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Die vielen Gesichter von Occupy (1) – Heute: Linke und Geldsystemkritiker

5. Dezember 2012 in Blog - alle Themen

Heute würde ich gerne mal auf eine Initiative hinweisen, die in den sozialen Netzwerken seit ein paar Tagen rege Verbreitung findet und diese ein wenig in Verbindung zu dem “Was ist links?”-Artikel weiter unten hier auf Alex11 stellen.

Hier zunächst der Linktipp:

http://www.geolitico.de/2012/12/03/wirtschaftsanwalt-im-schuldenstreik-gegen-banken-und-staat/

Hans Scharpf, Frankfurter Wirtschaftsanwalt, bestens verankert im System, sieht sich als Teil von Occupy Money und kritisiert offensiv das bestehende Geldsystem. Während der geneigte Linksdogmatiker hier nun sicher schnappatmend zu hyperventilieren beginnt, sehe ich genau hierin die Stärke dessen, was einige Bewegung, andere Prozess nennen: Themen die lange erfolgreich unterdrückt wurden und aus dem politischen Diskurs herausgehalten wurden, finden immer mehr Verbreitung. Durch Occupy eben vor allem auch die Ungerechtigkeit des (leider immernoch) bestehenden Giralgeld/Zins-Systems.

Normalerweise war ja immer die Linke zuständig für System- und Herrschaftskritik. Je mehr man aber zu einem bornierten und oft auch hysterisch-paranoiden Haufen wurde, desto zahnloser wurde die Kritik. Alles wurde reflexhaft immer erstmal als potenziell “nazi” oder gar “antisemitisch” verdächtigt, ein ehemals progressives, hinterfragendes Politspektrum wurde brav, angepasst und harmlos.

Die Sorge um den eigenen Ruf oft größer als der Mut zur Veränderung. Doch eigentlich geht´s hier nicht darum die Linke zu bashen und da man ja in der Linken auch extrem empfindlich auf solche Worte reagiert, gleich mal noch ein paar Streicheleinheiten: Viele von euch sind natürlich ganz toll engagiert und wichtig. Ich selbst würde mich ja eigentlich auch als Linker bezeichnen, verzichte aber aus verschiedenen Gründen dann doch lieber darauf… :-)

Also lange Rede kurzer Sinn: Letztendlich war es genau diese eitelkeits- bzw. oft auch unterwanderungsbedingte Handlungs-, Kritik- und Aktionsunfähigkeit des linken Spektrums, welche eine Lücke für ein Phänomen wie Occupy in die Gesellschaft riss. Wie es so ist in Systemen: Versagt eine Systemkomponente, entsteht eine neue, die die Aufgabe versucht zu übernehmen.

Das mag im Rahmen von Occupy nicht immer gelungen sein. Man wird wohl keinen Aktivisten finden, der nicht regelmäßig den Kopf schüttelt, ob des ganzen Wahn- und Unsinns, der einem so in dieser Bewegung entgegenschlägt, aber eine Sache ist dann doch ganz gut gelaufen: Der Protest wurde nicht vereinnahmt. Zwar schickten sich – eben vor allem erwähnte – linke Gruppierungen an, die Deutungshoheit auch innerhalb des losen Protestspektrums zu erlangen, dies gelang aber nur bis zu dem Punkt an dem es auch sinnvoll ist.

Natürlich ist die Bewegung im Kern das, was man klassischerweise als links bezeichnen würde. Nicht aber linksdogmatisch mit all den hässlichen Ausprägungen des Dogmatismus: Zensur, Ausgrenzung, Paranoia, Mobbing, etc. Sicher alles Probleme die auch zu Genüge in der Bewegung zu beobachten waren, letztendlich aber auch alles Verhaltensweisen die sich nie durchsetzen konnten und da wo sie auftauchten stets zu massivem Widerstand führten, und auch weiter führen werden, sollte es weiterhin Vereinnahmungsversuche mit derart schmutzigen Tricks geben.

Die Bewegung bleibt offen und auch ein Wirtschaftsanwalt wie Hans Scharpf hat das Recht sich als Teil dieser Bewegung zu sehen und gegen das zu opponieren, was er als falsch und ungerecht ansieht.

Ironie der Geschichte, dass dieser Akteur in seinem Verständnis bezüglich der Ungerechtigkeiten des Geldsystems um Jahre denen voraus ist, die sich lange für die Sperrspitze der hiesigen Systemkritik hielten.

