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Die #StopWatchingUs-Bewegung und Gewalt? – Eine Momentaufnahme

4. August 2013 in Blog - alle Themen

Durch die bundesweiten Demonstrationen am 27.07.2013 wurde auch einer breiten Öffentlichkeit bewusst, dass die massive Verletzung der Grundrechte durch die bundesdeutschen, britischen und us-amerikanischen Institutionen zu wachsendem Widerstand führt.

Für den 31.08.2013 werden die nächsten Großproteste angekündigt.

In zahlreichen Debatten, die derweil geführt werden, wird klar: #stopWatchingUs will an die Wurzel, ist also im eigentlichen Wortsinne als „radikal“ einzustufen.

Doch wie steht die #StopWatchingUs-Bewegung zur Gewaltfrage? Heisst es in einem der Aufrufe zwar klar und eindeutig „Wir sind radikal friedlich“, kann natürlich nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Mitstreiter oder Nebenvernetzungen bereit sind, Gewalt als letztes Mittel im Freiheitskampf einzusetzen.

Die Frage ist letztendlich moralisch-philosophischer Natur: Ist Gewalt, wie etwa in Form gezielter Mordanschläge auf die Verwantwortlichen der Errichtung eines faschistoiden Kontroll- und Überwachungssystems legitim? Eine moralische Frage, die sich auch Claus Schenk Graf von Stauffenberg seiner Zeit stellen musste.

Im Folgenden soll eines von vielen möglichen Meinungsbildern der #stopWatchingUs-Bewegung zur Gewaltfrage skizziert werden. Da es sich um eine dezentrale Bewegung handelt, sind weder Einzelaussagen, noch das Gesamtbild der Debatte für die Bewegung als repräsentativ anzusehen. Zudem sind Ansichten im zeitlichen Verlauf wandelbar. Doch mindestens zwei Schlüsse lassen sich aus der Dokumentation ziehen:

a) Das vertretene Meinungsspektrum innerhalb der Bewegung ist sehr breit

b) Sollte es in diesem Land noch Instituionen geben, die in der Lage sind die Grundrechte zu verteidigen, sollten diese ihre Arbeit aufnehmen – schnell, gründlich und transparent!


Die Debatte ist folgender Quelle entnommen: https://www.facebook.com/StopWatchingUsGermanNews/posts/685927354754627

 #‎stopwatchingus‬ – Meinungen zur #‎Gewaltfrage‬

Thomas: “Man muß diese Leute ja nicht unbedingt an die Wand stellen, aber zumindest mal aus den Ämtern jagen. Und wenn dazu Gewalt erforderlich sein wird, wovon ich mal ausgehe, handelt es sich ganz klar um Notwehr. Wäre auch mal an der Zeit. Denn wenn wir früher oder später offiziell Sklaven sind, dann wird das Geheule wieder groß sein. Von wegen…”Wieso haben wir denn nichts getan?!”

Mathilda Genua: Um jemanden aus den Ämtern zu jagen, Thomas, ist ersteinmal ein Aufstand erforderlich! Dass sich genügend Leute hinter solch einen Aufstand stellen, kann ich bislang leider nicht erkennen!

Rosa Rosegarden:  Mathilda, mit dem Argument, dass leider noch zu wenig Masse (an Widerständlern, besonders hier in Germany ) sich mobilisert um gegen die Missstände vorzugehen, z.B., indem sie aktiv auf die Straßen gehen, da hast du leider mehr als recht!

Florian Hauschild: ich persönlich bin gegen gewalt – aber ich bin dafür darüber zu diskutieren um sicherzustellen, dass es nicht zu gewalt kommt…

Marc Winter: Gewalt ist da meiner Meinung nach der vollkommen falsche Ansatz. Wie soll denn aus etwas, dass durch üble Taten entsteht, jemals etwas Gutes werden. Gewalt wird erst dann nötig wenn DIE zuerst Gewalt anwenden. Gegen friedliche Proteste kann niemand etwas negatives sagen und wenn du dadurch genug Menschen hinter dich bringst hast du schon gewonnen. Wir können etwas verändern aber dafür brauchen wir einen größeren Teil der Bevölkerung auf unserer Seite.

Thomas Rau: Friedliche Proteste werden nur geduldet, solange sie keinen großen Zuspruch finden, oder sich aber gegen systemirrelevante Dinge richten. Wer in den letzten beiden Jahren die Repressionen seitens des Staats-/ Systemapparates während der Blockupy-Aktionen hautnah erlebt hat, dürfte den ,meiner Meinung nach, naiven Wunsch nach friedlichem Wandel zu den Akten gelegt haben. Dies wird nicht zugelassen. Und wenn man die Ansicht vertritt, das DIE noch keine Gewalt gegen uns anwenden, dann ist mir diese Sichtweise doch sehr suspekt.

Thomas Rau: Wobei ich betonen möchte, daß auch ich kein Befürworter von Gewalt bin.

Henrik Kammermeier wer denkt, es würde sich was auf friedlichem wege ändern, der glaubt auch noch an die zahnfee

Stop Watching Us – German News -Joaquin -: ich glaube an die Zahnfee..

