“Everything is a Remix”

Wann: 3 Feb 2013 20:15 - 21:45

Wo: Freies Neukölln Pannierstr. 54 12047 Berlin
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Profilbild von uschi

 

tatort-FREIES NEUKÖLLN an diesem Sonntag:

die rasante Filmvorführung von “Everything is a Remix” von Kirby Ferguson in vier lustigen, sexy Teilen.
Kommt, schaut und diskutiert mit uns!

Wie immer im Raucherzimmer im FREIEN NEUKÖLLN, Pannierstrasse 54, 12047 Berlin.
Wir freuen uns auf euch.


“Der New Yorker Filmemacher Kirby Ferguson versucht in seiner Webserie Everything is a Remix mit der Mär vom “Originalinhalt” aufzuräumen. Er zeigt am Beispiel der Musik-, Film- und Computerbranche, dass der sogenannte “Remix” kein neues Phänomen ist, sondern seit Jahrzehnten, wenn nicht gar Jahrhunderten, die treibende Kraft der Kulturindustrie ist: Erst wenn wir uns bestehenden Wissens angenommen haben, können wir etwas Eigenes schaffen. Etwas, das wiederum nicht neu ist, sondern vielmehr die Transformation einer Idee. Kreativität ergibt sich vor allem, so Ferguson, aus dem Verbinden von bestehenden Ideen, oder kurz: im Remix.”

“Fergusons Argumentation ist nicht neu. Aktivisten und Theoretiker wie Lawrence Lessig sprechen sich seit Jahren für eine freie Kultur aus, weil gerade das Internet die alten Konzepte von Eigentum und Urheberrecht auflöst. Und schon die poststrukturalistische Literaturtheorie um Roland Barthes sprach vom “Gewebe von Zitaten”, aus dem der Autor unwissend schöpft – eine Theorie, die sich problemlos auch auf andere kulturelle Sphären erweitern lässt.”

“Auf sachliche und gut verständliche Weise erklärt Ferguson, wie Urheber- und Patentreche im vergangenen Jahrhundert auf die vermeintlich falsche Spur geraten sind. Statt, wie ursprünglich gedacht, Innovationen anzustoßen und zu fördern, hat sich die Kultur- und Kreativindustrie in eine Position gebracht, in der Geltungssucht, Profitgier und die Angst vor disruptiven Technologien überwiegt. Entwürfe wie Acta und Sopa sind dabei lediglich die aktuellsten Versuche, fehlgeleitete Annahmen durchzusetzen anstatt sich auf die ursprüngliche Idee der “soziokulturellen Evolution” zu besinnen: dem Allgemeinwohl.”

(Quelle: www.blog.zeit.de, www.studiumdigital.wordpress.com/)

 
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