 in Blog - alle Themen

Ich sehe den #Feminismus ja schon immer kritisch, weiss um seine positiven, historischen Errungenschaften, denke aber auch, dass der “moderne” Kampf-Feminismus reaktionär und konterrevolutionär ist und sich außerdem als Erfüllungsgehilfe der neoliberalen Agenda andient. Dazu ist heute ein interessanter Text von Maria Dorno auf le bohémien erschienen, den ich hier gerne zur DIskussion stellen würde.

Auszug:

“Wieder befinden wir uns heute in einer Abhängigkeit, in der wir unser Mensch-Sein, ja unser Frau-Sein nicht ausleben können. Wieder werden wir unterdrückt. Nur diesmal ist es nicht das Patriarchat. Es ist die gesamte Gesellschaft, die uns nur noch als Arbeitskraft wahrnimmt und für die wir natürlich trotzdem fleißig Nachschub gebären sollen. ”

Text

http://le-bohemien.net/2012/11/06/feminismus-mission-fehlgeschlagen/

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Zwischen Emanzipation und Genderwahn – Quo vadis, Feminismus?

12. März 2012 in Blog - alle Themen

Hallo zusammen,

mal wieder ein Thema heute bei dem man sich, wie bei eigentlich allen Themen die auch von militanten Totalitarismen okkupiert werden, schnell Feinde machen kann: Gender

Es gab ja auch anfangs in der Bewegung eininge Versuche beispielsweise bei Asambleas Quoten durchzusetzen und auch sonst erkennt man immer wieder, dass viele Menschen (ob Frau oder Mann), die der ein oder anderen Spielart des Feminismus nahe stehen, nicht selten an Politextremisten aus anderen Bereichen erinnern. Da wird bei Kritik oder Widerspruch zu den üblichen Feminismusthesen mit sofortigem Blocken, mit Denunzieren, Diffamieren und ähnlichem reagiert. Kurzum: Soziale Verbannung für die, die aus der Reihe tanzen.

Und auch sonst erkenne ich im politischen Feminismus, so wie er von vielen seiner Vertreter prakiziert wird nicht selten eine Art moderne Mainstream-Leitkultur mit relativ simplen Grundsätzen und klarem Freund-Feind-Denken. Das Ganze ist eingebettet in einen neoliberalen Wirtschaftsdogmatismus (Frauen in Führungsetagen und Lohnstatistiken als Hauptkampffelder) und in das, die politische Meinungsfreiheit beschränkende, Ideal der “Political correctness”. Kurz um: Das was einst als emanzipatorische, wichtige Frauenbewegung gestartet ist, ist auf dem besten Weg dahin zu einem systeminternen Lobby-Netzwerk zu verkommen in dem es dann meist auch nur noch um Kohle geht – oder ist das Ganze schon dahin verkommen?

Das hat sicher auch damit zu tun, dass sich radikalfeministische Frauen lieber mit neoliberal-reaktionären (Pseudo-)Feministinnen verbinden als mit aufgeklärten Männern, vermute ich. Die Frauenbewegung hat es jedenfalls nach Strich und Faden vergeigt eine emanzipatorische, revolutionäre Bewegung zu bleiben.

Ich denke, dass sich die ein oder andere Ikone der Frauenbewegung im Grab umdrehen würde, wenn sie mit anschauen müsste was ihre Nachfolgerinnen da so verzapft haben. Von vielen aufgeklärten, wirklich emanzipierten Frauen aus meinem persönlichen Umfeld weiß ich auch, dass viele das ebenfalls so sehen.

Nun ja, eigentlich sollte das nur die Einleitung für den folgenden Artikel sein, der dann als Diskussionsgrundlage dienen soll. In der Diskussion selbst bitte ich dann auf persönliche Anmaßungen, Beleidigungen und Unterstellungen zu verzichten, auch wenn ich bisher erfahren musste, dass dies fast zwangsläufig stattfindet sobald sich jemand kritisch zum Feminismus äußert. Vielen Dank :-)

Hier der Text von einer offenbar wunderbar emanzipierten Frau:

Von irgendwelchen Kerlen und Peinlichkeiten

 

 

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“Hier reden ja fast nur Männer!” Echte Demokratie umsetzen auf den Asambleas!