Stop Watching Us – German News: kann man der bundesanwaltschaft vertrauen? “Relevant für die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens sei Paragraf 99 des Strafgesetzbuchs, sagte der Sprecher der Bundesanwaltschaft weiter. Darin gehe es um geheimdienstliche Agententätigkeit zu Lasten der Bundesrepublik Deutschland. Die Bundesanwaltschaft habe zunächst “aus allgemein zugänglichen Quellen” Informationen über die Spähaktivitäten gesammelt, sagte der Sprecher.” “Die Bundesanwaltschaft will in der NSA-Affäre die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens prüfen. Dazu sollen nun alle in der Angelegenheit verstrickten deutschen Nachrichtendienste und Ministerien ihr Wissen über die Ausspähprogramme preisgeben. ” http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundesanwaltschaft-fordert-von-geheimdiensten-auskuenfte-zur-nsa-affaere-a-914617.html

Stop Watching Us – German News – Joaquin: -woran ich nicht glaube sind die, die hier Hurra Gewalt rufen und dann wenn es darauf nicht mehr zu sehen sind.. Gewalt ist nur im letztendlichen zu befürworten. Verweise immer gerne auf Venezuela, ein Land das geteilt ist und kurz vor einem Bürgerkrieg steht…

Thomas Rau: Ich frage mich ja ob du liest, was Leute hier schreiben, oder das, was du lesen möchtest? “Hurra Gewalt” konnte ich bisher nicht entdecken…

Thomas Rau: Du schreibst: ” Gewalt ist nur im letztendlichen zu befürworten.” Tja…wann wäre denn deiner Meinung nach “im letztendlichen”?

Henrik Kammermeier: leute gibts die gibts eigentlich net…

Stop Watching Us – German News – Joaquin -: lese weiter und verstehe

Stop Watching Us – German News – Joaquin -: und Henrik wenn Du mich meinst, sage es doch direkt bitte–

Robert J. Roth: http://de.wikipedia.org/wiki/Mohandas_Karamchand_Gandhi !!!!!

Henrik Kammermeier: lese und verstehe

Susanna Luz del Sol: Schwierig hier über Gewalt zu sprechen. Mittlerweile ist bereits ein Klima eingesickert, in dem man Angst hat, die eigene Meinung könne einem unmittelbaren Besuch erbringen. Dennoch. Gewalt gegen Personen – sprich Attentate – sind in der gegenwärtigen Phase 100% abzulehnen. Sabotage ist vielleicht ein anderes Thema. Grundsätzlich wird passiver Widerstand IMMER mächtiger sein, als Gewalt, sobald eine gewisse kritische Masse erreicht wurde. Generell wird man sich einig sein hier, dass Gegengewalt erst dann seine Legitimation erhält, wenn Gewalt von der Staatsmacht AKTIV also präventiv und dann massiv ausgeübt wird. Und sich um die Folgen dann auch nicht mehr sonderlich geschert wird. Sprich das 3. Reich Szenario. Damit fallen Stresssituationen die von Demonstrationen ausgehen schonmal komplett raus. Ein Fehler den u.a. Ulrike Meinhof damals beim Fall Ohnesorg machte. Sie und andere sahen hier die rote Linie der Legitimation überschritten. Auch ist Gewalt gegenüber ausführenden Organen völlig deplaziert und sinnfrei. Es ändert sich genausowenig, wenn man sich mit den Cops in irgendeiner Nebenstraße die Köpfe kaputthaut. Die meisten dort sind ja auch nur gefangene Mitläufer des Systems.

Wenn dann gilt Gegengewalt jenen Initiatoren, die gewisse Entwicklungen zu verantworten haben. Was sich natürlich sehr gut recherchiert gehört. Aber auch hier sollte man sich keinen Illusionen hingeben. Es wachsen zwei Köpfe nach, wo man einen abschlägt. Hier geht es dann leider häufig auch nur um ziemlich niedere Absichten. Rache. Einen positiven “Change” erreicht man so garantiert nicht. Die militärische Oberhand wird IMMER auf Seiten des Staats oder des Regimes sein. Und Gewalt im Sinne eines Bürgerkrieges, sollte wenn man sich die aktuellen Bilder aus u.a. Syrien vergegenwärtigt NIEMAND wollen.

Tino Neumann: Es ist doch ganz einfach ^^Gewaltfrei ^^ wenn eine Million sich versammeln und den Bundestag abriegeln keiner rein – keiner raus. Und dann werden wir sehen wie unsere Regierung zu uns steht.