Absehbar, dass diese, anstatt diesen Fakt – als EINEN wichtigen Kritikpunkt in der Systemdebatte – mal anzuerkennen, lediglichlich mit verschwurbelnden, ausweichenden Plattitüden antworten können und jenen “Verkürzung” vorwerfen, die de facto die Systemkritik um eine bedeutende Koponente erweitern.

Aber das hat man im vergangenen Jahr nun wirklich alles zu genüge gelesen, die Argumentations- und Ablenkungsketten sind bekannt, nichts Neues ist da zu erwarten.

Interessant wird es, wenn die, die von sich selbst sagen kritisch zu sein endlich wieder kritisch werden – und zwar nicht in erster Linie gegen die personifizierten Objekte der eigenen Paranoia – sondern gegen das bestehende System, das weiter auf Kosten von Mensch, Natur und Umwelt seine zerstörerischen Kreise zieht und sukzessive allen Beteiligten die Lebensgrundlage raubt.

Ich hoffe wir erleben diesen Entwicklungsschritt möglichst bald.

17 Antwort auf Die vielen Gesichter von Occupy (1) – Heute: Linke und Geldsystemkritiker

  1. Nein, nein, dass das kein Linken-Bashing ist, das ist schon klar. Viel mehr ist es der Versuch rechte Ideologie mehrheitsfähig zu machen. Eine Unterscheidung zwischen guten und schlechten Kapitalismus gibt es nicht. Wenn ein Banker das Zinssystem anprangert, dann ist die Aussage dieser Kritik: „ Kapitalismus ja aber internationaler Hochfinanzkapitalismus nein“ Genau das ist die Position der Nationalisten. „Occupy Money“ kann, wie der Name schon sagt, nur eine verkürzte Kapitalismuskritik sein, also nichts weiter, als nationalistische Bauernfängerei.

    „Themen die lange erfolgreich unterdrückt wurden und aus dem politischen Diskurs herausgehalten wurden, finden immer mehr Verbreitung.“

    Eine nette Umschreibung dafür, dass Nationalismus wieder hoffähig wird.

    Der gesamte Artikel ist ein Versuch nationalistische Standpunkte in Occupy zu integrieren.
    Geldsystemkritiker und Kapitalismuskritiker unterscheiden sich durch einen ganz wichtigen Unterschied und haben miteinander nichts zu tun. Die Letzteren haben begriffen, die Ersteren nicht.

    Trotzdem verstehe ich euch. Ich verstehe alle Menschen, welche enttäuscht sind von der Politik, von den Arbeitsbedingungen und vom Leben in diesem Land. Gerade hier im Osten sind nicht wenige von der SED direkt in die NPD gewechselt, nachdem viele Millionen kurz nach der Wende arbeitslos wurden und bis heute keinen Fuß mehr auf den Boden bekommen haben. Der Sozialismus hat sie enttäuscht, weil er scheinbar versagt hat und der Kapitalismus brachte nur H4. Die Enttäuschten dieser Gesellschaft entscheiden sich für zwei Lager. Das Lager des Nationalismus ist das Falsche. Abschottung führt zum Untergang. Wir müssen eine europäische oder sogar weltweite Lösung für unsere Probleme finden. Diese Lösung ist die Abschaffung des Kapitalismus und nicht die Abschaffung des Geldsystems.

    • “Geldsystemkritiker und Kapitalismuskritiker unterscheiden sich durch einen ganz wichtigen Unterschied und haben miteinander nichts zu tun. Die Letzteren haben begriffen, die Ersteren nicht.”
      Deine Gleichung will mir nicht einleuchten. Vielleicht weil sie auch nicht begründet wurde?
      Ich verstehe nicht ganz, was du eigentlich willst. Du willst den Kapitalismus zerstören und dann?

      Dazu will ich einfach mal ein Teil der Definition über Kapitalismus aus der Wikipedia hinzuholen:

      “Allgemein wird unter Kapitalismus eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung verstanden, die auf Privateigentum an den Produktionsmitteln und einer Steuerung von Produktion und Konsum über den Markt beruht.”

      Möchtest du also Privateigentum abschaffen, möchtest du das freie wirtschaften mit Produktionsmitteln verbieten, möchtest du den Konsum stoppen?

