Bitte um noch mehr Solidarität mit dem Camp und Schule. Heute: Beispiel Idriss

31. Juli 2013 in Blog - alle Themen

Die Probleme begannen als der Vater von Idriss sich öffentlich zur Opposition bekannte und auch als Kandidat der Opposition öffentlich in Erscheinung trat. Da er und seine Mitstreiter großen Zuspruch bei den Bewohnern des Dorfes fanden wurde der Ort von den Regierungstruppen überfallen und es kam zu einem gewaltigen Blutbad, die Bewohner wurden abgeschlachtet, kaum jemand entkam und überlebte. Idriss wurde von den Soldaten mit Gewehrkolben auf den  Kopf geschlagen und verlor die Besinnung. Als er wieder zu sich kam, waren Soldaten nicht mehr da. Er sah seine gesamte Familie ermordert. Idriss flüchtete von Sudan nach Ägypten, von dort nach Jordan (auf einem Boot), dann nach Syrien, und dannach in die Türkei, wo er sein iPhone verkaufen musste, um die einen Busticket von Antakia nach Istanbul zu bezahlen. Die Suche nach einem ungefährlichen Ort ging weiter ins griechische Europa – nach Autostradia und anschließend nach Alexandropolis, wo ihm die Fingerabdrücke genommen wurden und “white paper” ausgestellt worden ist. Nach viel zu gefährlichem und schutzlosen Leben in Athen ging er nach Kreta, wo es ihm gelang – obwohl unter Umständen der Sklaverei – an den Olivenplantagen zu arbeiten. Er versuchte einige Male, mit dem Flugzeug nach Nordeuropa zu fliegen, aber es hat nicht funktioniert. Er versuchte 3 Mal, sich unter dem Auto festzuhalten und die Grenze unentdeckt zu überkreuzen, aber er wurde endeckt. Was man zu ihm geschriehen hat, ist mir nicht möglich, zu wiederholen. Nach all diesen Erfahrungen beschloß Idriss, zu Fuss zu gehen. Er lief von Griechenland nach Mazedonien, von Mazedonien nach Serbien, von Serbien nach Ungarn, von Ungarn nach Österreich, von Österreich nach Deutschland, wo er nun am O-Platz kämpft und in der Schule wohnt. Er und andere würden sich bestimmt freuen, mehr freundliche und einfühlsame Menschen kennenzulernen.

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