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Große Kotti-Demonstration am 10.11 – Lärmdemo

8. November 2012 in Blog - alle Themen


Am 10. November werden in Hamburg, Freiburg und Berlin Menschen gegen hohe Mieten und Verdrängung auf die Straße gehen. In den letzten Jahren stiegen die Mieten in vielen Städten rasant an. Dagegen formiert sich immer mehr Widerstand.

Das Camp am Kottbuser Tor ist einer der wichtigsten Kristallationspunkte der Mietenproteste in Berlin in diesem Jahr. Die Mieter*innengemeinschaft „Kotti und Co“ hat mit dem Gecekondu einen poitischen Ort geschaffen, an denen sich Familien, Freund*innen, Mieter*innen und oder Aktivist*innen wirkungsvoll gegen steigende Mieten und Verdrängung organisieren. Die Demonstration will diesen Kampf unterstützen und mit anderen Kämpfen verbinden.

Nachdem kleine Erfolge errungen wurden, steht nun am 13. November eine von Kotti & Co und dem berliner bündnis sozialmieter.de veranstaltete Konferenz über die Zukunft des Sozialen Wohnungsbaus an. Es geht ans Eingemachte: Die Mieten müssen jetzt sinken, damit die Mieter*innen am Kottbusser Tor aber auch in den anderen Brennpunkten wie z.B. dem Fanny-Hensel-Kiez, in der Palisadenstraße, in der Akazienstraße und an den zahlreichen anderen Orten in allen Bezirken dort wohnen bleiben können, wo sie zum Teil seit über 30 Jahren leben.

Die Häuser, denen, die sie brauchen !

Ein wenig Neubau, ein bisschen Kosmetik und sozialdemokratische Rhetorik wird an der fortgesetzten Verschlechterung der sozialen Lage von Vielen nichts ändern. Die Eigentumsfrage muss in den städtischen Kämpfen offensiv gestellt werden. Die Wohnungen, die Häuser, die Stadt sind nicht dafür da, die Profite zu steigern. Sie sind der Ort, wo die Bedürfnisse der Menschen befriedigt werden sollten. Die Häuser müssen konsequent vergesellschaftet werden, wobei die Verwaltung der Häuser von unten organisiert werden muss.

Die zunächst lose Verbindung von stadtpolitischen Kämpfen in verschiedenen Städten ist ein erstes wichtiges Signal für eine Verbreiterung des Prozesses. Am 10.11. werden nun zeitgleich Demonstrationen gegen hohe Mieten und Verdrängung in Hamburg, Berlin und Freiburg stattfinden.In Berlin ist die verhinderte Zwangsräumung in der Lausitzer Straße 8 ein wichtiger Schritt hin zu einer konkreten Infragestellung des staatlichen Gewaltmonopols, welches viele Menschen gewaltsam aus ihren Wohnungen und ihrem Lebensumfeld reißt.

Keine Rendite mit der Miete, kein Profit mit unserer Stadt!
Solidarität mit Kotti und Co, der Familie Gülbol in der Lausitzer Straße und allen anderen stadtpolitischen Kämpfen !
Kommt zur Demonstration am 10. November 2012 // 16 Uhr // Kottbusser Tor

Webseite: http://mietenstopp.blogsport.de/

PS. in Eigener Sache: Dieser Text wurde von mir hier lediglich veröffentlich ich bin nicht der Autor.

1 Antwort auf Große Kotti-Demonstration am 10.11 – Lärmdemo

  1. Muss es erst soweit kommen?

    “Sie hat es nicht ertragen: Als die Beamten für die Zwangsräumung anrückten, stürzte sich die 53-jährige Frau aus ihrer Wohnung im vierten Stock in den Tod. Sie hinterlässt eine 21-jährige Tochter und ihren Mann, der in Barakaldo (Baskenland), dem Ort des Geschehens, früher für die Sozialdemokraten im Gemeinderat sass. Jetzt endlich, nach mehreren Ereignissen dieser Art, forciert die Regierung in Madrid die Änderung der Gesetzeslage. … ” der ganze Artikel hier: http://uhupardo.wordpress.com/2012/11/09/frau-sturzt-sich-kurz-vor-zwangsraumung-aus-dem-vierten-stock-in-den-tod/

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