Echte Demokratie jetzt Artikel schreiben

Wir müssen menschlich bleiben, auch im Angesicht der Unmenschlichkeit.

9. September 2012 in Blog - alle Themen

Occupy hat keinen Schwarzen Block – Occupy kennt keine Feindbilder: ich möchte das Thema noch mal aufnehmen und ich werde es so neutral wie irgendmöglich beschreiben. Es gut dabei nicht um mich, es geht um ein Thema, das die Bewegung betrifft.

Meine Wahrnehmung ist es, dass innerhalb der Facebook-Diskussionsgruppen einige wenige Aktivisten, als Querfrontler, Rechtspopulisten bzw. als rechtsoffen benannt werden. Es herrscht ein großes Misstrauen und ein Ablehnungsreflex, wenn kritische Posts erstellt werden bzw. wenn Posts erstellt werden, die sich auf Quellen wie z.B. NuoVisio oder Jürgen Elsässer beziehen oder Gedanken formulieren, die sich eben nicht in ein schwarz-weisses Weltbild einsortieren lassen.

Das Verhalten von einer wahrnehmbaren Gruppe innerhalb von Occupy wirkt auf mich: ausgrenzend, diffamierend und auch zum Teil gewaltbereit.

Dies ist für mich nicht mit den zentralen Werten von Occupy vereinbar. Diese Werte sind: Gewaltfreiheit, Dialog und Menschenrechte.

Occupy hat keinen Schwarzen Block, der Gewalt als politisches Mittel einsetzt. Occupy hat keine Strategie der Feinbilder, sondern ist eine Prozess des gegenseitige Respekts, der lösungsorientieren Zusammenarbeit und letztendlich der Versöhnung.

Mein Eindruck ist es, das hier Taktiken und Strategien der Antifa Bewegung und der Antideutschen aggressiv in die Bewegung hineingetragen werden. Es wird der Eindruck erweckt, es gäbe eine Gefahr von Rechts (Unterwanderung durch Nazis) und in diesem Zuge wird dann gefordert: sogenannte Verschwörungstheoretiker, Esoteriker und Staatliche Selbstverwalter aus der Bewegung auszuschließen…. diese Menschen, werden pauschal gebrandmarkt und praktisch in ideologische “Sippenhaft” genommen.. woran erinnert das? ….auf mich wirkt das wie eine Unterwanderung von extremen Linken, die sich nach dem Motto “der Zweck heiligt die Mittel” selbst nicht zu schade sind faschistische und menschenverachtende Strategien einzusetzen.

Es werden dabei Mittel eingesetzt, die auch Beleidigungen, Diffamierungen und Rufmord einschließen. So werden Grabenkämpfe initiiert und nach und nach die Macht in den Foren übernommen.

Ich kann nur noch mal daran erinnern, dass diese Mittel nicht mit Occupy und der Kernidee vereinbar sind.

Es ist schwierig, da Occupy eine Bewegung ist, die sich bewusst als prozesshaft definiert und daher gibt es kein offizielles Handbuch, aber jeder der von Anfang an dabei war, weiß und hat es erlebt, dass Ausgrenzungen von Menschen oder Diskriminierungen niemals Teil der Occupy Bewegung waren oder sein können. Jeder kann nachlesen: http://www.occupywallst.org/http://www.occupytheory.org/,http://www.takethesquare.net/ oder auch http://www.interoccupy.net/ auch Wikipedia liefert viele Informationen über Strategie, Werte und Ideen der Occupy Bewegung wenn nach den Stichworten Indignados, Echte Demokratie Jetzt und Acampada gesucht wird.

Die Frage, wie mit aggressiven, gewaltbereiten oder respektlosen Menschen umgegangen werden kann, die sich z.B. in einer Asamblea gegen die Gruppe oder gegen Einzelne wenden, ist mehrfach diskutiert worden. Und jeder der schon mal an einer Asamblea teilgenommen hat, weiß wie viel Geduld es braucht, einem Störenfried erstmal Raum zu geben, bis dieser sich beruhigt und bis ein Dialog möglich ist.

