Wir werden Forderungen stellen. Aber nicht an Euch. An uns.

3. Mai 2012 in Blog - alle Themen

Wir haben es Euch gesagt. Seit dem ich denken kann. Doch Ihr habt Euch erzählen lassen, wir würden übertreiben. Wir sind demonstrieren gegangen. Seit Jahrzehnten. Doch ihr habt es ignoriert. Wir haben öffentliche Plätze besetzt und sind wochenlang geblieben. In Tausend Städten. Weltweit. Doch ihr verschließt nicht nur Eure Ohren und Augen, sondern auch Eure Herzen.

Wir werden durch Eure Polizei vertrieben und verhaftet. Unsere Anträge werden abgelehnt. Unsere bürgerlichen Rechte werde mit Füssen getreten. Die Medien lassen sich beeinflussen und berichten nicht fair und wahrheitsgemäß.

Da wir uns für eine friedliche Revolution entschieden haben, werden wir Euer System nicht mit Gewalt niederreissen.

Wir werden aus Eurem System aussteigen, in dem wir eine andere Welt schaffen werden. Stück für Stück. Tag für Tag. Wir glauben nicht mehr an Eure Illusionen und wir leben nicht mehr nach Eurem Muster. Euer System wird zusammenbrechen. Strukturell und moralisch.

Wir fällen unsere Entscheidungen selbst – im Konsens.
Wir brauchen keine Hierarchie und keine Führung mehr – wir bewegen uns als kollektive Intelligenz.
Wir entwickeln neue Konzepte, die auf Kooperation und Transparenz aufbauen.
Wir brauchen keine Ideologien mehr, da wir uns bewusst in einem ständigen Prozess befinden.

Wir sind radikal friedlich, weil wir Konflikte im Sinne aller Beteiligten lösen können.
Wir achten das Leben und die Menschenrechte – ohne Ausnahme.
Wir wissen, dass die Ressourcen auf diesem Planeten gerecht verteilt werden können.
Wir glauben nicht mehr an Profit und Macht. Unsere Werte basieren auf Solidarität, Koexistenz und Freiheit.

Eine andere Welt ist möglich, wenn wir Eure Welt verlassen.

Wir werden Forderungen stellen. Aber nicht an Euch. An uns.

 

An diesem Text kann mitgeschrieben werden: http://occupydeutschland.titanpad.com/10

 

 

 

4 Antwort auf Wir werden Forderungen stellen. Aber nicht an Euch. An uns.

  1. Richard sagte am 4. Mai 2012

    Hi,
    Wer bist Wir?
    Ich finde es anmaßend und verherrlichend das du in WIR-Form schreibst – mag auch inhaltlich einiges ok sein. Du bist kein Sprecher der Bewegung, also bitte impleziere das auch nicht durch deine missliche Art und Weise dich in 3. Person Plural auszudrücken. Kann ja nicht so schwer sein, persönliche Statements abzugeben.
    Grüße
    R.

  2. Till sagte am 5. Mai 2012

    hi,
    wer bist du der diktatorisch die form eines blog-beitrages vorgeben will?
    florian hat die dritte person gewählt, na und?
    als sprecher irgendeiner bewegung hat er sich in seinem beitrag mit keinem wort dargestellt!
    und was schwer und was leicht ist bestimmt die innere eingebung und niemand anderes…

    vielen dank für den tollen beitrag florian!
    liebe grüße

    • Richard sagte am 5. Mai 2012

      Hallo Chris,
      Ich bin der, der seine Vorbehalte zum Ausdruck bringen möchte. Das habe ich in meinem Kommentar salopp gemacht.

      Ein Artikel hier, sollte in der Tat ein Individueller Beitrag sein, genauso wie ein Kommentar. Es ist ja das schöne am Web 2.0 das man kontroversen an- und aussprechen kann.

      grüße
      R.

  3. Till sagte am 5. Mai 2012

    …kam halt bissi krass rüber der kommentar ;-)

    wir sollten uns gegenseitig mut machen, statt bevormunden…in diesem sinne bekundete ich solidarität mit florians artikel…
    kontroversen sollen und müssen sein und in der tat bietet das web dazu die ideale plattform!
    stilfragen sind da aber meiner meinung zweitrangig…

    finde es aber klasse, dass du stellung bezogen hast und deine worte kommentiert hast. danke!

    beste grüße…

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