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Die Weltretter 3.0

24. Juni 2012 in Blog - alle Themen

Die Weltretter 3.0

Die Generation Facebook macht mobil

Sie sind jung und weltweit aktiv: Die Generation Facebook macht mobil. Sie skypen, posten, twittern und organisieren so die erste wirklich globale Jugendbewegung. Ihr Ziel ist ambitioniert: Sie wollen nichts weniger als unsere Welt retten.

von Jana Lemme

Das wollten rund 180 Regierungschefs und Staatspräsidenten auch schon mal, vor 20 Jahren, auf der legendären UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro. Doch der Geist von Rio ist längst verflogen, Ernüchterung hat sich breit gemacht. Das Vertrauen in die etablierte Politik haben die jungen Leute schon längst verloren, sie sind enttäuscht von 20 Jahren UN-Konferenzen, die am Ende so gut wie nichts brachten. Ihnen geht es vor allem um die für ihre Zukunft entscheidende Frage, wie viele der weltweiten Ressourcen noch übrig bleiben werden für diejenigen, die heute jung sind.

So besetzt die Generation 3.0 Flughäfen, blockiert Kohlezüge, putzt die Luft sauber und wohnt auf Bäumen, um sie vor der Abholzung zu schützen. Sie macht Politik von unten. Es sind junge Leute, die mit dem Bus von New York bis Rio de Janeiro fahren, um auf dem für sie fragwürdigen UN-Jubiläumsgipfel (vom 20. bis 22. Juni) zu zeigen, dass sie um ihren Planeten kämpfen werden.

Über drei Milliarden Jugendliche unter 25 leben heute auf der Erde – mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung. Sie sind groß geworden in einer Zeit, in der zwar “Nachhaltigkeit” auf alle möglichen Fahnen geschrieben wurde, die in Wahrheit aber eine ökologische Katastrophe nach der anderen hervorbrachte.

Die Generation 3.0 kämpft auf ihre Art für nachhaltige Entwicklung, einen schonenden Umgang mit den Rohstoffen dieser Welt, für die Erhaltung der Arten und vor allem für den Klimaschutz. Sie  stellt sich an die Spitze der Umweltbewegung: in Deutschland und Großbritannien genauso wie in den USA, Indien, China oder Nigeria.

Inzwischen überstürzen sich die Kämpfe und Erfolge der jungen Aktivisten: Mit einem kleinen Elefanten haben sie eine Klima-Steuer in Australien erstritten, die gigantische Pipeline KeystoneXL in den USA aufgehalten und mischen mit bei den Occupy-Protesten.

Wie groß die Bewegung ist, sieht man auch an dieser Zahl: In den letzten drei Jahren organisierten die “Weltretter” circa 15.000 Aktionen in fast allen Ländern der Erde.

http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF.de/planet-e/2942534/22907292/708766/Die-Weltretter-3.0.html

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