Blockupy Frankfurt – 31. Mai und 1. Juni 2013

Wann: 31 Mai 2013 until 1 Jun 2013 00:00 - 00:00

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Widerstand im Herzen des europäischen Krisenregimes 31. Mai und 1. Juni 2013
Resistance in the Heart of the European Crisis Regime May 31 and June 1, 2013
Resistencia en el Corazón del Régimen Europeo de la Crisis 31 de Mayo y 1 de Junio de 2013.

Erneut rufen wir* zu europäischen Tagen des Protestes in Frankfurt am Main gegen das Krisenregime der Europäischen Union auf. Am 31. Mai und 1. Juni 2013 wollen wir den Widerstand gegen die Verarmungspolitik von Regierung und Troika – der EZB, der EU-Kommission und des IWF – in eines der Zentren des europäischen Krisenregimes tragen: an den Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) und vieler deutscher Banken und Konzerne – den Profiteuren dieser Politik.

Die Verarmungs- und Privatisierungsprogramme, die schon vor Jahrzehnten den Ländern des Globalen Südens aufgezwungen wurden, sind jetzt in Europa angekommen. Die deutsche Agenda 2010 war nur ein Modellprojekt für das, was in noch dramatischerem Umfang jetzt insbesondere in Südeuropa durchgesetzt wird. Diese Verelendung wird sich – auch hier – noch weiter verschärfen, wenn wir uns nicht wehren: der weitere Abbau sozialer und demokratischer Rechte. Damit soll die Zahlungsfähigkeit für die Renditeerwartungen der großen Vermögen erhalten bleiben und durch die Verbilligung und Prekarisierung von Lohnarbeit die „ökonomische Wettbewerbsfähigkeit“ Deutschlands und (Kern-)Europas auf dem kapitalistischen Weltmarkt gesteigert werden.

Gemeinsam mit den Menschen im Süden Europas sagen wir: „Don’t owe, don‘t pay!“ (Wir schulden nichts, wir zahlen nichts!) und wehren uns dagegen, dass die Sanierung des Kapitalismus in Europa auf dem Rücken der Lohnabhängigen, der Erwerbslosen, der Rentner_innen, der Migrant_innen und der Jugendlichen ausgetragen wird. Wir verweigern uns der Komplizenschaft mit der deutschen Krisenpolitik, die nicht nur katastrophale Folgen für die Lebensverhältnisse der Menschen im Süden Europas hat, sondern auch hierzulande die soziale Spaltung immer weiter vorantreibt. Deswegen kämpfen wir auch gegen die hier bereits erfolgten und in noch größerem Ausmaß drohenden Verschlechterungen von Lebens- und Arbeitsbedingungen, die zudem geschlechtsspezifisch ungleich verteilt sind und somit die Geschlechterungerechtigkeit verschärfen. Zu uns gehören Initiativen gegen steigende Mieten, kommunale Verarmung und Schikanen am Jobcenter, gegen Abschiebungen, Lager und Residenzpflicht.

Immer wieder wird versucht, uns zu spalten, z.B. mit dem Hinweis, ‚es wäre genug für die Griechen gezahlt‘. Keine Griechin, kein Grieche ist gerettet, vielmehr sind Banken und Konzernen ihre Rendite gesichert worden. Wir widersetzen uns dem Versuch, mit solchen nationalistischen Parolen Beschäftigte, Erwerbslose und Prekäre in Deutschland und Griechenland, in Italien, Portugal und Frankreich oder anderen Ländern gegeneinander aufzuhetzen. Insbesondere bekämpfen wir alle (neo)faschistischen Tendenzen, Aufmärsche und Veranstaltungen. Wir wehren uns auch gegen jedwede reaktionäre oder rassistische Kriseninterpretation – gleich ob von „Unten oder Oben“ – gleich ob in antisemitischer, antimuslimischer oder antiziganistischer Form.