Aber dieser Dialog ist so wichtig, weil die Aggression, die Verwirrung und auch der Hass aus dem System kommen, das wir als Ursache erkennen müssen, es ist nicht der Mitläufer oder der Aufgehetzte, den wir als Problem markieren sollten. Es ist das System und in dem System 1% machtorientierte, herzlose, gierige, menschenverachtende Menschen, die immer wieder Gewalt, Angst, Zerstörung, Ausbeutung und Krieg provozieren und initiieren.
Aus dieser Spirale der Gewalt will Occupy austreten, indem wir weder Forderungen an das System stellen, noch uns an dem Kreislauf der Feinbilder beteiligen. Eine echte Demokratie muss sich daran messen lassen, wie es die Menschen behandelt, die sich gegen die Gesellschaft wenden bzw. die anderen schaden. Wenn diese Menschen, auch bei krassen Verfehlungen wie Mord oder Vergewaltigung, nicht menschlich behandelt werden, dass ist eine Demokratie auf dem Weg in die Diktatur.

Wir müssen menschlich bleiben, auch im Angesicht der Unmenschlichkeit. 

Wenn wir Mörder, Vergewaltiger, Kinderschänder oder auch politische Brandstifter, Hetzer oder Provokateure zu Menschen ohne Rechte, zu Menschen zweiter Klasse degradieren, dann werden wir selbst zu Faschisten und Rassisten und begeben uns herab auf die Stufe des Totalitarismus oder der Diktatur. Und insbesondere als basisdemokratische Grasswurzelbewegung müssen wir auch im verbalen Umgang darauf achten, hier nicht abzugleiten in Gewalt, Ausgrenzung und Schubladendenken.

Jeder Verstoß gegen die Menschenrechte muss geahndet und im Sinne des Schutzes der Gesellschaft und im Sinne der Resozialisierung – nicht der Bestrafung – behandelt werden. Und hier ist kein Unterschied zu machen zwischen Kriminellen, linken oder rechten Gewalttätern oder politischen Brandstiftern. Menschenrechte sind nicht verhandelbar.

Und zurück zur Occupy Bewegung zu kommen, wer hat denn ein Interesse daran der Bewegung Antisemitismus vorzuwerfen, wer hat ein Interesse daran aus einer friedlichen Bewegung für eine bessere Welt, eine gewaltbereite Gefahr zu machen? Wer will uns aufstacheln oder uns gegeneinander aufhetzten?

Herrsche und Teile. Dieses Prinzip in Verbindung mit Desinformation und Infiltration ist seit Jahrtausenden das Gegenmittel um revolutionäre Bewegungen im Keim zu ersticken…

Solange wir uns intern bekämpfen, zerstreiten und immer mehr Misstrauen innerhalb der Bewegung zum tagtäglichen Miteinander mutiert, solange können die Wirtschafts-Nazis, die Umweltzerstörer, die korrupten Parlamentarier und Beamte, die Lobbyisten und die Kapitalisten den fortschreitenden Abbau der Demokratie und den Ausbau ihres menschenverachtenden und -zerstörerischen Systems fortführen. Solange wir uns uneinig sind, sind diese Kräfte nicht zu stoppen.


Ich bin mir sicher, dass innerhalb der Bewegung niemand ernsthaft rechte Inhalte verbreiten will. Und wenn es jemand versucht, dann ist dies als Trittbrettfahrerversuch schnell enttarnt und wird genug Veto und Dissonanz erzeugen, dass sich solche Unterwanderungsversuche schnell in Luft auflösen werden… so habe ich es in Berlin erlebt.
Was aber gerade voranschreitet, ist die gegenseitige Bespitzelung und die schnellen Anschuldigungen, jener Gedanke oder dieser Aktivist sei rechts, böse und müsse ausgeschlossen werden. Ich habe mich aus diesem Grund aus meinem Urlaub zurückgemeldet, weil einige Aktivisten namentlich angegriffen und in den Fokus gerückt wurden… Menschen die ich kenne und die es nicht verdient haben, als Nazis oder Verschwörungsspinner aus der Bewegung gedrängt zu werden…

Darin sehe ich ein viel größere Gefahr, weil natürlich niemand in einer aus dem linken Spektrum (attac, Adbuster, Antiglobalisierungsgegener u.ä.) gegründeten Bewegung sich als Rechter, Querfrontler oder Nazi benannt sehen möchte – insbesondere in Deutschland ist dieses Stigma mit einem gesellschaftlichen Ausschluss verbunden und auch mit einer Bedrohung der Existenz verbunden.

