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Occupy Basel solidarisiert sich mit allen von Armut betroffenen Menschen

17. Oktober 2012 in Blog - alle Themen

repost from here: http://www.socialthink.ch/public_html/occupy/?p=458

Armut ist überall, Armut kann alle treffen und wir sind weit davon entfernt, die Probleme zu beheben welche zu Armut führen können.

Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen und um Lösungen zu diskutieren, findet morgen der Welttag zur Überwindung von Armut statt.
Ort und Zeit: Claraplatz Basel, Mittwoch 17.10.2012, 16:30 Uhr bis 20:00 Uhr

Obwohl die Schweiz kürzlich zum reichsten Land der Welt gekürt wurde, lebt auch hier etwa 10% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. In vielen Ländern ist diese Situation noch viel dramatischer. Weltweit sind über 850 Millionen Menschen am Verhungern!

Armut in entwickelten Ländern und Armut in Entwicklungsländern sind oft eng mit den Mechanismen verknüpft, welche Erstere für ihre hohe Entwicklung ausgenützt haben und nachwievor ausnützen! Auf vielen unterschiedlichen Wegen führt unser Handeln, unsere Wirtschaft und Politik, bzw Kapitalimsus im Allgemeinen, zu Armut an verschiedensten Orten auf der Welt, und auch in der Schweiz selbst! Kräftig am Mitmischen ist dabei natürlich auch unsere Finanzindustrie!

Hier ein paar Punkte, wie unser Handeln oder unsere Wirtschaft/Politik zu Armut führen können:
- Unsere Finanzindustrie und auch das ihr zugrunde liegende Geldsystem verstärken die Ungleichheit auf der Welt. Die Schere zwischen Arm und Reich vergrössert sich stetig, unter anderem durch das Zinsgeld-System. Die Schweiz als Steueroase. Oder als Drehscheibe von Rohstoffhandel.
- Profite der Wirtschaft und Wirtschaftswachstum stehen über allem, Regulierungen werden abgebaut, Gewinne immer weniger versteuert. Gewinnsteigerung durch Intransparenz. Verluste werden verstaatlicht und schlussendlich vom einfachen Steuerbezahler getragen, da beispielsweise Banken nicht bankrott gehen dürfen.
- Waffenexport: Schweizer Waffen für Kriege und Unruhen in instabilen Ländern.
- Diskriminierung und Ausschluss von Minderheiten: Hetzerei gegen Minderheiten und benachteiligte Schichten wie zum Beispiel Migranten, Arbeitslose, Randständige. Dringend nötige Sozialleistungen werden wegen Sparmassnahmen abgebaut oder gestrichen.
- Massenkonsum: Billig-Produktion in Entwicklungsländern, auf Kosten der Gesundheit der Arbeiter und der Umwelt. Förderung von sozialen Unruhen und Krieg. Verlagerung der Umweltschäden. Ressourcen-Ausbeutung. Globale Preissteigerung.
- Verschwendung: Überproduktion, weitere Ressourcen-Ausbeutung. Nahrungsmittelverschwendung. Fleischproduktion. Auslagerung von Mülldeponien in Entwicklungsländern.
- Land-Grabbing: Landkauf der entwickelten Länder im grossen Stil, damit Rohstoffe zur Benzinproduktion oder Energiegewinnung angebaut werden können. Die arme einheimische Bevölkerung wird dabei vertrieben.

Natürlich gibt es noch viele weitere Gründe für Armut. Die obigen Beispiele zeigen aber, dass wir alle an Armut hier und weltweit mitschuldig sind! Ohne konsequente Verhaltensänderung können wir die Armut nicht beheben, die Augen zu verschliessen ist keine Lösung!

Aus diesem Grund solidarisiert sich Occupy Basel mit allen Menschen, welche von Armut betroffen sind. Setzen wir ein Zeichen, dass wir Armut nicht länger fördern wollen, sondern dass wir bereit sind unser Verhalten zu ändern, und damit benachteiligten Menschen hier und weltweit helfen wollen!

Occupy Basel wird bei dem Welttag zur Überwindung von Armut in Basel am 17.10.2012 dabei sein. Kommt auch ihr und untersützt uns!

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