Wir sind Teil der internationalen Bewegungen, die sich seit Jahren gegen die Angriffe auf unser Leben und unsere Zukunft wehren, für soziale Rechte und Alternativen kämpfen, neue Formen von demokratischer Organisierung und solidarischer Ökonomie entwickeln. Wir widersetzen uns der autoritären Durchsetzung der Spar- und Reformpakete, die in eklatantem Widerspruch zu demokratischen Prinzipien steht, und treten für die Demokratisierung aller Lebensbereiche ein. Wir widersetzen uns der Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen mit Krieg und Rüstungsexport. Wir widersetzen uns dem kapitalistischen Wirtschaftsmodell, das auf globaler Ausbeutung basiert, notwendig Armut und soziale Ungleichheit produziert und die Natur systematisch zerstört.
Wir tragen unseren Protest, unseren zivilen Ungehorsam und Widerstand an den Sitz der Profiteure des europäischen Krisenregimes nach Frankfurt am Main. Von polizeilicher und juristischer Repression, die Bewegungen an vielen Orten weltweit und auch uns trifft, lassen wir uns nicht einschüchtern, sondern begegnen ihr mit grenzüberschreitender Solidarität.

Setzen wir unsere Solidarität gegen die Politik der Spardiktate! Machen wir deutlich: Wir werden nicht zulassen, dass die Krise weiter auf den Rücken von abhängig Beschäftigten, Erwerbslosen, Rentner_innen, Prekären, Studierenden, Flüchtlingen und vielen anderen abgeladen wird, weder anderswo, noch hier. Die Frankfurter Protesttage schließen damit an die weltweiten Proteste des vergangenen Jahres, die Proteste im Frühling in Brüssel und anderswo sowie an die Bewegungen für einen Alter Summit in Athen an.

Wir werden gegen die Politik von Bundesregierung und der ganz großen 4-Parteien-Koalition, gegen die Politik von EZB, EU-Kommission und IWF demonstrieren.Wir werden die EZB blockieren.Wir werden die öffentlichen Plätze in der Wirtschafts- und Finanzmetropole Frankfurt okkupieren – wir sind BLOCKUPY!
* Blockupy ist ein bundesweites Bündnis, in dem zahlreiche Gruppen, Organisationen und einzelne AktivistInnen mitarbeiten. Wir sind in unterschiedlichen sozialen und politischen Gruppen oder Strömungen aktiv. Bisher beteiligen sich Attac-AktivistInnen, Gewerkschaften, antirassistische Netzwerke, Parteien wie Die Linke, Occupy-AktivistInnen, Erwerbsloseninitiativen, studentische Gruppen, Nord-Süd-, Friedens- und Umweltinitiativen, die Linksjugend [‘solid], die Grüne Jugend sowie linksradikale Zusammenschlüsse wie die Interventionistische Linke und das Ums-Ganze-Bündnis. ↩

Mehr Informationen auf der HP: www.blockupy-frankfurt.org


Call for Action: Blockupy Frankfurt!
Resistance in the Heart of the European Crisis Regime May 31 and June 1, 2013

