Kommt und schützt die besetzte Schule. Ohlauerstr./ Reichenbergerstr.

10. Dezember 2012 in Blog - alle Themen

Am 08.Dezember 2012 haben wir eine große Schule in der Ohlauer Str./Reichenmerger Str. besetzt.Als streikende Flüchtling haben wir den seit Monaten auf der Straße geführten Kampf in eine neue Etappe transformiert. Nach dem Fußmarch von Würzburg nach Berlin haben wir am  Oranienplatz unseren Widerstandcamp eingerichtet. Wir setzen unseren Widerstand mit Demonstrationen, das Verteilen von Flugblättern, Besuchen von Flüchtlingslagern und Besetzungen fort.
Das Bezirksamt will am Moritzplatz ein Lager zur Zwangsunterbringung, geflüchteter errichten. Dem setzen wir mit der Besetzung einer großen Schule, die Gründung eines selbstorganisierten Raums entgegen. In Deutschland gibt es viele Flüchtlinge. Eine unserer grundlegenden Forderungen ist die Abschaffung der bestehenden Flüchtlingslager, die der Isolation dienen. In diesem Sinne stellt die besetze Schule eine symbolische Bedeutung dar. Auf der anderen Seite mobilisieren wir neue Flüchtlinge für unseren berechtigten Widerstand. Und es ist ein praktisches Bedürfnis den Winter in der besetzten Schule zu verbringen.
Kurz nach der Besetzung gab es ein Gespräch mit dem Kreuzberger Bürgermeister. Am Dienstag wird das Bezirksamt beraten und sich wieder mit uns treffen. Derzeit befinden wir uns in der Verhandlungsphase. Es gibt die Überlegung uns kleinere Räumlichkeiten anzubieten. Aber kleinere Räume können die Bedürfnisse unserer Widerstandsbewegung nicht erfüllen.
Mit dem monatelang geführten Kampf auf der Straße haben wir eine legitime Basis geschaffen. Jetzt befinden wir uns in einer Phase, den Flüchtlingswiderstand in eine konkrete Kraft umzuwandeln. Um die besetzte Schule zu erhalten, brauchen wir noch mehr Solidarität und Unterstützung. Wir rufen alle antikapitalistischen und antifaschistischen Kräfte auf, die besetzte Schule zu schützen. Der Kampf gegen das kapitalistische System der Isolation ist nicht nur das Problem der Flüchtlinge. Die gesamte Gesellschaft wird dazu verdammt in Isolation leben.
Es ist von unserer Anzahl und Entschlossenheit abhängig, ob das Bezirk uns die Schule überlässt. Daher sollen noch mehr Flüchtlinge aus den Flüchtlingslagern in Berlin und anderen Teilen Deutschlands zur besetzten Schule kommen. Dazu sollte jede_r Initiative ergreifen und mobilisieren.
Wir erwarten, dass alle die auf legitimer Basis durchgeführte Hausbesetzung unterstützen. Diejenigen, die ihre Unterstützung verbal geäußert haben, sollten den Worten Taten folgen lassen. Unser Aufruf an allen Intellektuellen, Künstlern und oppositionellen Gruppen bzw. Individuen lautet: Kommt und lasst uns die besetzte Schule gemeinsam schützen. Lasst uns den seit Monaten auf der Straße geführten Kampf der streikenden Flüchtlinge in eine konkrete Errungenschaft umwandeln.
Abschaffung des Abschiebegesetzes

Anerkennung ALLER Asylsuchenden als politische Geflüchtete

Abschaffung der Residenzpflicht

Abschaffung der Lager und Sammelunterkünfte für Geflüchtete
10.12. – 20h – Theater
-Asylmonologe- feat. Star – Bass – Bariton Terry Coo k „Eine beschämende Schlussfolgerung für das angeblich so perfekte und attraktive Europa und insbesondere für Deutschland.“  www.buehne-fuer-menschenrechte.de Facebook /buhne.furmenschenrechte

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