Ich kann die Strategie der Antifa respektieren, nachvollziehen und auch tolerieren. Aber ich kann es nicht hinnehmen, dass eine Pseudo-Antifa sich der Occupy Bewegung in der Form annimmt, die Werte zu verändern und aggressiv Menschen aus der Bewegung rausdrängt. Occupy ist nicht die Verjüngungsformel für Pseudo-Antifas und auch nicht das Sympathiepferd für die rechten Extremisten, die sich der Massen auf den Straßen und Plätzen bemächtigen wollen.

Beides sind Unterwanderungen, denen wir Occupy Aktivisten und entschieden entgegenstellen müssen.

Mir ist es mittlerweile egal, ob ich als Querfrontler, Populist, Kinderschänder oder Sektenmitglied attackiert werde (alles schon vorgekommen in 12 Monaten meiner politischer Arbeit), das zeigt mir nur, dass ich mit meinen Thesen und Notizen ins Schwarze treffe und einige Akteure hektisch und aufgescheucht von meinen Themen ablenken wollen. Jeder der mich kennt, jeder der mit mir befreundet ist oder der mit mir arbeitet, weiß dass die Anschuldigungen und Diffamierungen absolut haltlos und absurd sind. Es sind Versuche mich und andere mundtot zu machen und politisch ins Abseiht zu drängen, weil unsere Ansichten linke und rechte Unterwanderungs-Akteure sichtbar machen und ihren Macht- und Deutungshoheitsansprüchen entgegenstehen.

Ich werde in Zukunft darauf verzichten, mit noch in Diskussionen zu begeben, da dies zu viel Nerven und Zeit kostet mit Trollen oder Agitatateuren, die alle Formen eine respektvollen Diskussionskultur mit Füssen treten, ich werde aber weiter Impulse setzen und mich zu Wort melden.

Ich bin mir sicher, ich habe weder Recht noch bin ich in der Lage, meine Gedanken so niederzuschreiben, dass ich ohne Missverständnisse oder Provokationen, jeden erreichen kann. Auch bin ich mir bewusst, dass ich eine gewisse Lust an der Diskussion und Streitkultur besitze… man möge mir dies nachsehen.

In diesem Sinne: Lasst uns aussteigen aus den Ideologien und Weltbildern, die uns gegenseitige immer wieder neu zu Feinden machen wollen. Wir sind alle Menschen, die alle ein Recht auf ein Leben in Frieden, Glück und Würde haben. Jeder Mensch hat das Geburtsrecht auf Schutz, Nahrung, Bildung, persönliche Entfaltung…

Lasst uns eine neue Welt erdenken, die dies möglich macht.

 

 

We are the 99% vs. Querfront-Propaganda

7. September 2012 in Blog - alle Themen

Der Gedanke, dass wir alle zusammen etwas bewegen wollen und uns nicht mehr einschüchtern lassen, wird durch den Begriff “Querfront” ad absurdum geführt.

Die positive Energie der Bewegung (Tahrirplatz, Puerta del Sol, Wall St., Reichstagswiese oder Blockupy) wird damit ins Gegenteil verdreht und es wird mit Angst gearbeitet… dies erinnert mehr an die Propaganda der Massenmedien als an ein eine basisdemokratische Bewegung.

Es werden so offensichtlich Werte und Ideale innerhalb der Bewegung der 99% mit Füssen getreten, dass man sich schon wundern muss, warum das überhaupt zugelassen wird… unsinnige Machtkämpfe, aggressive Deutungshoheit und eine Hysterie / Paranoia scheinen sich immer mehr durchzusetzen… dabei spielt das Ausgrenzen der sogenannten “Querfrontler” und die reflexartige “Schubladisierung” eine entscheidende Rolle…
Einige scheinen eine Art hypersensiblen “Nazi-Radar” zu betreiben, um die Bewegung (insbesondere in den FB-Gruppen) vor rechtem Gedankengut zu schützen. Hier scheint zu gelten: lieber neun Aktivsten zu Unrecht diskreditieren und rausekeln, als einen Aktivisten mit nationalem, konservativen oder rechten Gedanken in der Gruppe zu dulden.