Again we* call for European days of protest in Frankfurt on the Main against the crisis regime of the European Union. On May 31 and June 1, 2013, we want to carry the resistance against the policies of impoverishment of government and Troika- EZB, EU-Comission and IMF-into one of the centers of the European crisis regime: to the domicile of the European Central Bank (ECB) and of many German banks and corporations- the profiteers of these policies.
The programs of impoverishment and privatizations, which already decades ago have been imposed on the countries of the Global South, now have arrived in Europe. The German Agenda 2010 was just an archetype for what now in even more dramatic extent is enforced especially in Southern Europe. This pauperization will aggravate further – also here- if we do not defend ourseleves: the ongoing cutback of social and democratic rights. Thereby the capacity to pay for the expectations on yeald return of large fortunes are to be sustained, the „economic competitiveness“ of Germany and (Central)Europe in the capitalist world market is to be enhanced through the price-reduction and precarization of waged labor.
Together with people in Southern Europe we say: „Don’t owe, don‘t pay!“ and resist the restructuring of capitalism in Europe on the backs of empoyees and unemployed, retirees, migrants and youth. We defy the complicity with the German crisis policies, which not ony have catastrophic consequences for people in Southern Europe, but also in this country even further deepen the social divide. Therefore we also fight against the deterioration of living and working conditions, already implemented here and imminent to an even larger extent. Its effects are also gender-specifically unequally distributed and thus aggravate gender injustice. Initiatives against rising rents, municipal impoverishment and harrasment of unemployed persons, against deportations, isolation camps and mandatory residence are part of us.
Consistently it is tried to divide us, e.g. by saying that „enough has been paid for the Greek“. No Greek person has been saved, in fact the yeald return of banks and corporations has been assured. We defy the intent to incite employees, unemployed and precarious in Germany and Greece, in Italy, Portugal, France or other countries against each other with such nationalist slogans. Especially we fight against all (neo)fascist tendencies, marches and events. We also oppose any form of reactionary or racist crisis interpreation- no matter if from „below or above“, no matter if anti-Semitic, antiMuslim or antiziganistic.
We are part of the international movements who for years have been resisting the attacks on our life and our future, fight for social rights and alternatives, develop new forms of organization and solidarian economy. We oppose the authoritarian imposition of packages of austerity and reforms, which are in blatant contraditction to democratic principles, and stand up for the democratization of all aspects of life. We defy the assertion of economic interests through war and exports of weapons. We defy the capitalist economic model which is based on global exploitation, necessarily produces poverty and social injustice and systematically destroys nature.
We carry our protest, our civil disobedience and resistance to the domicile of the profiteers of the European crisis regime to Frankfurt on the Main. We will not let ourselves be intimidated by police and judicial repression which globally affects movements on many places including ourselves, but react with border-crossing solidarity.
Let´s show our solidarity against the politics of austerity dictates! Let us make clear: We will not permit that the crsis is continuously loaded on the backs of wage earners, unemployed, retirees, precarious, students, refugees and many others, neither here nor anywhere else. The Frankfurt days of protest thereby join last year´s global protests, the protests in spring in Brussels and other places and the movements for an Alter Summit in Athens.
We will demonstrate against the policies of the federal governemnt and the really grand 4-party-coalition, against the policies of ECB, EU-Comission and IMF. We will block the ECB. We will occupy public squares in the economic and financial metropolis Frankfurt – we are Blockupy!
*Blockupy is a federal coalition in which numerous groups, organizations and individual activists collaborate. We are active in different social and political collectives or currents. So far take part: Attac-activists, unions, antiracist networks, parties like Die Linke, Occupy-activists, unemployed initiatives, student groups, North-South, peace and environmental initiatives, the leftyouth [‘solid], the green youth, as well as radical left associations like Interventionist Left and Ums-Ganze-Alliance.↩

informations: www.blockupy-frankfurt.org

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Convocatoria: ¡Blockupy Frankfurt!
Resistencia en el Corazón del Régimen Europeo de la Crisis 31 de Mayo y 1 de Junio de 2013.