Stop Watching Us – German News: Günther Wassenaar schreibt: “An anderer Stelle habe ich gerade den folgenden Text geschrieben. Wieso lehnen Menschen Gewalt ab? Sind wir nicht täglich von Gewalt umgeben? Kann man gegen Gewalt, gewaltlos ankommen? Liebe Freunde, wollen wir doch mal den Begriff Gewalt und Terror voneinander trennen. Gegen die Verbrechen dieser Staatsdiener und vor allem gegen deren Hintermänner hilft nur Gewalt – proletarische Gewalt – Diktatiur des Proletariats sagte man dazu – und die ist vollkommen angebracht. Diese Diktatur des Proletariats, hat aber absolut nichts mit Terror zu tun, schon garnicht mit Staatsteror, wie er gegenwärtig von allen Regierungen der NATO-Staaten ausgeübt wird. Es ist absolut notwendig diese Verbrecher ihrer Starfe zuzuführen – ja wenn es sein muß, auch der Todesstrafe, wegen millionenfacher Kriegsverbrechen, die z.B. die Präsidenten der USA der letzten Jahre zu verantworten haben. Was unterscheidet sie von den in Nürnberg verurteilten und anschließenmd hingerichteten Faschisten? Nur der Fakt, dass sie aufgrund der Manipulierung des eigenen Volkes, den faschistischen Terror im eigenen Land noch nicht voll zur Geltung bringen mußten. Auch Hitler, Göbbels und Himmler waren 1944 schon Verbrecher. Auch zu der Zeit hat es kein deutsches Gerichjt gegeben, welches sie angeklagt und verurteilt häte – aber Verbrecher waren es von Beginn an – und das sind Obama, Merkel oder Holande ebenso – oder kann mir jemand einen entscheidenden Unterschied benennen? Die Herrschft dieser Kreaturen kann nur durch Gewalt beendet werden und nicht durch Bitten oder Petitionen. Durch Gewalt, ausgeübt durch die Volksmassen – oder durch eine andere Armee, der überfallenen Länder. Jeder, der dieser Armee Hilfe leistet ist ebenso anzuerkennen wie die Widerstandskämpfer des antifaschistischen Kampfes.”

Stop Watching Us – German News: und weiter Günther Wassenaar: “So hat z.B. jeder Staat ein Gewaltmonopol. In Form der Polizei, der Justiz, der Staats-Bank. In manchen Staaten ist dieses Monopol schon lange in die Hände von Privatbesitzern übergegengen. So ist die FED, die angebliche US-Staatsbank ein Gremium privater Banken und mit Blackwatter (kann sein dass es falsch geschrieben ist) hat der Staat USA ein privates Gewaltorgan neben der Armee geschaffen, das er bezahlt um seine Interessen durchzusetzen – halt, um die Interessen der Monopole durchzusetzen. Selbst die Gefängnisse sind lange privatisiert, werden an der Börse gehandelt und bringen enorme Gewinne. Aus dem Grund ist die USA auch das Land mit dem höchsten Anteil an inhaftierten Bürgern weltweit – natürlich ganz demokratisch”

Frank Fitzner: “Man muß diese Leute ja nicht unbedingt an die Wand stellen … ” – also unter bestimmten Bedingungen wäre es dann okay oder was? Also daß ist ja primitiver als jeder Stammtisch. Falls ihr wieder mal `ne Veranstaltung habt, bau ich dort`ne Bude auf und verkaufe Fackeln und Matze MIstgabeln….

Stop Watching Us – German News: frank bitte berücksichtige dass hier jede stimme ausschließlich für sich selbst spricht. danke.

Frank Fitzner: Und was genau meinst du damit?

Stop Watching Us – German News: man kann nicht von einzelnen aussagen auf ein “ihr” schließen…man kann höchstens alle meinungen lesen und versuchen zu verstehen in welche richtung ungefähr der konsens geht.

Franziska Eichkätzchen: Es ist ein großer Unterschied, inwiefern ich selbst zu Gewalt bereit bin, oder ob ich andere zur Gewalt aufrufe. Von jedem Aufruf zur Gewalt distanziere ich mich. Und ich selbst bin wohl kaum in der Lage, wirklich “Gewalt” auszuüben. Aber ich kann nachvollziehen, dass manche Situationen so aussehen, als ob Gegengewalt das beste Mittel zur Selbstverteidigung oder der Verteidigung anderer ist. Wieweit allerdings mit der Gewalt gehen? Das Leben anderer bereit sein zu töten? In der Situation selbst wird sich unter Umständen die Frage gar nicht stellen, weil man spontan handelt.
Aber auch und gerade in spontaner Gewalt liegt die Gefahr der Eskalation. Die Gefahr, dass Unbeteiligte in die Gewalt hineingezogen werden, ist ungleich größer als bei gezielter Gewalt.

Franziska Eichkätzchen: Zum Zitat von Susanna Luz de Sol: “Grundsätzlich wird passiver Widerstand IMMER mächtiger sein, als Gewalt, sobald eine gewisse kritische Masse erreicht wurde.”
Als passiven Widerstand wünsche ich mir einen Generalstreik, aber dafür sehe ich keine Chancen zur Zeit in Deutschland. Dazu kommt, dass das, was in Südeuropa Generalstreik genannt wurde, den Menschen in den letzten Jahren auch nicht geholfen hat. Generalstreik müsste noch viel umfassender sein.

Thomas Rau: @ Frank Die Aussage am Anfang ist aus einem anderen thread, und aus dem Zusammenhang gerissen. Dort forderte jemand das “An die Wand stellen.” Daraufhin kam mein Kommentar, von dem ich auch nicht wußte, daß er für diese Diskussion als Anregung dienen wird. Hab´ mal wieder das Copyright vergessen.

