Refugee Protest :: Hungerstreik vor dem Brandenburger Tor :: eMail an Bürgermeister Wowereit

30. Oktober 2012 in Blog - alle Themen

Kopie eMail vom 30.10.2012 um 13:47
Empfänger: presse-information@senatskanzlei.berlin.de, der-regierende-buergermeister@senatskanzlei.berlin.de, Direktion3@polizei.berlin.de
Telefon: (030) 9026-3015 (Senatskanzlei Regierender Bürgermeister Berlin)

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Wowereit,
sehr geehrte Damen und Herren,

bitte handeln Sie: sofort und umfassend. Menschen vor dem Brandenburger Tor befinden sich in Lebensgefahr. Der Hungerstreik der Refugee Protest Aktivisten ist politisch und friedlich. Die Maßnahmen der Polizei vor Ort (u.a. Entwendung von Schlafsäcken und Isomatten) bringt die Hungerstreikenden in unmittelbare Lebensgefahr.

Ich appelliere an Ihre Menschlichkeit, Empathie und Ihre Mitverantwortung in dieser sehr kritischen Situation.

Die Flucht vor Verfolgung, Folter, Gefängnis, Tod, Krieg und Unterdrückung sowie wirtschaftlicher Not ist auch durch unsere europäische Aussenpolitik und Exportwirtschaft bedingt.

Wie können Sie Menschen, die friedlich für Menschenwürde und universelle Menschenrechte mahnen und dabei sogar ihr Leben einsetzen (Hungerstreik bei Minustemperaturen!) so begegnen?

Bitte veranlassen Sie persönlich die höchste Priorität in dieser Angelegenheit.

Berlin ist eine weltoffene europäische Metropole. Bitte zeigen Sie, dass wir uns in dieser Stadt auch unserer Verantwortung für die Welt bewusst sind. Wir dürfen uns nicht länger dem Leid und der Ungerechtigkeit in der Welt verschließen.

Diese Menschen setzen ihr Leben dafür ein, anderen dieses Schicksal zu ersparen und für menschenwürdige Flüchtlingsgesetze für Alle zu kämpfen und sie verdienen unsere uneingeschränkte Solidarität!

Bitte agieren Sie menschlich und NICHT nur nach Vorschrift. Es gibt eine höhere Gewalt und eine höhere Instanz der Moral und Ethik.

Die Flüchtlinge zeigen uns, was wir in der Welt anrichten, diese Menschen sind hunderte Kilometer marschiert und bringen die Botschaft der Menschlichkeit zu uns und auch die Botschaft der Verantwortung. Unserer Verantwortung.

Ich bitte Sie, im Namen vieler Bürger, den Menschen nicht auch noch das Letzte zu nehmen was sie besitzen, die Menschenwürde und tun Sie alles, um die bestehende Lebensgefahr abzuwenden! Bei eisigen Temperaturen einem Menschen das letzte Wärmende zu nehmen, kann nicht in Ihrem Sinne sein.

Mit freundlichen Grüßen,

Florian Zacharias Raffel

 

Arbeitsgruppe Aufklärung & Solidarität #as13
web: http://occupyberlin.info/blog/ag-as13/

 

 

 

 

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