Rosemarie blüht nicht mehr

12. April 2013 in Blog - alle Themen

Liebe Freunde und Freundinnen,

die Nacht nach der Zwangsräumung in Reinickendorf hat Rosemarie bei uns in der WG verbracht. Wir haben viel geredet und einen guten Abend verbracht. Am nächsten Mittag hat sie für uns Fisch gekocht und ist dann von Freundinnen in die selbstorganisierte Unterkunft ‘Wärme mit Herz’ begleitet worden. Dort wurde sie sehr freundlich aufgenommen, hat aber leider nur eine Nacht verbringen können, da sie im Laufe des heutigen Tages verstorben ist.

Leute von der Wärmestube haben uns eben angerufen und uns von diesem schrecklichen Ereignis erzählt. Die Todesursache wird derzeit von der Polizei ermittelt.

Uns fällt dazu leider sehr wenig ein – es macht Euch und alle, die sich in letzter Zeit für Rosemarie eingesetzt haben oder auch ideell ihr beistanden sicher so traurig wie uns.

Wir hier trösten uns ein wenig damit, dass Rosemarie zu ihrem Lebensende noch ein wenig Solidarität erfahren hat, wovon sie in den letzten Jahren sicherlich nicht sehr reich beschenkt war.

Leider hat dies nicht verhindert, dass ihr Herz zerbrochen ist.

Gerade deshalb, wir kämpfen weiter!

Der Berliner Zeichner Heinrich Zille hat gesagt: “Man kann mit einer Wohnung einen Menschen genauso töten wie mit einer Axt.” Wohl erst recht, wenn man ihm diesen bescheidenen Rückzugsort auch noch wegnimmt.

G. und M.

 

http://taz.de/Widerstand-gegen-Zwangsraeumung-/!114268/

http://zwangsraeumungverhindern.blogsport.de/

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