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… und Ruhe will gelassen sein …

21. September 2012 in Blog - alle Themen

Mal wieder neues vom Sender Freies Neukölln, auch als Kommentar zu Geschehnissen unter Konsenszoffern …

6 Antwort auf … und Ruhe will gelassen sein …

  1. Hey Matthias…schön mal wieder Material von dir zu sehen…ich stimme dir im Grunde zu, denke aber dass da in deiner Analyse noch ein kleiner link fehlt:

    Natürlich hast du Recht damit, dass es der Dissenz ist der sozusagen immer wieder zum Zusammenkommen führt, nicht der Konsens…es geht aber auch gar nicht darum irgendeinen Endkonsens zu finden, es hieß auch nie “Diese Bewegung akzeptiert nur Konsens” etc…es heisst immer “dies ist eine konsensORIENTIERTE Bewegung” …und genau hierin liegt der springende Punkt. Konsensorientierung ist nichts weiter als ein bestimmtes Kommunikationsverhalten, der Gegenentwuf zum konkurrenzorientierten Kommunikationsverhalten dass man aus der alten Welt kennt…

    Der Dissenz ist nur produktiv wenn alle Teilnehmer zu mindest als Ziel setzen, dass man ihn ja überwinden könnte…was dabei dann rauskommt ist meist irgendein Zustand den vorher niemand der Teilnehmer im Sinn hatte…wenn sich alle damit abfinden ist das dann ein temporärer Konsens und neue Ansichten die hinzukommen oder eine Veränderung der Umweltbedingungen können im nächsten Schritt mit dem temporären Konsens als Grundlage einen neuen Dissenz erzeugen…hier ist man dann aber schon eienn Schritt weiter als zu vor und wenn man hier dann auch wieder konsensORIENTIERT kommuniziert gehts noch ein Stück weiter…und so weiter und so weiter…

    und so wird es immer sein :)

    • Hi Flo, ich halte es für missionarisch überzockt, wenn wir glauben, dass es diesen Konsens mit allen geben könnte, auch deswegen ist doch die dezentrale Ausrichtung so wichtig, weil sich in meiner Vorstellung von Anarchie eben die versammeln und gemeinsam entscheiden, die das auch zusammen (natürlich konsensorientiert!) können. Größere Fragen, die viel mehr Leute betreffen, werden dann hoffentlich irgendwann über den Druck des gemeinsam empfundenen Dissens’ konsensorientiert gelöst werden können. Dass sich aber alle herzlichst verbunden fühlen müssen, und zugleich alle anderen Positionen lieben ist eben Quark. Und diesen Eindruck kriegt man derzeit manchmal. Übrigens auch den des Konsenszwanges. Für mich würde sich an sich noch viel mehr die Frage stellen, was künftig überhaupt diskutiert werden muss, und was eh klar ist. Weil wir eben durch das eingeimpfte Mehrheitsprinzip die Entscheidungsfindung als schwieriger erachten, als sie meiner Meinung nach ist. Wenn es nämlich keinen Wettbewerb der Positionen mehr gäbe, gäbe es wahrscheinlich viel weniger zu entscheiden, weil vieles davon künstlich aufgebauscht wird, um sich zu positionieren. Da gibt es eben noch viel zu lernen, und die Grabenkämpfe sind sicherlich nicht den neuen Ideen entsprungen.

  2. sehr bemerkenswerter artikel zum thema übrigens: “Es ist an der Zeit, die Ära des Homo oeconomicus hinter uns zu lassen; sie hinterlässt uns einen ruinierten Planeten. Mit ihr geben wir auch eine Wirtschaftsform auf – sei sie nun kapitalistisch oder sozialistisch –, die auf der Prämisse der Knappheit beruht.8 Wir geben zudem das Konzept des Nationalstaates samt seines Gewaltmonopols auf, das zum Fluch der modernen Gesellschaft geworden ist. Und wir überwinden die formelle Demokratie, ohne in neue Formen des Autoritarismus zu verfallen. Die neue Gesellschaft, die von unten, von den Graswurzeln her, entsteht, zeichnet einen neuen politischen Horizont.” http://keimform.de/2012/hoffnung-von-unten/#more-6269

  3. Danke, Matthias für dieses neue Video. Ich danke Dir, für Deinen künstlerischen-kreativen und gleichzeitig politisch-analytischen Blick. Mögen die Menschen die Zeit nehmen, dies zu betrachten, zu hören, aufzunehmen und zu reflektieren. Und dann freue ich mich auf eine sachliche, emotionale – aber respektvolle und konstruktive Debatte innerhalb der vielen Kreise der Bewegung.

    Ich möchte auch hier, de Möglichkeit nutzen, auf meinen Artikel zu verweisen: https://www.alex11.org/2012/09/revolutionar-neue-menschen-vs-contras/

  4. Matthias, danke für Deine quantenphysisch-soziale *Einspeisung* in die Informationsnetzwerke, auch als Kommentar zu Geschehnissen unter Konsenszoffern… http://youtu.be/ZVIQfNg6rso

    Mögen viele von Text und Bilder zum Nachdenken angeregt werden. Und auch ich fühle mich angesprochen. Und fühle mich *geimpft* vom Sender Freies Neukölln. Und es fühlt sich gut an und wird Wirkung zeigen.

    Danke, Matthias! Danke, Sender Neukölln.

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