18. Oktober 2011 in Anleitungen & Tutorials

“HIER REDEN JA FAST NUR MÄNNER!” ECHTE DEMOKRATIE UMSETZEN AUF DEN ASAMBLEAS!

Wenn wir eine andere, eine echte Demokratie wollen, müssen wir bei uns anfangen! Wir müssen dafür kämpfen, dass sich alle gleich gut wohlführen, sich beteiligen können und gehört werden bei den Versammlungen. Unabhängig von Geschlecht, Klasse/Schicht, Sexualität, Sprache, Herkunft und „Rasse“. Nur so können wir eine echte Demokratie entwickeln und leben. Auf den Asambleas reden im Moment aber vor allem Männer.

Warum ist das so? Manche Menschen wurden dazu erzogen und durch Vorbilder in Filmen, Büchern, Parteien etc. ermutigt, ganz selbstverständlich die Stimme zu erheben, vor großen Gruppen zu sprechen und Raum und Redezeit für sich zu beanspruchen. Das gilt vor allem für Männer, insbesondere für weiße Männer aus dem Bildungsbürgertum/der Mittel-/Oberschicht. Der Grund liegt also in den ungleichen Machtverhältnissen in der Gesellschaft.

Was ist die Folge? Wenn auf den Asambleas vor allem Männer sprechen, bedeutet das, dass vor allem Männer über Ziele, Aktionsformen, Strategien usw. entscheiden. Damit tragen wir die ungleichen Machverhältnisse in der Gesellschaft in unsere Asambleas hinein. Frauen und Transpersonen fühlen sich in der Folge unwohl und machtlos.

WAS TUN? 

Hier findet ihr einige erste Vorschläge, wie sich die Dominanz von Männern bei den Asambleas verhindern lässt. Lasst und gemeinsam daran arbeiten, die Asambleas zu einem Ort zu machen, er für alle funktioniert! Entscheidet bei den Vorschlägen jeweils selbst, was auf euch zutrifft, wovon ihr euch angesprochen fühlt udn womit ihr arbeiten wollt und könnt.

  • Haltet euch zurück! Wenn ihr euch bereits einmal oder mehrmals geäußert habt auf einer Asamblea, haltet euch etwas zurück und wartet ab, ob es weitere Meldungen gibt. Die Meinung aller anderen Leute ist ebenso wichtig wie eure. Es ist auch Aufgabe der Männer, dafür zu Sorgen, dass sich Frauen gleichermaßen beteiligen können und wollen.
  • Seid aufmerksam! Häufig kommen diejenigen zu Wort, die am lautesten auf sich aufmerksam machen. Es ist die Aufgabe aller, darauf zu achten, dass das nicht so ist. Dabei hilft es, wenn wir uns bei den Versammlungen ruhig verhalten, aufmerksam sind und Personen in ihrem Redewunsch unterstützen, die nicht so laut rufen können oder wollen.
  • Unterstützt euch gegenseitig! Wenn ihr etwas sagen möchtet, aber nicht gehört werdet, bittet eine_n Nachbar_in, Freund_in, Bekannte_n, euch zu unterstützen. Redet mit anderen über euer Unbehagen, euch zu Wort zu melden und macht euch gegenseitig Mut!
  • Abwechseln 1! Bei einer moderierten Asamblea können die Moderator_innen immer abwechselnd einer Frau und einem Mann das Wort erteilen. Stellt diesen Vorschlag zur Diskussion bei Asambleas und fordert ihn ein, wenn ihr merkt, dass Frauen kaum zu Wort kommen. Dieses Verfahren führt meißtens auch dazu, dass sich mehr Frauen melden.
  • Abwechseln 2! Wenn sich viele Personen gleichzeitig zu Wort melden, können alle und können die Moderator_innen darauf achten, dass zuerst Frauen und generell diejenigen zu Wort kommen, die noch nichts/wenig gesagt haben.

Hier gibt es einen Artikel vom feministisches Blog MÄDCHENMANNSCHAFT, der sich mit Sexismus und Rassismus in den Occupy-Bewegungen beschäftigt: http://maedchenmannschaft.net/solidaritaet-aber-bitte-ohne-sexismus-ein-paar-gedanken-zur-occupy-bewegung/

Weitere Infos zu feministischen Interventionen gibts z.B. in dieser Linkliste: http://www.attac-netzwerk.de/gender-ag/finanzmaerkte-und-oekonomie/democracia-real-protestbewegungen/