Frank Fitzner: Naja – du hast das “Zitat” gepostet, also gehe ich davon aus, das du konform mit dieser Aussage gehst und wenn das widerum der Tenor dieser Bewegung wiederspiegeln soll, dessen offizieller Vertreter du sein magst, dann ist es scheinbar eine Bewegung die also radikal ist und Gewalt nicht abgeneigt ist oder sehe ich das falsch?

Franziska Eichkätzchen: Zum Eingangszitat oben: Ich finde Überlegungen, die derzeitige Regierung mit Gewalt aus dem Amt zu vertreiben auch deswegen sehr problematisch, weil auch Rechtsextreme im Netz dazu aufrufen, sich auf den Widerstandsparagraphen des GG berufend.

Stop Watching Us – German News: das zitat oben ist der ANFANG einer debatte, nicht deren ENDE! …und du kannst gerne mitdiskutieren und bei der meinungsbildung mitwirken, frank.

Susanna Luz del Sol: Mord selbst, als Mittel des Widerstands, ist selbst in den dunkelsten Episoden menschlicher Geschichte eine ganz persönliche moralische Frage, die der/die Aktivist/in mit sich selbst ausmachen muss. Und die Bandbreite philosophischer Lösungen lässt nunmal viele Möglichkeiten vom passiven Widerstand bis hin zum Terrorismus zu. Man nehme Sophie und Hans Scholl. Die auch noch nach Stalingrad den Stift dem Schwert vorzogen und so im Krieg Gewalt ablehnten. Und dann Georg Elser, der schon zu Kriegsbeginn den Tyrannenmord vollziehen wollte.

Spontan kann natürlich auch noch so einiges geschehen oder schief gehen. Aber eigendlich muss man sich vorher klar sein, was man hier tut.

Frank Fitzner: Ähm, also Kritik gehört nicht zum Mitdiskutieren? Und Meinungsbildung bedeutet dann folgleich jemand andern Meinung zu übernehmen?

Gerlinde Puster: Ich persönlich fände es völlig ausreichend, wenn verfassungsrechtlich und ich meine hier das Verfassungsgericht entschieden wird wann hier wer und wo seine Befugnisse überschritten hat. Zwangsläufig werden dann auch Regierungsangehörige auch rückwirkend befragt werden müssen. Wir leben immer noch in einem Rechtsstaat und auf den vertraue ich noch. Allerdings ist hier der Faktor Zeit nicht zu unterschätzen. Ich hoffe auf eine zwar eingehende Prüfung aber auch im Vorfeld bereits auf Konsequenzen.

Susanna Luz del Sol: Zum Thema Generalstreik.
Sehe ich ähnlich wie Franziska. Er müsste weitaus umfangreicher sein (und in D ersteinmal legitimes Mittel des politischen Widerstands sein).

Problem: Das hält heute keiner mehr allzulange aus. Vor allem finanziell nicht.

Thomas Rau: Also um es nochmal deutlich zu machen. Mein Zitat stammt von anderer Stelle, und es wurde nicht von mir hier rein gestellt. Ebensowenig bin ich offizieller Vertreter dieser Seite. Und Nein…inoffizieller auch nicht. Ich wurde nicht gefragt, ob diese Diskussion mit meiner Aussage anfangen soll, also “muß” ich hier jetzt meinen Senf dazu abgeben. Und nur, weil auch Rechte zum Widerstand aufrufen, heißt das ja nicht, daß wir Zuhause bleiben sollten. Auch wenn das genau so gewollt ist. Wobei ich mich ja schon frage, warum man überhaupt so eine Aussage tätigt, Franziska.

Frank Fitzner: Also hier wird mit Begrifflichkeiten herumgeballert als gäbe es kein Morgen – die verbalen Schrotflinten sind scheinbar schon geladen.
Aktivismus hat doch nichts mit Gewalt oder gar Mord zu tun … das ist Widerstand oder Terrorismus. Die SeaShepard Schiffe haben doch auch keine Torpedos und Marschflugkörper an Bord. DAS sind kompromißlose Aktivisten mit einem hohen moralischen Anspruch.

Claudia Seel: Bitte konzentrieren wir uns zuerst darauf, zu informieren, aufzuklären, zu mobilisieren und zu vernetzen! Wir stehen ganz am Anfang! Und wir haben so viele Aufgaben zu erledigen! Welche das sind und was wir tun müssen, reisst der Beitrag von Florian Hauschild, der hier im Thread als dritter kommentiert hat, anschaulich an:
http://politik-im-spiegel.de/changebrazil-und-occupygezi-die-globale-revolution-hat-gerade-erst-begonnen/

Frank Fitzner: Und schon seit ihr mich los – ich vertraue demokratischen Mitteln. Wer rumjammert daß seine Grundrechte verletzt werden und und über terroristische Mittel zur Bekämpfung dieser Mißstände diskutiert und damit allen Geheimdiensten ihre Daseinsberechtigung untermauert, der führt sich selbst ad absurdum. Schönen Tag noch.

