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Öffentlicher Appell an Gewerkschafter (de/eng)

8. November 2012 in Blog - alle Themen

Den DGBonzen und Gewerkschaftsbürokraten auf die Pelle rücken!

Öffentlicher Appell an die Vorsitzenden des DGB

*English below*

**please spread it**

Bitte schreibt ähnliche Emails an Gewerkschafter

Please write similar message to trade unionists or send them this one !

To: info.bvv(at)dgb.de
CC:barbara.susec(at)dgb.de, annika.wuensche(at)dgb.de, ulrich.wegst(at)dgb.de, christoph.hahn(at)dgb.de, michael.sommer(at)dgb.de, annelie.buntenbach(at)dgb.de

Sehr geehrte Vorstandsvorsitzende des DGB,

am 14. November ist nicht nur eine europaweiter Aktions- sondern auch STREIKtag. Wieder einmal lässt der DGB nichts erkennen, was darauf hindeutet, die Tradition der Sozialpartnerschaft und des Burgfriedens mit dem Kapital zu beenden. Der neoliberale Kapitalismus bedeutet für die Arbeitenden auch in diesem Lande, dass kommunale Güter verscherbelt werden (oft der erste Schritt via PPP), weitere gravierende Verschuldung von Kommunen und des Staatshaushaltes aufgrund einer Steuerpolitik, die die Wohlhabenden noch mehr sponsert, Dumpinglöhne für Arbeitende, prekäre Arbeitsverhältnisse (Leiharbeit inklusive), rasant ansteigende Lebenshaltungskosten (insbesondere bei Mieten und Energiekosten) und damit eine Verbreiterung der Verarmung.

Noch immer werden Gewinne, Erträge des Kapitals (die ja von den Arbeitenden geschaffen werden) privatisiert und Schulden vergesellschaft. Die Installierung des Niedriglohnsektors wurde bekanntlich durch die Hartz-Gesetze forciert und bringt es mit sich, dass immer mehr Arbeitende so viel schuften müssen, dass sie kaum noch Zeit für ihre Kinder haben. Stromabstellungen und Zwangsräumungen häufen sich und immer mehr werden von Lebensmittelspenden abhängig bzw. ernähren sich von weggeworfenen Lebensmitteln und Flaschensammler*innen konkurrieren mittlerweile um Sammelplätze.

Wie stark die Not von uns Arbeitenden ist, zeigt sich auch exemplarisch an der Selbstverbrennung eines jungen Mannes am 13. Oktober, der lt. Medien unter großen Existenznöten litt. Im letzten Jahr waren es 11.000 Suizide, die in diesem Land stattfanden.

Desweiteren sind die Dumpinglöhne in Deutschland mit verantwortlich für das Elend der Arbeiter*innenklasse anderer Länder, wie hier ausgeführt: http://foodandpeace.wordpress.com/2012/06/28/europas-niedergang/

sowie: http://www.ak-gewerkschafter.de/2011/07/15/helft-heinrich/

Es sei hier noch angemerkt, dass das “Verbot des politischen Streiks” auf einem Gutachten von H. C.  Nipperdey beruht, der bekanntlich 1938 unter den und für die deutschen Nazis samt der Herren der Produktionsmittel und Profite (Krupp&Thyssen, IG Farben etc.) die Schrift “Die Pflicht des Gefolgsmannes zur Arbeitsleistung” schrieb und er trotzdem nach 1945 als Rechtsgelehrter für das Arbeitsrecht aufsteigen konnte. Siehe dazu auch hier: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13950

Ich finde,  – nach all dem, was über den NSU-Komplex bekannt geworden ist – dass die Arbeitenden des öffentlichen Dienstes dazu verpflichtet sind, den Verfassungsschutz zu entnazifizieren und wir als gesellschaftlich Arbeitende in Deutschland das Betriebs- und Verfassungsgesetz bzw. das Arbeits- und Streikrecht. Dies gebietet mir die Lehre aus der Geschichte des letzten Jahrhunderts mit zwei Weltkriegen und organisiertem Massenmord.

Ich – und bestimmt viele weitere Kollegen und Kolleg*innen – sehe es deshalb als notwendig an, dass wir einen Streik gegen das unsäglich Streikverbot mit völkischer Tradition und die daraus resultierenden schlechten Lebens- und Arbeitsbedingungen führen müssen.

