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Sandra Ramirez

14. November 2012 in Blog - alle Themen

Sandra Ramirez,  eine Unterhändlerin der FARC im Interview

Das Interview beweist es wiederholt, nicht der Feminismus bringt den Frauen die Gleichberechtigung, sondern einzig und allein die Abkehr von der kapitalistischen Gesellschaftsstruktur. Wer  gleichberechtigte Geschlechter will, muss den Kapitalismus bekämpfen und nicht das andere Geschlecht.

Ein Auszug:

…Dieser Respekt für die Frauen und die Möglichkeit, uns als Frauen, Kämpferinnen und beruflich zu entwickeln, ist der Grund dafür, daß sich so viele Frauen den Reihen der FARC anschließen. Hier bieten wir ihnen, was die sozialen und ökonomischen Bedingungen des Landes der großen Mehrheit der Bevölkerung und vor allem den Frauen nicht bieten…

Hier der gesamte Artikel, bitte unbedingt lesen:

http://www.jungewelt.de/2012/11-14/046.php

1 Antwort auf Sandra Ramirez

  1. Der Text bestätigt deine Behauptung nicht.
    Vielleicht solltest du selbst das Interview einmal ganz lesen.

    “Und mir fiel auch auf, daß ein regelrechter Kampf gegen das Machotum und für gleiche Rechte und Pflichten von Frauen und Männern geführt wurde. (…)
    In den FARC haben wir Mechanismen geschaffen, um damit Schluß zu machen, und das ist Teil unserer täglichen Kämpfe an der Seite der Genossen. Denn wir treten für die Gleichheit der Geschlechter und ihr Wohlergehen ein.”

    Sandra Ramirez benennt die Schaffung von Gleichberechtigung deutlich als Kampf.
    Die bloße Abkehr von der kapitalistischen Gesellschaftsstruktur genügt also nicht.
    (Dieses Argument ist übrigens als `Nebenwiderspruch` in die politischen Annalen eingegangen, hat mit zur Erstarkung der 2. Welle der Frauenbewegung der 60er/70er in D-Land geführt, und also gääähn)
    Aus ihrer Aussage: “das ist Teil unserer täglichen Kämpfe an der Seite der Genossen” folgere ich außerdem, dass diese Auseinandersetzung vor allem von den Frauen der FARC eingefordert und geführt wird, wohl aber mit dem Unterschied, dass die Überwindung (einigen) Männern ebenso Anliegen ist.

    Das Bestreben des Feminismus ist nicht Bekämpfung der Männer, sondern die Aufhebung der Unterdrückung der Frau. Der Widerstand dagegen produziert erst die Notwendigkeit zum Kampf.

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