Claudia Seel: Ich z.B. bin ein absoluter Neuling hier! Ja, auch für mich sind die Möglichkeiten des Internets und der Protestbewegung “Neuland”. Ich bin 42 Jahre alt, hab ein kleines Kind und studiere eben zuende. Ich weiß was ein “Blog” ist, und mit Facebook habe ich auch weitestgehend umgehen gelernt…ein Smartphone hab ich auch… Aber ich kann weder die Software auf meinem Notebook pflegen noch einen Blog selbst einrichten – geschweige denn dass ich wüßte, wo… Ich tu seit zwei Wochen mein Bestes, um mich neutral zu informieren und diese Informationen weiterzugeben an alle, die ich kenne. Trotzdem bin ich letzten Samstag allein 50 km auf die Demo gefahren, weil niemand mitkommen wollte. Ich wohne in einem niederbayerischen Kaff, wo selbst die Piraten nur aus 8 Hanseln bestehen und zu einer Nazis-Raus-Demo nur 30 Leute kommen. Und das ist doch der erste Schritt, oder? Sich zu zeigen, auf der Straße, um kund zu tun: STOP WATCHING US!

Franziska Eichkätzchen: Zum Generalstreik: Auch die großen Gewerkschaften treten seit einigen Jahren für die Legalisierung des politischen Generalstreiks ein. Allerdings, wenn denn wirklich die Situation eingetreten ist, dass der Widerstandsparagraph des GG greift, dann geht es um Legitimität und nicht um Legalismus. Wer aber entscheidet – und das auch noch für andere mit – , ob und wann so eine Situation herrscht, dass zur Verteidigung der Grundrechte Widerstand legitim ist und wieweit der entsprechende Widerstand geht?

Zu einem Aspekt, den Susanna Luz del Sol an anderer Stelle gerade ansprach:
Im Zeitalter von Berufs- und Privatarmeen statt Volksarmee bzw. Wehrpflicht kann man wohl kaum noch aufs Militär setzen, nicht einmal auf eine teilweise Unterstützung wie bei portugiesischen Nelkenrevolution. Außerdem: Selbst in Staaten, in denen wie zur Zeit in Ägypten Systemänderungen von Militär unterstützt werden, sieht man, wie das Militär in erster Linie darum bemüht ist, die eigenen Machtpositionen zu sichern, anstatt sich um die Interessen der Bevölkerung zu kümmern, um es vorsichtig auszudrücken.

Stop Watching Us – German News Joaquin -: nur mal so zu den Gewerkschaften: http://www.nachdenkseiten.de/?p=18174

Franziska Eichkätzchen: Wer unter den Kommentatoren hier ist mit Joaquin gemeint? Kann keinen Joaquin lesen.

Stop Watching Us – German News: bin ich selbst, weil ich nur meine Meinung wiedergebe, also persönlich

Franziska Eichkätzchen: Zum Nachdenken für die, die trotz allem aufs staatliche “Militär” setzen:
Aber wie kann die Macht des Militärs nach einer “Revolution” wieder begrenzt werden? Welche Chancen gibt es zu einer Selbstbegrenzung des Militärs? Gerade in Ägypten schätze ich die Chancen dafür schlecht ein auch aufgrund der wirtschaftliche Verflechtungen des Militärs.
Nach dem Militär rufen, werde ich also eher nicht. Aber wenn das Militär sich tatsächlich gegen einen zeitweiligen gemeinsamen Feind stellt, ist das begrüßenswert, aber eben noch nicht das Ende des angestrebten Gesellschaftswandels.

Stop Watching Us – German News: @joachin : man kann oben in der kleinen blauen leiste auch auf persönliches profil umstellen , wenn man im eigenen namen kommentieren will

Günther Wassenaar: Hernik, wenn es nach dem Willen der Kommunisten geht, sollte es bei einer Revolution keine Toten geben, sollte auch kein Blut fließen – denn Kommunisten sind keine blutrünstigen Monster. Monster waren immer diejenigen, die an der Macht klammerten und diese Macht nicht los lssen wollten, die mit allen Mitteln auch mit den brutalsten, gegen diejenigen vorgingen, die ihnen die Macht nehmen wollten. Fließt also bei einer Revolution Blut, dann nur, weil das Kapital uns diese Brutalität, dieses Blutvergießen aufdrängt. Sollten die Kapitalisten ihre Macht friedlich und ohne Widerstand übergeben, werden die Kommunisten die letzten sein, die sich dagegen stellen würden. Übrigens haben Kommunisten im kompletten sozialistischen Lager bewiesen, dass sie ihre Macht aus den Händen gegeben haben, ohne das Land mit blutigem Terror zu überziehen. Es kam einfach nicht in Frage, die Nationale VOLKSARMEE gegen das Volk zu Felde zu führen. In der Bundesrepublik hat man dazu schon lange die Armee zu einer Menschen killenden Söldnerarmee umgebaut und ist seit Jahren dabei sogenannte Unterstützungskräfte zu bilden, indem Reservisten mit anderen Kräften gebündelt in jeder Region zum Einsatz gebracht werden können. Der Heimatschutz des Kapitals steht schon lange wieder – ein Heimatschutz der auch im großen Maßstab wierder Deutsch gegen Deutsch schießen läßt!

Jashan Chittesh: Hmpf … gerade hat mir die Seite “gefallen” … und dann lese ich gleich: “Und wenn dazu Gewalt erforderlich sein wird, wovon ich mal ausgehe, handelt es sich ganz klar um Notwehr. Wäre auch mal an der Zeit.”

