Nachschlag! Solidaritätsaktion gegen Campräumungen und für das Bürgerforum Nachschlag!

1. August 2012 in Blog - alle Themen

1. Presseerklärung:

Occupy protestiert mit einer neuen Zelt-Idee gegen die anstehende deutschlandweite Räumung der bestehenden Camps
Wir fordern unser seit vielen Jahren versprochenes Bürgerforum!

Aktivisten von Occupy Berlin haben heute anlässlich der drohenden Räumungen der Occupy-Camps in der Bundesrepublik Deutschland verschiedene Orte in Berlin symbolisch besetzt. Ziel ist es das Auffinden und Räumen der Zelte zu erschweren. Der wohl symbolträchtigste Ort für eines dieser Zelte liegt zwischen dem Kanzleramt und Jakob-Kaiser-Haus, wo ehemals ein Bürgerforum vorgesehen war.

Das Verlangen und das Recht der Bürger nach Partizipation und Mitbestimmung, sollte durch dieses Bürgerforum auch städtebaulich manifestiert werden.
Die Teilbegriffe “Bürger” und “Forum” haben die Planer Stephan Knoedler und Nobert Behringer folgendermaßen definiert:
„Bürger: Der Bürger zeigt sich in großen Gruppen als Bürgerschaft, die zur starken und dynamischen Kraft werden kann. Zugleich erscheint der Bürger als eigenständige, selbstständige und politisch engagierte Persönlichkeit mit individuellen Wünschen und Anliegen.
Forum: Das Forum ist der zentrale Marktplatz und Treffpunkt für den politischen Bürger. Hier werden Informationen ausgetauscht, und es werden Antworten auf alle Fragen des politischen Lebens gegeben.“
Dieses Bürgerforum wurde aus Kostengründen nie verwirklicht.
Die Occupy Bewegung speiste sich aus dem Wunsch Orte zu haben an denen man sich begegnen kann , ohne Konsumzwang, oder sich einer Organisation anschließen zu müssen. Was einerseits in den Entwurf eines Regierungsviertels Einzug gehalten hat, wurde von Anfang an von den Medien, der Politik und vielen anderen bekämpft.
Die Aktivisten fordern heute von den Bürgermeistern der verschiedenen Städte in ganz Deutschland auf, Orte für Begegnung und Partizipation zu schaffen (Bürgerforen), die Occupycamps nicht zu räumen und mit den Bewohnern endlich in einen konstruktiven Dialog zu treten, anstatt sämtliche Dialoge nur mit den mächtigen Vertretern aus der Wirtschaft zu führen .
Den Berliner Senat und die Bundesregierung fordern die Aktivisten auf, das hier vorgesehene Bürgerforum zu verwirklichen und dafür andere Baumaßnahmen, die einen rein repräsentativen Charakter haben entsprechend zurückzustellen. Die Kosten dürften sich auf einen Bruchteil dessen belaufen, was andere umstrittene Bauprojekte ( wie z.B….) kosten, zudem sind viele Bürger bereit Eigenleistungen dafür zu erbringen.
———-> wozu sich auch mit der billigen Abspeisung im Tagesspiegel zufrieden geben, wenn das Original vorhanden ist^^ <————————–
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Videoatonale und Kieke-mal-film-in-berlin haben folgebde Bewegte Bilder dazu:
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Guten morgen ♥
Bürgerforum, was ist denn das schon wieder für ein Klops?
Verwunderlich, das dieses Stück des nicht fertiggestellten Begierungsviertel derart in Vergessenheit geraten ist. Zum einen quer durch alle Parteien die für diesen Vorschlage gestimmt haben, auf der anderen Seite bei den Gegnern des Entwurfes.
Es kräht kein Hahn mehr dannach.
Warum eigentlich fehlete das Geld für das Bürgerforum, ohne das man sich das gesamte Band des Bundes getrost vors Knie nageln kann. Die elementare Aussage, die Symolik des Begierungsviertels hat “man” sich gespart.
Wie wichtig es ist, zeigt ein Blick auf die Lage der Machtachsen des Entwurfes. Dort wurde ein wichtiger aspekt von vornherein ausgespart. Jenseits der Gebäude der demokratisch gewählten Vertretung (so sollte es sein) ist bekanntermaßen ein Terffpunkt für Lobbyisten und Politiker, den ich mal völlig respektlos “Politpuff” nenne.
Wie wichtig es ist, dort ein Bürgerforum zu haben wurde gestern deutlich. Ein Mitarbeiter einer Bundestagsfraktion diskutierte mit den Bürgern – ein bisher unmöglicher Vorgang. Feindbilder und Vorurteile schwammen einfach so dahin, im Fluss der Gespräche. Danke nochmals an den Herrn im Anzug, wir können nur voneinander lernen wenn wir uns begegnen. Das ist das Bürgerforum.
Auf einem anderen Blatt stehen Versammlungsorte in den Bezirken, um lokale und regionale Belange auf Augenhöhe zu erörtern. Probleme gibt es dort genug.
Auf Links oder Fachvorträge hab ich verzichtet, Lobby Contol und Band des Bundes sind gute Suchbegriffe um sich selber ein Bild zu machen, falls noch nicht vorhanden.
Occupy-Camps sind und waren nur der Anfang. JwZ – Ja wir Zelten. Und das ist nicht merkelantisch “Alternativlos”, wirkliche Plätze zur Begegnung benötigen Infrastruktur, so charmant Zeltlager sein mögen.
Kosten Nutzen. Was Kosten die Be- und Einfriedungsmaßnahmen eigentlich? Polizeieinsätze rund um die Uhr, Internetüberwachung, Spitzel, eingeschleuste Zerstäuber und all der repressive Kram. Können diese Kräfte/Mittel nicht anders genutzt werden, bei wirklichen Bedrohungslagen, wie z.B. Rüstungs und Waffenverkäufen oder aufgerüsteten Nazibanden in Deutschland?
noch eine Frage habe ich, ehr retorisch – Wer ist am Ende?^^

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DANKE an alle Aktivisten, die mit dieser kleien aber feinen Aktion praktische SOLIDARITÄT geübt haben. Hugs & Kisses 4 Occupy Berlin

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