Die Mitläufer agieren dann im Sinne der Querfront-Propagandisten und sorgen dafür, dass sich die Hysterie und Paranoia in der Bewegung ausbreitet… wie ein schleichendes Gift.

Wenn das so weiter geht, wird sich die Occupy Bewegung in eine Antifa 2.0 Bewegung reduzieren und der Gedanke der Ideologiefreiheit und der Gedanke der 99% wird verloren gehen… weil er nicht mehr gelebt wird…
Insbesondere die aggressive verbale Art und Weise, in der Beleidigungen und Unterstellungen tagtäglich angewendet werden, schreckt immer mehr Interessierte ab… zu sehr erinnern diese Attacken an das etablierte Gezeter der politischen Parteien und Lobbyisten…

Ich bin ja selbst früh als “Querfrontler” markiert, direkt angegriffen und diskreditiert worden: u.a. hier nachzulesen http://reflexion-blog.com/?p=1335 Der Reflektionsblock hat damals kein Gespräch mit mir gesucht, sondern meine Zitate einseitig und bösartig interpretiert, damit die These “Occupy sei rechtsoffen”, die als Enttarnung dargestellt wurde, mit “Beweisen” belegt wird. Auch Wolfram Siener wurde in die selbe Schublade geworfen. Diese Art und Weise, eines “pseudo-investigativen Schubladen-Enthüllungsjournalismus” zeigt deutlich, dass hier Aktivisten der Bewegung, die sich sehr engagiert haben, mit unsauberen und unfairen Methoden aus der Bewegung ins Abseits geschoben werden sollten. Dieses Muster wiederholt sich…

Wer profitiert von antideutscher Hetze und linken Vorurteilen?

Auch auf FB wird dieses Instrument der Verleumdung nach dem Motto “…xy bewegt sich in zwielichtigen Kreisen” oder “xy sei Antisemit” etc. immer wieder angewendet. Schon merkwürdig, das nicht respektvoll und auf Augenhöhe diskutiert und argumentiert wird, wenn einzelne Positionen einmal unterschiedlich sind… (wäre doch eigentlich naheliegend in einer Bewegung, die sich auch als basisdemokratische Bewegung begreift…) sondern es werden einzelne Akteure in alter “Gruppenkeile”-Manier persönlich angegriffen, beleidigt und mit Todschlagargumenten solange diskreditiert, bis was hängenbleibt und Gerüchte zu Selbstläufern werden oder die Betroffenen sich zurückziehen…

Immer wieder beliebt: argumentum ad hominem (lateinisch „Beweisrede zum Menschen“) In dem die Position oder These eines Streitgegners durch einen Angriff auf persönliche Umstände oder Eigenschaften seiner Person angefochten wird. Dies geschieht meistens in der Absicht, wie bei einem argumentum ad populum die Position und ihren Vertreter bei einem Publikum oder in der öffentlichen Meinung in Misskredit zu bringen. Es kann in der Rhetorik auch bewusst alspolemische und unter Umständen auch rabulistische Strategie eingesetzt werden.
Die Clique der Antifa-Leute scheint ein maßlos übertriebenes Schutzverhalten und aggressive Machtansprüche auszuleben – auf Kosten der Occupy Bewegung. Diese Leute nutzen es aus, das die Bewegung offen ist, keine Struktur hat und auch die Positionierungsich noch in einem Prozess befindet (keine Forderungen an das System) – obwohl es eigentlich um die Kernthemen a) Basisdemokratie und b) Kritik am Kapitalismus und c) Geldsystem / Schulden geht, verschiebt sich die Diskussion immer öfter zu Gunsten des Pseudo-Themas “Abgrenzung nach Rechts”.
Ich frage mich, halten diese “Wächter” die restlichen Aktivisten für dumm? Als wenn nicht jeder Aktivst und jede Aktivistin für selbst erkennen könne, ob ein Nazi in die Bewegung eintauchen will bzw. ob sich ein Thema aus einer rechtsradikalen Position beschrieben wird…

Fast jedes Thema lässt sich von unterschiedlichen Standpunkten aus betrachten, dies erleben wir sehr deutlich in den Protesten am ESM und Fiskalpakt. Hier überschneiden sich inhaltlich Occupy, Pro Deutschland, NPD und Trittbrettfahrer-Neonazis in ihrer Kritik. Und es werden teilweise ähnliche Argumente genutzt – aber die Motvation sowohl als auch die Alternativen sind dann doch wieder sehr unterschiedlich.

