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Commons und der Rest der Welt

17. März 2013 in Blog - alle Themen

“there’s no Commons without Commoning” – es gibt keine Commons ohne Commoning

In den Folgenden Vorträgen soll es eine Einführung in die Welt der Commons geben. Commons wird häufig mit Gemeingut und Allmende übersetzt oder gleichgestellt, dass dies nicht ganz so ist, und was was den nun Commons nun eigentlich sind gibt z.B. Silke Helfrich in ihrem Vortrag auf der letztjährigen Re:Publica zur Antwort.


Stefan Meretz beschäftig sich bei seinem Vortrag eher speziell um Geldlogik. Dieser Vortrag wurde im Februar 2013 auf dem Konkress für Solidarische Ökonomie gehalten.


Eine der Grundthesen dieses Buches: Commons veranschaulichen das Leerlaufen des dominierenden Wirtschaftssystems. Auf welchen Grundgedanken Commons aufbauen und welche Ergebnisse die produktive Seite der Commons im Idealfall produzieren, das soll hier in einer schematischen – und damit grob verkürzten – Gegenüberstellung mit dem Bestehenden deutlich werden.

GEWINNLOGIK COMMONS-LOGIK
Grundüberzeugungen bezüglich …
Ressourcen Knappheit ist gegeben oder wird hergestellt. genug für alle durch Teilen (rivale Ressourcen) Fülle (nichtrivale Ressourcen)
Strategie: »effiziente« Ressourcenzuteilung Strategie: Gestaltung der Sozialbeziehungen ist entscheidend für nachhaltige und faire Ressourcennutzung.
Menschenbild individueller Nutzenmaximierer (Homo oeconomicus) kooperationsfähiges soziales Wesen
Mensch – Natur/ Mensch – Beziehung Trennung im Sinne von: Entweder – Oder Individualismus – Kollektivismus Mensch – Natur Interrelationalität: Das Eine existiert durch das Andere.
Träger des Wandels machtvolle Interessengruppen oder institutionalisierte Politik Gemeinschaften und ihre Netzwerke Die Lösung kommt von den Rändern.
Fokus auf Tauschen Wirtschaftswachstum (BIP) Effizienz Zeiteinsparung Nutzen Gemeinwohl Komplementarität Zeitverausgabung
Kernfragen Frage: Was lässt sich verkaufen? Frage: Was wird zum Leben gebraucht?
Governance
Entscheidungsprozesse hierarchisch; Top-down Anordnung und Macht horizontal; Bottom-up Selbstorganisation und Monitoring
Entscheidungsprinzip Mehrheitsprinzip Konsensprinzip
Sozialbeziehungen
Machtverhältnisse Tendenz: Zentralisierung (Monopolisierung) Tendenz: Dezentralisierung (Autonomie)
Besitzverhältnisse Exklusives Privateigentum: »Mit meinem Eigentum tue ich, was ich will.« Gemeinsam genutzter Besitz: »Für meinen Mitbesitz bin ich mitverantwortlich.«
Zugang zu rivalen Ressourcen (z.B. Wasser, Land, Wald) begrenzt Regeln werden vom Eigentümer festgelegt. begrenzt Regeln werden von Nutzerinnen und Nutzern gemeinsam festgelegt.
Zugang zu nicht rivalen Ressourcen (Code, Ideen) begrenzt Knappheit wird künstlich hergestellt. frei Open Access
Nutzungsrechte werden vom Eigentümer gewährt (oder auch nicht) Fokus auf: Rechte des Einzelnen werden von koproduzierenden Nutzerinnen und Nutzern festgelegt Fokus auf: Fairness für alle
Praxis Durchsetzung auf Kosten anderer Konkurrenz dominiert Commoning Kooperation dominiert
Wissensproduktion
»verbetriebswirtschaftlicht« kooperativ; peer-to-peer
Verwertung ist prioritär Verwertung ist sekundär
proprietäre Technologien freie Technologien
Dominanz von Expertenwissen Anerkennung unterschiedlicher Wissenssysteme
Auswirkungen
für die Ressourcen Ausbeutung Einhegung (»enclosure«) Erhaltung Reproduktion und Vermehrung
für die Gesellschaft Individualinteressen versus Allgemeininteressen – AUSSCHLUSS Die Entfaltung jedes Einzelnen ist die Voraussetzung für die Entfaltung der Anderen und umgekehrt. – SELBSTENTFALLTUNG

quelle: http://band1.dieweltdercommons.de/essays/silke-helfrich-das-betriebssystem-der-commons/

links:

  • https://commonsblog.wordpress.com/
  • http://www.gemeingueter.de/
  • http://band1.dieweltdercommons.de/

22 Antwort auf Commons und der Rest der Welt

  1. bzgl. http://www.youtube.com/watch?v=rzlPH-rr_pU&feature=share&list=PL980BA9A979E115CA und http://videoatonale.blogspot.de/
    erlaubt die von uns gewählte standard urheberrechtslizenz die verbreitung durch verlinkung und einbetten in webseiten. die interviews der systemfrage2011+ sind öffentlich zugänglich. bei der cc lizent würde es heissen:
    “das Werk bzw. den Inhalt vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich machen”. dies bedeutet, die erweiterung besteht lediglich in der erlaubnis, das werk vervielfältigen zu dürfen. dazu ergeben sich für uns zwei fragen:
    - wie können die persönlichkeitsrechte der interviewten geschützt werden?
    - wie soll sich das projekt finanzieren bzw die unkosten reduziert werden, wenn die – wenn auch geringen – werbeeinnahmen wegfallen bzw sich stark reduzieren?

  2. noch ein fragennachtrag zum vorherigen posting:
    - wie kann unterbunden werden, dass ein interviewvideo heruntergeladen und in kruden (z.b. nazikontext) unter cc veröffentlicht wird.

  3. Hallo videoatonale,

    Ich fasse mal alle drei Fragen in einen Kommentar zusammen.

    1. Wie können die Persönlichkeitsrechte der interviewten geschützt werden?
    2. Wie soll sich das projekt finanzieren bzw die unkosten reduziert werden, wenn die – wenn auch geringen – werbeeinnahmen wegfallen bzw sich stark reduzieren?
    3. Wie kann unterbunden werden, dass ein interviewvideo heruntergeladen und in kruden (z.b. nazikontext) unter cc veröffentlicht wird?

    Ich versuche mal darauf zu antworten, gleichwohl ich zwar CC befürworte mich jedoch nicht als Fundamentalist ansehe. Noch zum einführenden Verständnis CC spricht von Inhalten nicht von Werken. Das heist der Inhalt eines Buches (die Wörter, Buchstaben etc.) aber nicht das Buch selber kann unter Creative Common lizenziert sein. Nun zu deinen Fragen.

    1. Wie können die Persönlichkeitsrechte der interviewten geschützt werden?
    zu 1: Jeder hat das Recht auf Informationelle Selbstbestimmung von daher ist jedes Persönlichkeitsrecht egal ob im echten Leben oder im digitalen Raum durch das Grundgesetzt geschützt. Eine Veröffentlichung eines Interview unter CC darf so oder so nie die Persönlichkeitsrechte verletzten.

    2. Wie soll sich das projekt finanzieren bzw die unkosten reduziert werden, wenn die – wenn auch geringen – werbeeinnahmen wegfallen bzw sich stark reduzieren?
    Grundsätzlich spricht nichts dagegen, die Inhalte die man erzeugt hat zu veräußern. Das kann man mit CC genauso machen wie unter dem gesetz. Urheberrechtsmodel. Wenn man Sachen kauft die unter CC lizensiert sind, kauft man im eigentlichen Sinne wohl eher nicht den Inhalt als vielmehr, die Verpackung oder die Dienstleistung die durch das zusammenstellen der Pakete o.a. erbracht worden ist.
    Ein gelungenes Beispiel ist für mich das Buch, dass man ganz normal im Buchhandel zum fixen preis erwerben kann, und dennoch als CC-BY-SA lizenziert ist. Man zahlt das Buch, den Druck etc. aber nicht den Inhalt den kann man sich sogar überall herunterladen.

    Komme ich zurück zu deiner Kernfrage Wie nun kann man ein Projekt finanzieren? Ich würde antworten, schaffe einen Mehrwert für den die Leute bereit sind, oder fähig sind zu zahlen.

    3. Wie kann unterbunden werden, dass ein interviewvideo heruntergeladen und in kruden (z.b. nazikontext) unter cc veröffentlicht wird?
    Technisch wohl gar nicht. Kopierbarkeit gehört zum Wesen der digitalen Technologie.
    Mir ist als erstes das CC-Attribut ND eingefallen das für “keine Bearbeitung erlaubt” steht. Jedoch stellt sich mir die Frage in wie weit sich dein Projekt “Systemfrage2011+” als Gesamtwerk klassifizieren lässt, zumal ja die Interviews Naturbedingt auch ohne “Systemfrage2011+” zu rezipieren sind. Genau da liegt der Hase im Pfeffer, auf die ich auch keine Antwort habe.