Ist zwar ein Zitat … aber von so einem Zitat würde ich mich, wenn ich es poste, ganz klar distanzieren wollen. Gewalt – egal von wem und aus welchen Motiven – ist nie eine gute Idee.

Notwehr ist ein Argument – aber im Moment wäre Notwehr unter Einsatz von Gewalt in meinen Augen absolut keine Option.

Im Moment haben wir noch eine Vielzahl anderer Möglichkeiten – und diese sollten wir nutzen so lange wir noch können. Ein Aufruf zu Gewalt (und das ist es mit “Wäre auch mal an der Zeit” leider) schadet da nur, da er zu einer Eskalation führt – und in dieser Eskalation verlieren wir die friedlichen Möglichkeiten leider sehr schnell.

Insofern: Überlegt Euch, was Ihr tut, und was Ihr hier postet!

Stop Watching Us – German News: jashan hier kommunizieren freie individuen und jeder spricht für sich selbst. man kann nicht von einzelnen aussagen auf ein “ihr” schließen…man kann höchstens alle meinungen lesen und versuchen zu verstehen in welche richtung ungefähr der konsens geht.

Ralf Muschall: @Günter: Das stimmt so leider alles nicht. In Rumänien *wurde* auf das Volk geschossen. Und weiter oben zitiert Dich jemand mit “Diktatur des Proletariats” – kannste vergessen. Das Proletariat ist ausgestorben, es gibt nur noch die (wachsende) Schicht, die Marz “Lumpenproletariat” nannte (welche nichts bewegt, nichtmal den eigenen Arsch) und einen von Prekarisierung bedrohten “Mittelstand” (d.h. alles vom bescheiden bezahlten Angestellten bis zum Kleinunternehmer). Von denen befürchte ich eher faschistische Auswüchse als irgendetwas erfolgversprechendes. Ich höre draußen viel zu viel deutschnationalen Bullshit als dass ich von einer wie auch immer passierenden Revolte etwas erwarten könnte, das besser wäre als der momentane Zustand.

Wolfgang Thomas: ob hier nun zu gewalt aufgerufen wird oder nicht, bestimmt kann damit gerechnet werden, weil ‘hohlschädel’ und dumpfbacken gerade auf solche termine warten um ihre neigung ausleben zu wollen! ich habe schon einige demos mitgemacht, auch schon gegen strauß, wackersdorf, usw., immer friedlich (von meiner seite aus), konnte aber beobachten, daß ‘die da oben’ dies nur zum vorwand nehmen, um ihre exekutive (polizei) nach ihren wünschen gewaltig aufstocken. da können WIR eh nicht mithalten! außerdem sind die immer besser ausgerüstet; und ausgeschlagene zähne z.b. sind im ersatz sehr teuer auch ich bin für einen generalstreik, und das proklamiere ich schon seit jahren! wenn einmal alle arbeiter in deutschland (und ich meine arbeiter [lohnempfänger] nicht angestellte bzw. beamte [gehaltsempfänger]) für einen tag X einmal mit ihrem hintern zu hause bleiben (siehe 1.mai), dann würden sie spüren, wo wirklich die macht steckt: nämlich in der “arbeitenden Bevölkerung”. nur sie allein ist noch in der lage kapital zu schaffen! alle anderen verwalten doch nur die arbeit! lassen WIR doch alle mal die arbeit ruhen für einen tag und gehen alle gemeinsam friedlich auf eine demo. einen tag – den kann jeder aushalten, finanziell!

Wolfgang Thomas: wenn kein lkw mehr rollt, der hochofen nicht geschürt, die busse nicht fahren, die köche die ‘herrschaften’ nicht bekochen, geldtransporter stehen bleiben, der müll nicht entsorgt wird, usw. werden ‘sie’ schon merken welche ‘gewalt’ allein schon unser ‘wegbleiben’ verursacht !!!!!

Florian Hauschild: von Julian Assange: “Traditionelle Attacken auf konspirative Machtgruppen, wie etwa Mordanschläge, unterbrechen viele schwere Verbindungen. Der Akt des Mordanschlags – das Zielen auf sichtbare Individuen – ist das Ergebnis mentaler Neigungen, die in den Gesellschaften vor der Erfindung der Schrift geschärft wurden, in denen sich unsere Spezies entwickelte. Bildung und die Kommunikationsrevolution haben Verschwörer mit neuen Möglichkeiten ausgestattet, sich zu verschwören, indem sie die Geschwindigkeit der Exaktheit ihrer Interaktionen erhöht haben und so auch die maximale Größe, die eine Verschwörung erreichen muss, bevor sie zusammenbricht. Verschwörer, die diese Technologie besitzen, sind fähig, Verschwörer ohne sie auszuverschwören.” http://the-babyshambler.com/2011/10/06/verschworung-als-regierungshandeln/

Florian Hauschild: “Wenn wir uns eine autoritäre Verschwörung als ein Ganzes ansehen, sehen wir ein System interagierender Organe, eine Bestie mit Arterien und Venen, dessen Blut verdickt und verlangsamt bis es fällt, betäubt; unfähig die Kräfte in seiner Umgebung ausreichend zu verstehen und zu kontrollieren. Wir werden später sehen, wie neue Technologien und Einblicke in die psychologischen Motivationen von Verschwörern uns praktische Methoden geben können, um wichtige Kommunikationen zwischen autoritären Verschwörern zu verhindern und zu verringern, starken Widerstand gegen autoritäre Planung anzustiften und starke Anreize für menschlichere Formen der Regierungsführung zu schaffen.”