Es gab innerhalb der Occupy Bewegung etliche Abgrenzungen nach Rechts, Distanzierung zu Rassismus – diese werden aber scheinbar ignoriert und hindern einige Aktivisten nicht daran, selbst auf diskriminierende und menschenverachtende Art und Weise andere Aktivisten anzugehen. Einige FB-Threads erwecken den Eindruck eine verbal-inquisatorisches Dogma schleicht sich langsam in die Protestbewegung – wer nicht “perfekt” nach linken Ideologien einzusortieren ist, wird zum Feind oder zur persona non grata erklärt.

Sollte nicht viel mehr Wissensvermittlung und eine zielführende Streitkultur in gegenseitigem Respekt zeigen, dass wir mehr an Lösungen und einem menschlichen MIteinander interessiert sind, als an Machtkämpfen und Deutungshoheiten?
Warum wird innerhalb der Bewegung Basisdemokratie nicht weiterentwickelt und prozessorientiert gelebt, in der jede Stimme gehört werden kann? Ohne Vorurteile und ohne Vorverurteilungen, weil mal das ein oder andere Wort zum Schlag- und Stichwort deklariert wird und jegliche Diskussion beendet wird. Nach dem Motto: “Mit Nazis wird nicht geredet!”. Warum wird immer noch versucht FB für Diskussionen zu nutzen, obwohl es bekannt ist, das FB a) ein Instrument des Systems ist und b) gar nicht dafür angelegt ist, Diskussionen zu führen, sondern den “Bewertungs-Reflex” und Shitstorming / Bashing zu fördern…
Wer hat daran ein Interesse? Schon lange gibt es Alternativen: http://www.echte-demokratie-jetzt.de/forum/ – stattdessen leben einige Admins in den FB-Gruppen ihre Machtbesessenheit aus und definieren selbstherrlich und unantastbar, welche Themen diskutiert werden dürfen und welche nicht…

Und kritische Stimmen werden rausgemobbt… weil echte Diskussionen immer öfter im Keim erstickt werden…
Auch das führt die Bewegung ad absurdum, denn Kritik am System ist eine der Kernidee.

Diejenigen, die noch die Kraft haben, sich innerhalb der Bewegung zu engagieren, kann ich nur raten, sich gegen diese schleichende innere Spaltung und Zersetzung entgegenzustellen – sonst wird nicht mehr viel übrigbleiben, von dem positiven Geist und der ansteckenden Energie des Jahres 2011…

—–

http://de.wikipedia.org/wiki/Reductio_ad_absurdum

http://de.wikipedia.org/wiki/Ad_hominem

http://occupydeutschland.tumblr.com/asamblea20120203

http://de.wikipedia.org/wiki/Persona_non_grata#Gebrauch_in_der_Umgangssprache

 

 

Global Change? Wir scheitern gerade (erstmal) an uns selbst!

30. August 2012 in Blog - alle Themen

“Wie konntet ihr zulassen, dass diese Personen das Steuer übernehmen? Wie könnt ihr zusehen, wie alles zerstört wird, was ihr bereits aufgebaut hattet?” schreibt “Weibliches Wesen” in ihrer Notiz auf Facebook: https://www.facebook.com/WeiblichesWesenWW/posts/337148049710547

Erstmal Danke Weibliches Wesen, oft sind es die weiblichen Kräfte, die die Männer wieder zur Vernunft bringen – in diesem Sinne bin ich sehr dankbar für Deinen Impuls.

Und ich möchte dazu kurz etwas schreiben: Was wir innerhalb der Bewegung – weltweit – erleben – innerhalb von Facebook aber auch innerhalb der Arbeitsgruppen – ist das wir wahrnehmen müssen: zu Wenige sind in der Lage / zu Wenige besitzen noch die Fähigkeiten, empathisch, interessiert, kooperativ und im Vertrauen mit anderen zu interagieren. Weiterlesen →

Occupy Yourself! – Die nächste Phase der Revolution beginnt

16. August 2012 in Blog - alle Themen

Wenn Du mich fragen würdest, warum ich nach 11 Monaten aus der Occupy Bewegung wieder ausgestiegen bin, dann wäre eine Antwort: der Protest hat sich – hinter den Kulissen – zunehmend in einen internen Machtkampf verwandelt. Und dieser inneren Zersetzung will ich mich nicht länger aussetzen.