Otra vey nosotrxs* hacemos un llamado para jornadas europeas de protesta en contra del régimen de crisis de la Unión Europea en Fráncfort del Meno. El 31 de Mayo y el 1 de junio queremos llevar la resistencia contra las políticas de emprobrecimiento del gobierno y de la Troika – BCE, Comisión Europea y FMI- a uno de los centros del régimen europeo de la crisis: A la sede del Banco Central Europea (BCE) y de muchos bancos y consorcios alemanes- los beneficiarios de esta política.
Los programas de empobrecimiento y de privatizationes, que ya hace décadas han sido impuestos a los paises del Sur Global, ahora han llegado a Europa. La Agenda 2010 alemana sólo era un proyecto piloto por lo que ahora se impone de alcanze aún mas dramático especialmente en el Sur de Europa. Esa depauperización se agudizará aún más – también aquí- si no nos defendemos: la reducción contínua de derechos sociales y democráticos. Así se pretende mantener la capacidad de pago para las expectativas de rédito de las grandes fortunas y de aumentar la „competitividad económica“ de Alemania y (del Centro de) Europa en el mercado mundial capitalista a través del abaratamiento y de la precarización del trabajo asalariado.
Juntxs con las personas en el Sur de Europa decimos: „¡No debemos, no pagamos!“ y resistimos la subsanación del capitalismo europeo a costa de salariadxs, desempleadxs, jubiladxs, migrantes y jóvenes. Denegamos la complicidad con la política alemana de la crisis, que no solamente tiene consequencias nefastas para las condiciones de vida de la gente en el Sur de Europa, sino que también en este país aumenta cada vez más la division social. Por eso también luchamos contra el deterioro de condiciones de vida y de trabajo ya implementado aquí y amagante de extensión aún más masiva. Sus resultados además son redistribuidos desigualmente de forma género específica, agravando todavía más la injusticia de género. Parte de nosotrxs son iniciativas en contra del aumento de alquileres, del empobrecimiento municipal y acoso a desempleadxs, en contra de deportaciones, campos de aislamiento y residencia obligatoria.
Una y otra vez se intenta dividirnos, por ejemplo diciendo que se „ha pagado suficiente para los griegos“. Ningunx griegx ha sido salvado, al contrario el rédito de bancos y corporaciones ha sido asegurado. Nos oponemos al intento de incitar asalariadxs, desempleadxs y precarixs en Alemania y Grecia, Italia, Portugal, Francia y otros paises lxs unxs en contra de lxs ortxs con consignas nacionalistas de este tipo. Especialmente luchamos en contra de todas las tendencias, marchas y eventos (neo)fascistas. Nos oponemos también a cualquier intrerpretación reaccionaria o racista de la crisis- no importa si desde „abajo o arriba“- no importa si de forma antisemita, antimusulmán o antiziganista.
Somos parte de los movimientos internacionales, que desde años están resistiendo los ataques a nuestra vida y nuestro futuro, que luchan por derechos sociales y alternativas, desarrollan nuevas formas de organización democrática y de economía solidaria. Nos oponemos a la imposición de paquetes de austeridad y de reformas, que están en contradicción masiva con principios democráticos, y reividicamos la democratización de todos los aspectos de la vida. Resistimos contra la imposición de intereses económicos a través de la guerra y de la exportación de armas. Nos oponemos al modelo económico capitalista, que se basa en explotación global, necesariamente produce pobreza y desigualdad social y sistematicamente destruye la naturaleza. Llevamos nuestra protesta, nuestra desobedencia civil y nuestra resistencia a la sede de los benificiarios del régimen europeo de la crisis a Fráncfort del Meno. No nos dejamos intimidar por la represión policial y judicial, que gol
pea los moviminetos en muchos lugares del mundo incluyendo a nosotrxs, sino que la contestamos con solidaridad transfronteriza.
¡Pongamos nuestra solidaridad contra la política de los dictados de austeridad! Dejémos claro: No permitiremos que la crisis siga cargada en las espaldas de asalariadxs, desempleadxs, jubiladxs, estudiantes, refugiadxs, y otrxs, ni aquí ni en otros lugares. Las jornadas de protesta en Fráncfort continuan las protestas mundiales del año pasado, las protestas en la primavera en Bruxellas y otros lugares como los movimientos para un Alter Summit en Atenas.
Nos manifestaremos en contra de la coalición muy grande de cuatro partidos, contra las políticas de BCE, Comisión Europea y FMI. Bloquearemos el BCE. Ocuparemos las plazas públicas de la metrópolis económico-financiera Fráncfort- ¡Somos Blockupy!

* Blockupy es una coalición a nivel federal, en la cual cooperan numerosos colectivos, organizaciones y activistas individuales. Participamos activamente en diferentes grupos o corrientes sociales y políticos. Hasta ahora toman parte activistas de Attac, sindicatos, redes antiracistas, partidos como Die Linke, activistas de Occupy, iniciativas de desempleadxs, colectivos estudiantiles, iniciativas Norte-Sur, por la paz y el medio ambiente, la juventud de izquierda [‘solid], la juventud verde, así como federaciones de la izquierda radical como la Izquierda Intervencionista y la Alianza Ums Ganze..


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