Can Concelead: hetzkampagne? Gewaltaufruf? U mad Bra?

Jashan Chittesh: An Stop Watching Us – German News – “Ihr” habe ich nur in meinem Appell ganz am Ende meines Postings verwendet, d.h. ich habe da nicht auf irgendwen geschlossen, sondern lediglich in Worte gefasst, was ich mir von jedem wünsche … und das ist nie verkehrt: “Überlegt Euch, was Ihr tut, und was Ihr hier postet!” … aber natürlich geht jeder immer davon aus, dass er sich gut überlegt hat, was er tut bzw. postet … das “Ihr” ist aber vielleicht echt blöd (es schafft Trennung). Jetzt würde ich eher sagen “Lasst uns genau überlegen, was wir tun und was wir hier posten.”

Was mir “in der Szene” bei Einzelnen (aber doch als verbreitete “Tendenz”) immer wieder auffällt, ist eine starke Polarisierung und das Aufbauen von Feindbildern. Oft gepaart mit Glaubenssätzen, welche eine Emotion von Ohnmacht hervorrufen (bzw. Ausdruck der wahrgenommenen Ohnmacht sind). Und darin sehe ich persönlich wenig Sinn, daher mache ich, wenn es mir auffällt aufmerksam … und wenn es in meinen Augen Überhand nimmt, den Schritt an einen anderen Ort

Am Ende ist Gewalt immer der Ausdruck eines Gefühls so starker Ohnmacht, dass sich der Täter einfach nicht mehr anders zu helfen weiß, als zuzuschlagen (oder zu ballern). “Gegen-Gewalt” ist insofern (außer bei absolut unvermittelter, also ganz direkter Notwehr) zwecklos, weil sie am Ende nur ein stärkeres Gefühl von Ohnmacht beim Gegenüber erzeugt, und somit normalerweise mehr Gewalt verursacht.

Das sieht man sehr deutlich am “Krieg gegen Terror”, der mit Drohnenangriffen geführt wird, die natürlich dazu führen, dass mehr von diesen Angriffen Betroffene radikal werden … und einige davon werden dann tatsächlich “Terroristen”. Und dann gibt’s wieder mehr Gewalt, mehr Drohnenangriffe, mehr Terroristen. Was für ein dummer dummer dummer Unsinn! Aber damit verdienen halt Leute Geld … viel Geld.

Die Alternative ist: Hören, was diese Menschen antreibt. Am Ende wollen alle Menschen einfach nur gehört werden. Auch Politiker, Soldaten und Polizisten … und selbst die psychopathischen Verschwörer und geldsüchtigen EUR-$-Junkies.

Ein ganz interessanter Artikel zum Thema Gewalt und Eskalation von Gewalt in einen Bürgerkrieg (für diejenigen, die meinen man müsse unbedingt aggressiv und gewalttätig kämpfen):

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/syrien-der-westen-ist-schuldig-12314314.html

Lydia Riedel-Tramsek: Wenn hier irgendjemand wieder die Gewaltanwendung durchs Hintertürchen moralisch legalisieren will, dann kann er mich gern haben. Mir reichts immer noch, dass die RAF die gesamte linke Bewegung kaputt geschlagen hat. (Der mitlesende BND mit Bayernstandort wird den Ausdruck “jemanden gern haben können” hoffentlich richtig interpretieren)

Günther Wassenaar: Ich stimme mit der theoretischen Aussage, was MORDANSCHLÄGE betrifft voll überein. Bei derartigen Akten werden immer nur die getroffen die im Rampenlicht stehen. Aber das sind nur die Marionetten des Systems – sie sind jederzeit austauschbar. Die Vergangenheit hat doch deutlich gezeigt, dass nach jeder “Entfernung” eines Ministers des Kabinetts Merkel, eine andere Person sofort vorhanden war, die die gleiche Politik noch aggressiver, noch reaktionärer und perfieder durchdrückte. Terror kann das System des Terrors nicht kippen. Auf der “Spielwiese” kennen sich die regierenden viel zu gut aus, es ist ihr tägliches Arbeitsfeld – selbst untereinander um Posten und Einflußgebiete. Dieses System kann nur da getroffen werden, wo es der Macht weh tut – an der Basis. Wenn es gelingt, den Kampf in die Betriebe zu tragen, wenn es gelingt die hochsensieblen Transportwege zu unterbrechen und somit den Geldfluß zum erliegen zu bringen – dann und nur dann können wir an diesem System etwas verändern – es letztlich auf den Misthaufen der Geschichte zu werfen!