Wenn ich mich frage, warum ich mich immer noch mit der Bewegung beschäftige, dann ist eine Antwort: ich bin ein politischer Aktivist, der daran glaubt das wir zusammen einen umfassenden Wandel in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik herbeiführen können. DieserGlobal Change kann auch als Revolution bezeichnet werden. Occupy ist aber noch nicht die Lösung gewesen – vielleicht ein Baustein, eine Inspiration, ein Anfang oder auch ein Experimentierfeld.

Nun braucht dieser revolutionäre Prozess einen neuen Kern. Einen Kodex. Und dieser ist menschlicher Natur, denn keine geistige Theorie, wie von den „eigentlichen Anwärtern auf die wahre Revolution“, den Marxisten/ Leninisten/ Trotzkisten/ Sozialisten/ Kommunisten – die uns „endlich“ die langersehnte Revolution in ihrem Sinne bringen wollen – , auch nicht der neue Typus „Wutbürger“, auch nicht der Cyber-Anarchist – hinter der Maske von Anonymous – auch nicht die Hippies oder die Truther, und schon gar nicht die Reichsdeutschen oder Antideutschen… diese Revolution wird nur funktionieren, wenn wir alle (!) – jede einzelne Aktivistin und jeder einzelne Aktivist – alle inneren Ideologien ablegen.

Nicht mehr als Partei- oder Gewerkschaftsmitglied sprechen, sondern authentisch aus Dir selbst heraus. Ohne Ziele agieren, keine hidden agenda mehr im Hinterkopf mitarbeiten lassen – sondern sich in den „Schwarm“ einbringen und gemeinsam Ziele entwickeln…. Jeder Form von Position, Rang oder Karrieresprosse ablegen. Auch andere nicht mehr in Schubladen stecken. Auch jede Form der Hierarchie abbauen. Seine Verantwortung wieder voll zu sich selbst nehmen und eben nicht dem einen oder anderen – still und heimlich – hinterher rennen. Jeder kann diese Bewegung anführen und ein Beispiel sein. Jeder. Und genau deshalb braucht diese Bewegung auch keine Führer mehr. Auch keine, die von den Medien dazu erkoren werden.

Jeder Aktivist spricht für sich selbst und ist doch Teil des Ganzen. Keiner sollte mehr Cliquen oder Mehrheiten mehr im Sinn haben, um sich abzusichern. Wir brauchen Vertrauen und gegenseitige Unterstützung auf diesem Weg authentische Revolutionäre zu werden. Wir müssen uns als Mensch innerlich wieder entdecken, um uns ganz als Menschen begegnen zu können. Gleiche unter Gleichen. Dann hat diese Revolution eine Chance, in die nächste Phase einzutreten…

In diesem Sinne, glaube ich an den Global Change, ich glaube an Occupy, an die Indignados und die Echte Demokratie jetzt! Bewegung – diese vielen Namen, das diese Revolution kreativ, vielfältig und in Bewegung bleibt.

Nun steht uns der schwerste Teil dieses Weges bevor, die Reise nach innen und die Erneuerung von innen heraus. Occupy Yourself!
In diesem Sinne und zum Wohle alle Beteiligten,
Herzliche Grüße,

Florian Zacharias Raffel
https://www.facebook.com/florian.zacharias.raffel 

ATTENTION PLEASE/Acampada/Occupy/Global Change Berlin Jahrestreffen!

8. August 2012 in Blog - alle Themen

ZU FOLGENDER VERANSTALTUNG WIRD JETZT ÜBERALL EINGELADEN

Alle Mitstreiter vom letzten Jahr sind natürlich sowieso herzlichst eingeladen! =). Also an Alle Revolutionäre :)
Ich stelle mir ein offenes Treffen vor, vllt mal wieder eine Sitzkreis Assamblea wie am Anfang, wo jeder sagen kann was ihm auf dem Herzen liegt und was ihn über das Jahr hinweg so bewegt hat.
Neue Vorschläge über das weitere Vorgehen von Occupy Berlin und alle anderen Städte sind natürlich auch erwünscht. Lasst uns den Alex wieder so kreativ beleben wie wir es schon einmal gemacht haben und den Leuten zeigen das sie ihre Stimme nicht zum abgeben sondern zum aussprechen haben! ;)