      Stattdessen interessierst du dich nicht für die Geldschöpfung und nicht für den Zins und Zinseszins? Warum das nicht abschaffen (mit Geld noch mehr Geld verdienen) und das freie Wirschaften und Konsumieren behalten? Und vor allem, was hat das mit rechts zu tun?

      • netter versuch. gute fragen…ist aber sinnlos mit solchen leuten. wirst keine antwort bekommen, ausser vielleicht neue vorwürfe, wahnvorstellungen, an den haaren herbeigezogene unterstellungen, gerne auch lügen und beleidigungen.

        mein link unten mit der wiki-definition triffts wohl ganz gut. diese menschen leben in einer wahnwelt. witzlos..

        …bezüglich der thematik geldsystem hab ich diese leidlichen denunziantionsversuche und ablenkungen übrigens schon vor über einem jahr dekonstruiert…zu lesen hier:

        “Um den Lesern dieses Blogs ein mühsames Verstolpern in den eifrig ausgehobenen Schlaglöchern der Geldsystemdebatte zu ersparen, werden im Folgenden die Highlights eben jener Kampagne dargestellt und kurz entkräftet. Im besten Fall werden so zusätzliche Ressourcen für die eigentlich viel wichtigere Frage freigesetzt: Wie kann man es denn besser machen?”

        http://the-babyshambler.com/2011/11/29/neues-zur-geldsystemdebatte/

      • „Möchtest du also Privateigentum abschaffen, möchtest du das freie wirtschaften mit Produktionsmitteln verbieten, möchtest du den Konsum stoppen?“

        Das Privateigentum an Produktionsmitteln muss abgeschafft werden und der Konsum muss gestoppt werden, jedenfalls der Konsum, welcher unkontrolliert Raubbau an den Ressourcen unseres Planeten verursacht. Machen wir so weiter, dann haben wir in 20 Jahren keine Rohstoffe mehr, aber da erzähle ich doch gebildeten Leuten nichts neues…oder doch?

        Natürlich will ich ( wollen wir?) den Kapitalismus zerstören, denn er ist einzig und allein das Grundübel. Sicher ist das Geldsystem mit Zins und Zinseszins die Ursache von Armut, aber wer nur das Zinssystem oder das Geldsystem kritisiert ist ein Nationalist, wenn er nicht gleichzeitig den Kapitalismus als Urheber für dieses System identifiziert.
        Elflorian fallen nichts als Beleidigungen auf Kritik ein und somit disqualifiziert er sich selbst. Er merkt gar nicht, oder er will es nicht bemerken, dass er mit seiner Geldsystemkritik nationalistische Rhetorik wiederkäut und das auch noch 1:1.
        Elflorian ist…und das wird mit jedem Artikel immer klarer…in einer Reihe zu sehen mit Infokrieger und Kopp Verlag. Ich verstehe wirklich nicht, warum du ihn bewunderst.

        • Schon deine Wortwahl wie “zerstören” empfinde ich im ersten und auch im zweiten Moment eher befremdlich und abschreckend.

          Kapitalismus das Grundübel. Mag sein, ich würde eher auf die Gier tippen und da sind wir wieder beim Menschen. Ergo bei mir und bei dir selbst.

          Geldsystemkritik ohne gleichzeitig den Kapitalismus als Urheber dafür zu identifizieren = Rechts ? Aha, danke für deine Aufklärung. Nun bin ich durch dich informiert.

        • “Geldsystemkritik nationalistische Rhetorik wiederkäut und das auch noch 1:1.”

          ..was für ein hahnebüschener Unfug..und bei aller Kritik am Kapitalismus: Ebenfalls erstrebenswert ist es, dass das neue System nicht auf den Wahnideen paranoider Polit-Psychopathen basiert…

        • Ich mag Leute nicht, die anderen immer aufzwingen wollen wie diskutiert werden muss, und die ansonsten anderen, deren Meinung oder Diskussionsstil nicht passt oder übereinstimmt, als Psychopathen oder ähnliches beschimpfen. Wer gibt dir das Recht zu fordern, andere Menschen als “krank” zu bezeichnen, die eingewiesen gehören? Man kann nur hoffen, dass du niemals an solche Stellen kommst, die so etwas zu entscheiden haben. Ist mir halt nur so beim Diskussionstil einiger hier aufgefallen.