Und somit skandiere ich schlussendlich in diesem demonstrativen Brief bzw. dieser Email an Ihre Adresse:

“Nicht nur demonstrieren – sondern einen Streik organisieren !” 

Für ein soziales Europa und eine lebenswerte Zukunft in einer durch Solidarität und Empathie geprägten Gesellschaft der Arbeitenden Europas !  

Diese Email werde ich in den sozialen Netzwerken publizieren, wie z.B. in Facebook: https://www.facebook.com/events/192217897580821/?fref=ts

 Über ein Feedback bzw. kritische Reflexion meiner Email würde ich mich freuen.

Mit freundlichen und kämpferischen Grüßen,

Alinka Seth

======== English :===========

 Public appeal to the chairmen and -women of the Federal Association of German Trade Unions (DGB) 

To: info.bvv(at)dgb.de

CC: barbara.susec(at)dgb.de, annika.wuensche(at)dgb.de, ulrich.wegst(at)dgb.de, christoph.hahn(at)dgb.de, michael.sommer(at)dgb.de, annelie.buntenbach(at)dgb.de

Dear chairmen and chairwomen of the DGB,

on November 14th is taking place not only a European action- but a STRIKE day too. But as always you don’t present a sign, that includes the struggle to finish the tradition of social partnership and slavish obedience with the capital. Neoliberal capitalism means for the labors in this country too, that communal goods are sold (mostly it is starting by PPP) , increasing indebtedness of the municipalies and the federal state on the base of inequitable tax policy, increasing costs of living (specially of rents and energy) and therefore the extension of poverty.

The asset and benefit of the capital is yet been privatized, but the debts are been socialized. The establishment of the low payed sector has been forced by the Hartz laws and implies, that more and more labors have to work so much, that they don’t have enough time for their children. Power cut-offs and evictions are rising and more and more people   being contingent upon food donations and are taking their food out of garbage containers.

The deep misery of us labors have been showed us as example the self immolation by burning of a young man on October 13th, who – this reported media- he was fearing his survival on the base of bad livelihood conditions. Last year Germany achieved 11.000 dead persons, who commited suicide.

Further the dumping wages are responsible for the misery of labors in other countries, how it is reported here:

http://foodandpeace.wordpress.com/2012/06/29/germanys-low-pay-sector-and-trade-surplus-roots-of-the-crisis-in-europe/

 It should been articulated here, that the “prohibition of political strikes” are basing on expertise of H. C. Nipperdey, who had worked for the ‘laborfront’ of the German Nazis and the commandors of the production means and the profits (Krupp&Thyssen, IG Farben and so on). He wrote and published 1938 the text “The duty of the fellower to be effective in his work”. After 1945 he was one of the most important jurists (and a teacher in juristic high schools too) in Germany specially for the labor law.

After all, what has been public about the NSU complex, I think, that the labors of the public sector have the duty to denazify the German secret service and we as social labors to do it with the labor laws. This is for me the lection of the history of last century, which is including two world wars and the organized mass murdering.

Me – and doubtless plenty of our working comrades – think, that there is a need to organize a strike to overcome the old fashioned prohibition of a polical strike in Germany, which is basing on the Nazii rule tradition and which is including the misery of the European working class.

 Finally in this demonstration letter, I want to chant, adressed to you:

“Don’t only demonstrate – go on strike!” 

For a social Europe and good future inside a society, which is basing on solidarity and empathy with the labors! 

I’ll publish this email inside social networks (Facebook as well as blogs).

I’m looking forward to receive feed back and critical refections on this email.

With friendly and pugnacious greetings,

Alinka Seth

1 Antwort auf Öffentlicher Appell an Gewerkschafter (de/eng)

  1. *English below*

    Es gibt noch einen weiteren – sehr wichtigen Grund -, warum der DGB und seine Einzelgewerkschaften zum Streik aufrufen sollten: Die Demonstration um 15 Uhr am 14. November findet in der Arbeitszeit statt. Ohne Streikaufruf schließt der DGB seine eigenen Mitglieder aus!

    Deshalb protestiert und postet dies auf alle gewerkschaftlichen Facebook-Seiten und/oder schreibt ihnen dies via Email!

    There’s another very important reason to go on strike on 14N: The demonstration in Berlin is 3 pm, but in this time the most people are working. Without a call for strike the DGB is excluding it’s own members (the working class)

    So please protest, post and write this arguments to the Email adresses of the German trade unionists and on all Facebook pages of the Geman Trade unions!

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