Schirme so wie weitere Terrorwerkzeuge bitte nur auf eigene Gefahr mitbringen! ;)

 

TREFFPUNKT IS AM 25. AUGUST UM 15 UHR AUFM ALEX ODER AM NEPTUNBRUNNEN BEI UMBRELLA PEACE ART.  WIRD NOCH ZEITNAH BEKANNTGEGEBEN

https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=egg1uf_PC4E

 


 

 

 

Acampada/Occupy/Indignados/ArabSpring/Democracía Real Ya is preparing a fresh new wave 2012

31. Juli 2012 in Blog - alle Themen

Dear Comrades,

while many have declared our movement is dead or marginalized, we can assure that Occupy/Indignados/Arab Spring is preparing a fresh new wave of gatherings, actions and campaigns. Read more:

http://occupydeutschland.tumblr.com/post/28431467304/jointherevolution2012

Join the revolution. Be human. Unite.

Thank you!

TAZ-Artikel vom 30.07.2012 Rassistische Äußerungen von Frankfurter Ordnungsdezernent Markus Frank

31. Juli 2012 in Blog - alle Themen

http://taz.de/Occupy-Camp-soll-geraeumt-werden/!98362/

Occupy macht nicht nur “viele soziale Probleme der Stadt sichtbar” – Occupy macht sichtbar, dass der Kapitalismus die Erde und menschenwürdiges Leben zerstört! Soziale Probleme in der ganzen Welt sind Folgen des Kapitalismus.

Und es ist menschenverachtend widerlich, was der CDU Dezernent Ordnungsdezernent Markus Frank in Frankfurt von sich gibt: “das politische Protestlager habe sich zu einem Camp sozialer Randgruppen mit inakzeptablen Begleitumständen gewandelt“…

Haben Menschen, die nicht mehr im Mainstream mitschwimmen, also weniger Rechte auf Protest? Wenn überhaupt sind Polizeigewalt und staatliche Repressalien gegen die Protestierenden inakzeptable Begleitumstände! Erst wurde die Occupy Bewegung ignoriert, bekämpft, kriminalisiert und jetzt werden wir zur unerwünschten Randgruppe deklariert? Das erinnert an ganz dunkle Zeiten…

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Zeitung der Occupy-Bewegung Hamburg

26. Juni 2012 in Blog - alle Themen

Die Zeitung Human Mic* ist von Mai/Juni 2012.

-> 3. Human Mic

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Hungermarsch nach Berlin

16. Juni 2012 in Blog - alle Themen

Um was geht es:
Die Petition gegen Spekulation mit Nahrungsmitteln (mehr als 25.000 Unterschriften) soll nach Berlin gebracht werden. Wir haben uns für einen Fussmarsch entschieden. Die Petition soll an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags und an interessierte Bundestagsabgeordnete übergeben werden. Die Bundestagsabgeordneten wurden in einem offenen Brief informiert.

Unterstützung gesucht:
Kann jemand mit seinen Kontakten und auch selbst den Hungermarsch nach Berlin unterstützen?
Bereits ein etwas gesicherter Schlafplatz (wir haben Zelte) und der ein oder andere vor Ort ansässige Unterstützer würden schon ungemein helfen.

Etappenplan:
Do., 14.6.: – Fulda (34 km)
Fr., 15.6.: Fulda – Tann/Rhön (30 km)
Sa., 16.6.: Tann/Rhön – Bad Salzungen (29 km)
So., 17.6.: Bad Salzungen – Brotterode (18 km)
Mo., 18.6.: Brotterode – Gotha (26 km)
Di., 19.6.: Gotha – Erfurt (25 km)
Mi., 20.6.: Erfurt – Weimar (23 km)
Do., 21.6.: Weimar – Bad Kösen (38 km)
Fr., 22.6.: Bad Kösen – Dehlitz (28 km)
Sa., 23.6.: Dehlitz – Leipzig (30 km)
So., 24.6.: Leipzig – Bad Düben (35 km)
Mo., 25.6.: Bad Düben – Wittenberg (35 km)
Di., 26.6.: Wittenberg – Jüterbog (38 km)
Mi., 27.6.: Jüterbog – Naturpark Nuthe-Nieplitz (26 km)
Do., 28.6.: Naturpark Nuthe-Nieplitz – Potsdam (27 km)
Fr., 29.6.: Potsdam – Berlin, Platz der Republik (28 km/Übergabe Petition)