    Aber vielleicht findet sich noch jemand der schon mal das Problem hatte und eine Lösung parat hat.

    lg Richard

  4. danke für deine antwort.
    zu1. wenn der unter cc stehende kontext auf verschiedene patformen kopiert/veröffentlicht wurde, dürfte es aufwendig sein, die persönlichkeitsrechte ggf. durchzusetzen, da jede platform gefunden und einzeln kontaktiert werden müsste.
    zu 2. es geht im konkreten fall nicht um veräusserung, sondern um die werbeeinblendungen auf youtube. die systemfrage2011+ ist ja quasi wie eine bibliothek, die kostenfrei anzuschauen und nicht zu veräussern ist.
    zu 3. dass über die klassische urheberrechtslizenz kopieren untersagt ist, sehe ich als vorteil. wobei die möglichkeit zu verlinken und einbetten ebenfalls die gefahr birgt, dass der kontent in kruden zusammenhängen auftaucht. zumindest der klick auf das youtube logo führt den nutzer wieder zum originären zusammenhang.

    bleibt insgesamt betrachtet die frage, welche vorteile hier im konkreten fall eine cc (auch mit nd zusatz) bietet bzw. ob die nachteile die vorteile überwiegen.
    gespannt auf weiteres feedback.

  5. Ich lasse hier einfach mal eine der prominentesten Künstlerinnen zum Thema Monetarisierung freier Inhalte sprechen.

    http://www.ted.com/talks/amanda_palmer_the_art_of_asking.html

  6. doch, tut es. Die Pflicht zur Namensnennung, führt immer zur Originaldatei. Deine Interviews wären sowieso wertvoller, wenn man sie umschneiden und remixen könnte, aber das willst du ja nicht. Welche “Persönlichkeitsrechte” willst du denn gegebenenfalls umsetzen können? Ich dachte du fragst um Erlaubnis, bevor du veröffentlichst. Sollte dann jemand doch nicht mit der Veröffentlichung einverstanden sein, kannst du das Video immer noch genauso entfernen. Sollte das dann schon jemand kopiert und wieder hochgeladen haben, verletzt dieser dann die “Persönlichkeitsrechte” der betroffenen Person.

  7. Ich sehe es auch so, das Wenn “CC” mit der Namensnennung die Urquelle, also “Systemfrage2011+” immer bekannt ist, dann ist immer klar ist wer ist der Urheber ist. Taucht dann das Video in einem anderen Kontext im (nazi-kontext) auf, kommt man über den Namen zurück zum Ursprung, und kann verstehen worum es sich bei “Systemfrage 2011+” handelt. Wenn jemand keine Namensnennung macht kannst du den Rechtsweg einschlagen und gegen die falsche Nutzung klagen.

    Ich persönlich empfehle BY-SA, wenn du nicht möchtest das jemand fremdes auch nur einen pixel verändern darf, dann setzte ND dazu. SA steht für share alike, d.h. es darf keine andere Lizenz als genau diese annehmen.

    @sumynona er will ja gerade, das man nicht drin rum schnippeln darf.

    @Vidoatonale, wenn du die Videos auf BY-SA-ND veröffentlichst, könnte jeder die Videos auf seine Plattform hochladen, natürlich darf er kein pixel verändern.

    Wenn dann jemand ein Video auf http://www.nazipur.blabla veröffentlich, dan lässt sich doch an der Quelle erkennen, das die Urheber keine Propaganda machen, sondern lediglich Interviews führen und der Interviewte gegebenenfalls Mist sabbert.

    Und wie bekommt man das wiederhochgelandene Video von dort runter? – du gar nicht. Denn auch der User bekommt unter CC rechte mit den Inhalten was zu machen.

    Es mag sein, dass man die allmächtige Kontrolle verliert, aber ich denke die positiven Teile überwiegen, und sprechen für CC.

  8. 1. Copyright: alles ist verboten; attribute: nutzungsrechte können vergeben werden
    2. CC: alles ist erlaubt: attribute: einschränkungen können vergeben werden.

    Das Copyright ist eine künstlich erzeugte Verknappung.