Ralf Muschall @Günther: Wenn die hochsensiblen Transportwege zum Erliegen kommen, sind wir alle nach 3 Tagen tot, das wären nämlich in erster Linie Wasser, Strom, Grundnahrungsmittel. Die Erfahrungen anderer Gegenden, wo jeder einen eigenen Brunnen, einen Acker und eine Herde Ziegen hat oder wenigstens so jemanden kennt, sind auf unsere städtische Welt nicht übertragbar.

Günther Wassenaar: Empörend werden HEUTE von vielen Bürgern die NSA und andere Spionagepraktiken angeprangert. Übersehen wird dabei, dass diese Bundesregierungen seit Jahren ALLES dafür unternommen hat, dass dieses Ausspionieren auch funktioniert.

So wurden jedem Bürger eine SteuerIdentnummer verpaßt, vom Säugling bis 20 Jahre nach seinem Tod gültig. Meine FRAGE dazu – wer der hier protestierenden hat gegen die Verwendung der Steueridentnummer sein Veto eingereicht???

Ich habe bei Zusendung der Steueridentnummer deren Verwendung widersprochen. Gestern habe ich Post vom Finanzamt bekommen, auf der die Nummer verwendet wurde und ich werde dagegen wieder vorgehen und Anklage wegen Verstoß gegen die informationellen Persönlichkeitsrechte stellen. Selbst bei einer Einstellung in einem Betrieb wurde die StID abgefragt – und ich habe geantwortet, dass ICH eine solche nicht besitze und die Verwendung einer derartigen nicht zustimme – auch auf die Gefahr hin, den Job nicht zu bekommen.

Gehen wir weiter!!

Auf Beschluß der Regierung erhalten ALLE Krankenversicherten eine elektronische Krankenkarte, auf der nun alle Vorgänge gespeichert werden können – natürlich nur zum Vorteil der Versicherten, da nun Rettungskräfte sofort einen Überblick über die Krankenvorgeschichte erhalten können.

Dass diese Kenntnisse die Pharmakonzerne befähigen jegliche Versuchsreihen bei Einführung eines Medikamentes abzusetzen – schließlich können sie den Feldversuch auf die komplette Bevölkerung ausdehnen und bekommen die Informationen der Krankheiteverläufe fast kostenlos – darüber macht sich kein Mensch Gedanken. Da können die Krankenbilder selbst bei der “Bekämpfung” von Systemgegnern eingesetzt werden – oder meint jemand, dieses System würde vor derartigen Möglichkeiten zurückschrecken?

Wieder meine Frage:

Wer hat bisher der eKrankenkarte widersprochen – hat bisher noch kein Paßbild an die Krankenkasse abgesendet?

Mit solchen “Kleinigkeiten” beginnt der Kampf gegen ein System – wobei man da noch bestehende Gesetze des Systems ausnutzen kann, sich auf die vom Gegner formulierten Gesetze beziehen kann.

Da auf den Sendern der ARD/ZDF massive Werbung für die Bundeswehr gesendet wird, habe ich die Intendantin des mdr angeschrieben – sie darauf aufmerksam gemacht, dass sie Werbung für eine Terrortruppe schaltet, eine Terrortruppe die an massiven Kriegsverbrechen beteiligt ist – und habe die Zahlung der GEZ/Service ARD/ZDF seit über einem Jahr eingestellt. Bezugnehmend auf die UN-Charta und Artikel 4 des Grundgesetzes, befinde ich mich im Recht. Keiner kann mich zwingen eine Straftat zu begehen – und die Unterstützung, selbst die finanzielle, für das Begehen von Kriegsverbrechen ist nach den Gesetzen eine Straftat.

Wer hat ebenfalls die Zahlung eingestellt und diesem Verbrecherstaat auf dem Wege finanzielle Mittel entzogen?

Vor ein paar Jahren hat die Bundeswehr Werbung auf dem Markt in der Lutherstadt Wittenberg durchgeführt. Am Vorabend, einem Montag, habe ich davon Kenntnis erhalten und auf der Montagsdemo zu Protesten dagegen aufgerufen. Wegen der Durchführung einer nichtangemeldeten Versammlung wurde ich verurteilt, mit der Begründung eine BLITZ- oder EILDEMO organisiert zu haben. Im Gesetzbuch der BRD sind diese Begriffe nicht enthalten. Der Richter hat also entgegen der Gesetze eijn Urteil im Sinne der Staatsanwaltschaft gefällt – Rechtsbeugung begangen. Die Staatsanwaltschaft forderte mich auf, den Betrag von 750,00 EURO zu bezahlen. Ich habe sie darauf aufmerksam gemacht, dass ich diesem Staat keine Geld zur Verfügung stelle, da er Gelder für Kriege und Kriegsverbrechen verwendet und habe ersatzweise die 15 Tage Haft abgesessen – wissend, dass jeder Hafttag in den Gefängnissen dieses Staates zwischen 120 und 160 € kostet – habe diesem Staat also zusätzliche Finanzen entzogen.

Widerstand ist möglich – manchmal schmerzhaft – aber immer angebracht – vor allem aber er ist zwingend notwendig, da selbst das Grundgesetz dazu auffordert, diesen durchzuführen, sollte die Wirksamkeit dieses Gesetzes in Gefahr geraten.

 

 

 

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