Allgemeine Infos zum Hungermarsch:

http://occupy-occupy.de/hungermarsch-infos/

Und hier das “Mobilisierungsvideo” von gestern, dem 1. Tag des Marsches:

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*** NEIN ZUM ESM und NEIN ZUR NPD ! ***

7. Juni 2012 in Blog - alle Themen

Sehr geehrte PressevertreterInnen,

für kommenden Freitag, haben die “Freunde des Grundgesetzes” zu einer Anti-ESM Demo unter dem Motto „Ja zum Grundgesetz heißt Nein zum ESM. Ja zur Republik und souveränen Staaten in Europa. Nein zur Finanzdiktatur“, in Berlin aufgerufen. 
Führender Mitveranstalter ist u.a. die marktradikale und erzkonservative Lobbyorganisation “Zivile Koalition e.V.”, als deren Vorsitzende und Sprecherin Beatrix von Storch zeichnet, die gemeinsam mit ihrem Mann, Sven von Storch, mehrere miteinander verflochtene Organisationen leitet. Erwähnt sei deren “Allianz für den Rechtsstaat e.V.”, die sich für die Rückgabe des in der DDR enteigneten Großgrundbesitzes an die alten Junkerfamilien einsetzt.

Nun hat auch noch die NPD ihr Erscheinen angekündigt.


Da wir im Gegensatz zu reaktionären und nationalistischen Positionen, welche die Vormachtstellung Deutschlands in Europa aus ökonomischem Interesse erhalten wissen möchten, die Herrschaft von Menschen über Menschen generell ablehnen, distanzieren wir uns hiermit ausdrücklich von den oben genannten OrganisatorInnen, UnterstützerInnen und allen nationalistischen Beteiligten der Demonstration – nicht aber von den Menschen, die aus anderen politischen Motiven die Demo besuchen werden.
 Da wir uns dem Kampf für souveräne und selbstbestimmte Menschen und nicht dem *Zurück zur Nationalstaatlichkeit* verschrieben haben, wird es für uns keinerlei inhaltliche Überschneidungen geben, um mit dem genannten Bündnis gemeinsam gegen den ESM auf die Straße zu gehen.

Zugleich möchten wir betonen, dass unsere Ablehnung der nationalistischen Motive von Teilen des Bündnisses eine inhaltliche Kritik am ESM nicht ausschließt. Im Gegenteil: Der ESM und das daran gekoppelte Vertragswerk “Europäischer Fiskalpakt” verschärfen die ökonomischen Verwerfungen in den von der Krise (aktuell) am meisten betroffenen Gesellschaften und beschleunigen den Abbau sozialer und demokratischer Rechte in ganz Europa. Diese Zwangsvertiefung des europäischen Integrationsprozesses – im rhetorischen Gewand ökonomischer “Notwendigkeiten” – leugnet jede ökonomische und soziale Alternative zur herrschenden Krisenpolitik. Sie bedeutet eine europaweite Ausdehnung von Spardiktaten – ohne nennenswerten Einbezug der europäischen Gesellschaften – sowie eine weitere Stufe im (Krisen-)Prozess der Umverteilung von unten nach oben.

AktivistenInnen des Arbeitskreises Anti-ESM von OccupyBerlin / EDJ / Indignadxs / OccupyBerlinBiennale
Infos zum Demo-Bündnis:
“Freunde des Grundgesetzes”: http://eurodemostuttgart.wordpress.com/
Ja zum Grundgesetz heisst Nein zum ESM/facebook: https://www.facebook.com/events/348458641886201/
Zivile Koalition: http://lobbypedia.de/index.php/Zivile_Koalition
BürgerKonvent: http://lobbypedia.de/index.php/B%C3%BCrgerKonvent
BürgerKonvent/die „rechte APO“: http://www.nachdenkseiten.de/?p=10678
Allianz für den Rechtsstaat e.V.: http://www.derrechtsstaat.de/
Suchphrase (statt Link):
”NPD Berlin”