  9. ich sehe, dass das copyright vs cc idiologisch und emotional aufgeladen ist.
    auch wenn cc sympathisch erscheint, überwiegen die nachteile.
    diese beschreibung der systemfrage2011+ ist die grundlage unserer aktivität:
    http://videoatonale.blogspot.de/p/info.html
    wir gehen mit den interviewten ein vertrauensverhältnis ein.
    persönlichkeitrechte bedeutet, dass ein interviete auch zu einem späteren zeitpunkt,
    das recht hat, sein interview entfernen zu lassen. dies lässt sich unter der urheberrechtslizenz für uns einfach bewerkstelligen, da die daten an einem zentralen ort gehostet sind, reicht das löschen oder offline stellen des contents. wurde der content heruntergeladen und auf anderer stelle im netz unerlaubt hochgelden, reicht eine anzeige bei youtube, um den content entfernen zu lassen. ein anwalt ist dazu nicht nötig, damit verursacht der vorgang keine kosten. vielen interviewten war es wichtig, dass wir die kontolle über den content bewahren.
    in diesem zusammenhang sehe ich unter cc nur nachteile, was den aspekt der rechtedurchsetzung angeht.
    was andere arbeiten von uns angeht, kann cc durchaus eine option sein. in diesem fall leider nicht.
    eine ‘verknappung’ sehe ich in diesem fall ebenfalls nicht, kann der content der systemfrage2011+ frei verlinkt und sogar in ‘fremden’ websites, blogs etc ‘embedded’ werden. um ggf. letzteres zu unterbinden, reicht ein klick.

  10. Schon die Gegenüberstellung von Creative Commons vs Copyright zeigt, dass du das einfach nicht verstehen willst. Copyleft ist der Versuch, auf dem Copyright aufbauend dem Rechteinhaber Möglichkeiten (Freiheiten) der Attribution einzuräumen. Sie funktionieren nur mit Copyright. Das Gegenteil von Copyright ist eben nicht Copyleft sondern Public Domain. Die Persönlichkeitsrechte, auf die du so pochst, spielen dabei letztlich einfach keine Rolle. Sollte jemand auf die Depublikation eines deiner Werke aufgrund einer Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte pochen, erfüllst du diese Forderung immer durch Löschung des von dir bereitgestellten Inhalts. Egal auf welcher Plattform, egal unter welcher Lizenz. Sollte jemand anderes die ursprünglich von dir bereitgestellten Videos benutzen, reicht es diesen anzuschreiben, er solle betreffendes Video entfernen, das liegt aber immer bei demjenigen, der seine Persönlichkeitsrechte verletzt sieht. Du schiebst dieses Argument einfach nur vor. Richard meint mit künstlicher Verknappung, dass sich um einen freien Inhalt eine Allmende bildet, aus welchem die Commoner schöpfen und in welchen sie wieder zurückgeben. Remixen nennt man das auch gerne. Aus meiner Sicht (ich weiß, du siehst das natürlich nicht so) verhältst du dich eigentlich parasitär. Mit dem Beginn der Proteste unter dem Namen Echte Demokratie jetzt / aCAMPada / Occupy entstand etwas wie eine Revolutionsallmende. Es wurden nicht nur Namen, Ideen und Slogans getauscht, sondern eine Plattform der Empörung wurde geschaffen, an der JedeR teilhaben kann. Alle die wir protestieren und auf die Straße gehen, öffentlichen Raum besetzen oder versuchen Diskurse zu schaffen, manifestieren Empörung in der Öffentlichkeit. Diese wird durch Text-,Bild und Tonmaterial zitierbar. Und genau da kommen wir zum Punkt. Als Teil des Protests stelle ich die von mir durch den bunten Protest von Empörten generierte Medieninhalt den anderen Commoners wieder zur Verfügung indem ich das von mir geschöpfte Werk mit einem Copyleft versehe (oder direkt der Public Domain zukommen lasse). Ich schöpfe also aus der Allmende, gebe aber auch wieder etwas zurück, damit andere Teilhaber wieder etwas daraus schöpfen können. Solltest du das nicht glauben, schau dir einmal die Lizenz von Umbrella Peace Art Berlin an. Oder Sender Freies Neukölln. Du wiederum schöpfst Bildmaterial, ohne dem Protest etwas zurückzugeben außer der Dokumentation selbst. Aber hier fehlt eben die Reziprozität. Ich gebe dir ein Interview, kann daraus aber nichts neues für ein eigenes Projekt schaffen, ich schenke dir das Interview und habe nichts davon, außer der Aufzeichnung und Veröffentlichung durch dich. Dazu reicht auch meine Webcam. Schau doch mal die Lizenzen der Inhalte von OWS, Take the Square oder 15M mal an, dann fällt dir vielleicht auf, dass die alle mittlerweile CC nutzen. Übrigens gelten auch CC Inhalte mit ND (no derivates) und NC (noncommercial) als unfrei. Frei im Sinne von freedom of speech ist, was creative commons angeht, nur cc-by-sa (Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen). Aber das führt jetzt wohl zu weit.
    Mal nen link:
    http://globaluprisings.org/

  11. Für mich ist der unterschied zwischen Copyright und CC nicht emotional aufgeladen, aber sehr wohl mit einer ideologischen Einstellung verbunden und zwar der, wie sumynona feststellte, ob man bereit ist zu teilen.

