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Zwischen Emanzipation und Genderwahn – Quo vadis, Feminismus?

12. März 2012 in Blog - alle Themen

Hallo zusammen,

mal wieder ein Thema heute bei dem man sich, wie bei eigentlich allen Themen die auch von militanten Totalitarismen okkupiert werden, schnell Feinde machen kann: Gender

Es gab ja auch anfangs in der Bewegung eininge Versuche beispielsweise bei Asambleas Quoten durchzusetzen und auch sonst erkennt man immer wieder, dass viele Menschen (ob Frau oder Mann), die der ein oder anderen Spielart des Feminismus nahe stehen, nicht selten an Politextremisten aus anderen Bereichen erinnern. Da wird bei Kritik oder Widerspruch zu den üblichen Feminismusthesen mit sofortigem Blocken, mit Denunzieren, Diffamieren und ähnlichem reagiert. Kurzum: Soziale Verbannung für die, die aus der Reihe tanzen.

Und auch sonst erkenne ich im politischen Feminismus, so wie er von vielen seiner Vertreter prakiziert wird nicht selten eine Art moderne Mainstream-Leitkultur mit relativ simplen Grundsätzen und klarem Freund-Feind-Denken. Das Ganze ist eingebettet in einen neoliberalen Wirtschaftsdogmatismus (Frauen in Führungsetagen und Lohnstatistiken als Hauptkampffelder) und in das, die politische Meinungsfreiheit beschränkende, Ideal der “Political correctness”. Kurz um: Das was einst als emanzipatorische, wichtige Frauenbewegung gestartet ist, ist auf dem besten Weg dahin zu einem systeminternen Lobby-Netzwerk zu verkommen in dem es dann meist auch nur noch um Kohle geht – oder ist das Ganze schon dahin verkommen?

Das hat sicher auch damit zu tun, dass sich radikalfeministische Frauen lieber mit neoliberal-reaktionären (Pseudo-)Feministinnen verbinden als mit aufgeklärten Männern, vermute ich. Die Frauenbewegung hat es jedenfalls nach Strich und Faden vergeigt eine emanzipatorische, revolutionäre Bewegung zu bleiben.

Ich denke, dass sich die ein oder andere Ikone der Frauenbewegung im Grab umdrehen würde, wenn sie mit anschauen müsste was ihre Nachfolgerinnen da so verzapft haben. Von vielen aufgeklärten, wirklich emanzipierten Frauen aus meinem persönlichen Umfeld weiß ich auch, dass viele das ebenfalls so sehen.

Nun ja, eigentlich sollte das nur die Einleitung für den folgenden Artikel sein, der dann als Diskussionsgrundlage dienen soll. In der Diskussion selbst bitte ich dann auf persönliche Anmaßungen, Beleidigungen und Unterstellungen zu verzichten, auch wenn ich bisher erfahren musste, dass dies fast zwangsläufig stattfindet sobald sich jemand kritisch zum Feminismus äußert. Vielen Dank :-)

Hier der Text von einer offenbar wunderbar emanzipierten Frau:

Von irgendwelchen Kerlen und Peinlichkeiten

 

 

1 Antwort auf Zwischen Emanzipation und Genderwahn – Quo vadis, Feminismus?

  1. Kein Kommentar? *dummschau* Feminismus an sich ist für meine Betrachtungsweise überflüssig. Er ist nur ein Produkt der Spaltung. Was wir brauchen ist nicht eine Gesellschaft mit mehr Rechten für Frauen, sondern eine gleichberechtigte Gesellschaft. Eine Gesellschaft ohne kapitalistische Herrschaftsstrukturen ist automatisch auch eine Gesellschaft ohne das so genannte Patriarchat. Mann und Frau sind nicht gleich (wäre ja schlimm), aber man hat sie in einer funktionierenden und gerechten Gesellschaft rechtlich und gesellschaftlich auf den gleichen Level zu stellen. Jeder Mensch hat das Recht und die Pflicht seinen Beitrag für die Allgemeinheit zu leisten, vollkommen unabhängig vom Geschlecht. Eine moderne Gesellschaft braucht keinen Feminismus, sondern einen Sozialismus!

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