          Ansonsten bin ich auch dafür, Privateigentum bei bestimmten Dingen abzuschaffen oder zumindest zurückzufahren und auch die Spekulation zu verbieten. Warum soll jemand ein Wohnhaus “besitzen” und an andere Leute gewinnbringend vermieten oder es wieder gewinnbringend verkaufen? Dadurch wird alles nur unnötig teurer. Es gibt Dinge, die gehören zu den Basics, welche allen Menschen zur Verfügung gestellt werden sollten: Wohnen, Lebensmittel, Transport. Oder warum muss unbedingt bei solchen Sachen wie Strom, Wasser, Post, Bahn usw. privatisiert werden? Solch eine Versorgung gehört für alle bezahlbar gesichert.

        • lol zeig mir einmal ein zitat von mir wo ich sage “person xy ist….”

          ich benenne hier handlungsweisen und wenn ich psychopathen benenne, die es zweifelsfrei gibt, dann allgemein formuliert…wer das dann auf sich bezieht sollte sich dann halt mal fragen warum wohl.

          anders schaut es schon bei vielen – vor allem linksdogmatischen – diskussionspartnern aus…da ist keine beleidigung und unterstellung ist zu perfide um sie personenbezogen in umlauf zu bringen. (s. beispielhaft hier weiter oben).

          von daher wollen wir doch mal bitte die kirche im dorf lassen…nicht?

          Davon mal abgesehen strebe ich in keinster weise an irgendwelche “stellen zu kommen um sowas zu entscheiden”. Ich schreibe einfach nur, mehr nicht…und die form wie man dafür immer wieder von ähnlichen akteuren beleidigt, attackiert und denunziert wird erinnert am ehesten an orwells 1984.

          wieso habe ich immer das gefühl dass diese dystopie gar nicht so weit erscheint, wenn ich die erwähnten polit-psychopathen agieren sehe?

        • Bla bla, wie auch immer. Ich mag halt einfach deinen “Diskussionsstil” nicht. Ist vielleicht rhetorisch schlau (aber eben auch einfach zu durchschauen), nicht jemand persönlich als Psychopath zu bezeichnen, aber pauschal und unkonkret in die Runde zu werfen, damit sich ja irgendwer angesprochen fühlen darf. Ganz schlechter Stil! Und wenn es auch nur ein Gefühl der Antipathie ist (wie übrigens auch noch bei weiteren Schreiberlingen hier), dann ist das nun mal so. Wie soll man mit so jemandem inhaltlich diskutieren?! Erfahrungsgemäß ist das schwierig bis unmöglich. Was hast du denn für böse, böse Erfahrungen mit “Linken” gemacht, dass du hier dauernd so am Abkotzen bist?

        • Peter Pan (@fhain) das Privateigentum bei bestimmten Dingen abzuschaffen ist doch schon mal eine vernünftigere Diskussionsgrundlage, als die Pauschalkeule zu schwingen. (Nicht das du sie geschwungen hättest) Ich möchte mich auch nicht als der Allwissende verstanden wissen, aber mit Pauschalaussagen kann man gar nichts anfangen. Sie haben nur zerstörerisches und nichts fruchtbares. Wir müssen auch immer daran denken, dass Menschen auf diese (und anderen) Webseiten zum ersten Mal auf diese Themen stoßen und wenn sie dann lesen, der Kapitalismus soll zerstört werden, dann kann man sich ausmalen, inwieweit man damit überhaupt eine kritische Masse erzeugen kann.

          Ich finde auch, dass einige Bereiche in die Hand der Gesellschaft gehören. Z.B.: Bildung, Rente, Gesundheit, Infrastruktur. Warum sollte an diesen Dingen verdient werden können? Das macht keinen Sinn, wie man sieht. Bei Grundstücken könnte man meiner Meinung nach sogar richtig radikal rangehen und sie ausschließlich pachtbar und nicht kaufbar machen. Wenn man von diesem Planeten geht, dann steht das Grundstück für die Nachfolgenden wieder zur Verfügung. Auf der anderen Seite wünsche ich mir dennoch einen freien Markt und zwar ein wirklich freien Markt. Dieser muss sich natürlich an die von der Gesellschaft erlassenen Regeln halten und darf sich niemals über sie hinwegsetzen können oder noch schlimmer sie sogar machen.

          Ich setze mich für Social Entrepreneurship und für das Wiederaufleben des ehrbaren und redlichen Unternehmers ein.