    “Ein Vogel muss doch in die Welt hinaus, und sollte nicht im Käfig zur schau gestellt werden. ”

    Ich es finde jedenfalls schade bis unangenehm, das die “Systemfrage2011+” den Schritt zu CC nicht geht, ich sehe keine Probleme.

  12. ok ich geb auf.
    hoffe ihr wisst, wie das mit dem teilen auf youtube und einbetten in euren webseiten und blogs geht…

  13. es gibt nix zum remixen. der interviewte führt in unserem projekt und nicht moderatoren oder interviewer. es wird nichts verändert, es wird nicht geschnitten. der interviewte kann sich darauf verlassen.

  14. yann sagte am 21. März 2013

    hat videoatonale nicht zunächst alles ohne werbung hochgeladen? verletzt es nicht die persönlichkeitsrechte mancher interviewten, wenn jetzt vorher werbung für einen scheißkonzern läuft bzw. fürht es den ganzen ansatz nicht ad absurdum? ich weiss, wir alle sind gezwungen, geld zu finden, solange die verhältnisse so sind, wie sie sind… aber mit einem wirklich antikapitalistischen projekt geht keine mischform, das ist die reinste selbstverarschung und prinzipiell, es untergräbt revolutionäre ansätze…

    • Ich fand/finde die Idee mit den Private-Public-Screenings (Geld zu nehmen für die Aufführung freier Inhalte) eigentlich sehr gut, würde aber schon die Creative Commons Lizenz als Mischform begreifen (Gegenteil von Copyright ist Public Domain). Empfinde das nicht als Selbstverarschung.

  15. spenden tut keine sau. is ok so. deshalb werbung. findet sich auch auf zahlreichen livestreamportalen, nur da regt sich keiner auf. alternative aufhören, nicht ganz abwegig bei der ganzen meckerei. machts selbst.

    • Wie gesagt, ich finde nicht, dass du nicht versuchen solltest zumindest deine Unkosten zu decken, oder sogar etwas damit zu verdienen. Auch wenn du das als Kunst definieren möchtest, dass der Interviewte selbst durch das Interview führt, ist das legitim. Aber stilisier nicht Creative Commons zur heiligen Kuh, nur weil dich offensichtlich ständig Leute fragen, weshalb du das nicht benutzt. Dein Standpunkt ist ja durchaus argumentativ vertretbar, aber dein kurzer und abfälliger Kommentar CC sei für deine Zwecke nicht geeignet ist einfach unsinnig. Deshalb die Empörung.
      Zum Thema es gibt nix zum remixen: Natürlich gibt es in deinen Videos jede Menge Aussagen, die toll formuliert sind und Dinge auf den Punkt bringen, aber dafür schaut sich Jon Doe/Lieschen Müller eben kein 30 Minuten Interview an. Und zum Thema Verantwortung: Ich würde wetten, die meisten der Interviewten (kenne ja nun doch einige davon persönlich) hätten überhaupt kein Problem mit einer CC Lizenz, so du sie nur fragtest. Zum Thema Copyright als Schutz: Glaubst du etwa allen ernstes, ich könnte nicht deine Videos saugen, neu zusammenschneiden (remixen) und anonym auf sagen wir, 4chan oder ähnlichen Plattformen veröffentlichen? Egal ob Copyright oder Copyleft? Und komm jetzt nicht mit: das ist nicht rechtens, das ist so vieles nicht…

  16. verlinken und zu einer bestimmten stelle im video springen geht so:
    ‘teilen’>das video bis zur gewünschten stelle spulen>haken bei ‘starten bei:’ setzen
    vorteil, das gesamte video kann auf wunsch ebenfalls angesehen werden.

    die werbung deckelt nicht unsere unkosten. mal selbst ausprobieren ;-)

    urheberrechtsverletzungen nachzugehen klappt ganz gut

    der zuschauer, die zuschauerin soll die möglichkeit haben, auch die anderen interviewten zu sehen. schliesslich geht es auch um meinungsvielfalt.
    das auseinanderreissen macht nicht viel sinn. viele interviews bedeutet schutz.

    projekt kaum für zwei personen zu leisten. wir werden sehen. deshalb auch pragmatismus. nicht so viel zeit.

    schönen abend.

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