        • “Wie soll man mit so jemandem inhaltlich diskutieren?! Erfahrungsgemäß ist das schwierig bis unmöglich. Was hast du denn für böse, böse Erfahrungen mit “Linken” gemacht, dass du hier dauernd so am Abkotzen bist?”

          ich finde nicht dass man sich mögen muss oder sympathisch finden muss um sachlich zu diskutieren…und zum diskussionsstil: glaub mir, ich versuche mich stets so anständig wie möglich zu verhalten…auf was ich allerdings oft treffe sind lügen, personenbezogene hetzkampangen, perfide unterstellungen, absichtliches aus dem zusammenhangreissen von teilzitaten, paranoides verhalten..oben versucht mich ein solcher akteur bspw. wiederholt in die nähe von rechten kreisen zu rücken, wie du siehst..ein ganz typisches strickmuster gewisser dogmatiker, die bei inhaltlichen widersprüchen sofort denunzieren..um den zweiten teil deiner frage zu beantworten.

          zum inhaltlichen: schließe mich da beim thema “privateigentum in bereichen der grundversorgung in öffentliche hand” dir und chreama an und weise mal auf folgende, dies erweiternde liste hin: http://www.alex11.org/2012/12/wie-man-die-welt-rettet/#more-11222

  2. “Paranoia (griechisch παράνοια paránoia, aus παρὰ parà „neben“ und νοῦς noûs „Verstand“; wörtlich also „neben dem Verstand“, „verrückt“, „wahnsinnig“) ist im engeren Sinn die Bezeichnung für eine psychische Störung, in deren Mittelpunkt Wahnbildungen stehen. Häufiger taucht der Begriff jedoch in seiner adjektivischen Form paranoid auf (s. Infobox ICD 10), der auf Verfolgungsängste oder Verfolgungswahn hinweist. Die Betroffenen leiden an einer verzerrten Wahrnehmung ihrer Umgebung in Richtung auf eine feindselige (im Extrem bösartig verfolgende) Haltung ihrer Person gegenüber. Die Folgen reichen über ängstliches oder aggressives Misstrauen bis hin zur Überzeugung von einer Verschwörung anderer gegen sich.”

    http://de.wikipedia.org/wiki/Paranoia

    “Wir müssen eine europäische oder sogar weltweite Lösung für unsere Probleme finden.” …natürlich, was denn sonst. deswegen heisst es ja auch global change movement…

  3. Mir kommt beim durchlesen des verlinkten Artikels von Scharf, und betrachten des absatzes:
    Bei Abschluss der Kreditverträge sei er davon ausgegangen, dass die Sparkasse ihm „tatsächlich Geld verliehen“ hätte. Dabei habe er angenommen, die Sparkasse habe das Geld aus den Einlagen anderer Kunden entnommen oder aber von der Zentralbank geliehen. In jeden Fall sei er davon ausgegangen, dass die Bank für seine Kredite Refinanzierungskosten an die Zentralbank oder aber doch mindestens Zinsen an die Sparer hätte zahlen müssen.

    Ein juristischer gedanke dazu.
    Wenn der Kunde bewust getäuscht worden ist, oder er die Täuschung nicht sehen konnte, und er nicht aufgeklährt wurde woher das Kreditgeld kommt, dann wird doch der Vertrag nichtig.
    Begründung: Wenn ein exiztenzielle Annahme “Woher kommt das Geld?” nicht dargestellt wird, dann ist das doch zumindest Sittenwidrig. – zumindest für nichtbänker ;-)
    Die Bank ist total Übervorteilt.
    Wenn man der Bank dan noch Nachweisen kann das sie ihre Kunden bewusst im glauben der falschen Annahmen lässt, wären sogar Schadensersatzforderungen gegenüber der Bank möglich.

    • das wäre doch mal was!
      Wir weisen den Banken Täuschung im Rechtsverkehr nach und der BRD gleich mit. Dann können wir Schadensersatzforderungen stellen und unsere Steuern zurückholen.
      Leider hat die Sache einen Haken, die Banken und die BRD-Proletiker sind nicht blöd (auch wenn es manchen so scheint). Die werden sich schon abgesichert haben bzw. so lange Rechtsbeugung betreiben, bis dir das Geld ausgeht.

      Besser ist doch, deren Geld nicht mehr zu benutzen. Zugegeben kein einfacher Weg, aber erfolgsversprechender.

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