Profilbild von elflorian

von

KONY 2012 ist ein Fake!

9. März 2012 in Blog - alle Themen

Hier mein persönlicher Kommentar zu der Kampagne:

„Der KONY 2012-Film ist ein an Schwülstigkeit und Schmierigkeit kaum zu überbietendes Kitsch-Werk…Klar ist dieser Kony ein Arschloch, aber das heisst mit Sicherheit nicht, dass man sich nun mit der entsprechenden Emotions-Propaganda überreden lassen sollte Leute wie Bush oder Condi Rice dazu zu animieren, die Sache auf ihre Art zu lösen/lösen zu lassen….so wie im Film übrigens vorgeschlagen, was auch klar rauskommt, wenn man mal anstatt sich nur die Kinderkulleraugen und ähnlichen Schwulst anzuschauen, hinhört was da eigentlich propagiert wird.

Es wird im Film ganz klar gesagt, es geht darum bei den entsprechenden Kriegstreibern Stimmung für eine Intervention in Uganda zu machen, wo es – gaaaanz zufällig – Erdöl gibt.

Ausserdem: einer der Kampagnen-Mitarbeiter ist ein ehemaliger PsyOPs-Agent der US-Armee, es gibt vorgefertigte “Action-Kits”, die wie ein Protest-Super-Spar-Menu von Mc Donalds daher kommen und Crowdfunding hat man mal nun schnell zur Kriegsfinanzierung angefangen zu missbrauchen.

Lasst euch nicht verarschen! Fuckin´ Fake!!!

Wir machens mit der Hand!“.

 

…und davon abgesehen wird eigentlich alles weitere in diesem Video hier gesagt:

5 Antwort auf KONY 2012 ist ein Fake!

  1. Klarer Fall von Kunstrasenbewegung. Schlimm, dass wir die Zielgruppe sind.

  2. auf “der Freitag” hat sich Michael Wilkerson mit seine Sicht zu dem Fall geschildert. http://www.freitag.de/politik/1210-oprah-und-armbaender-sind-keine-loesung

  3. Ganz so einfach ist aber nicht, also das mit dem Erdöl. Uganda (Museveni) ist bereits ein Verbündeter der USA, genauso übrigens wie Ruanda (Kagame). Beide spielen oder spielten eine unsägliche Rolle im Ostkongo, ganz zu schweigen von zahlreichen, ungeklärten Vorwürfen bezüglich der Ruanda-Situation.

    In einem UN-Bericht aus dem Jahr 2001 heißt es z.B.: “Die Präsidenten Kagame und Museveni stehen kurz davor die Mafia-Paten der illegalen Ausbeutung der natürlichen Resourcen der DR Kongo und der Fortsetzung des Konflikts zu werden. Sie haben auf indirekte Weise kriminellen Kartellen eine einzigartige Möglichkeit gegeben, sich in dieser fragilen und sensiblen Region zu organisieren und zu arbeiten.”

    Die wertvollen Erze aus dem Osten Kongos (die unverzichtbar sind für Handys und Computer) gelangen über Ruanda und Uganda in den Rest der Welt. Dazu empfehle ich auch folgende, eindrucksvolle Dokumentation, “Blutige Handys”: http://www.youtube.com/watch?v=ItfEoM_YHMU

    Einzige Kritk an der Doku, es wird eine Lösung aus Konsumentensicht angedeutet (Handy- und Computernutzen) und es wird versucht durch moralische Appelle an Konzerne etwas zu verändern. Das ist doch recht unbeholfen. Die Minen im Ostkongo sind auch nur Teil eines global agierenden kapitalistischen Systems, und es geht bekanntlich nur um Profit. Wieso ignorieren wir das komplett? Weil der Zugang zu den Resourcen gesichert ist, trotz der katastrophalen Situation vor Ort. Es funktioniert halt irgendwie, außerdem sind die Nutznießerstaaten unsere Verbündeten. Wir haben also gar kein Interesse irgendetwas zu machen.

    Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Kagame#Kritik

    • “Das Video suggeriert, die Gewalt in Norduganda könne nur beendet werden, die entführten Kinder erst dann zu ihren Familien zurückkehren, wenn Joseph Kony gefasst werde. Falsch. Der Bürgerkrieg ist seit Jahren vorbei. Die Menschen sind auf ihre Felder zurückgekehrt, die Flüchtlingslager existieren nicht mehr. Zwar fehlt es den lokalen Behörden an Geld und anderen Ressourcen, es gibt viel zu wenige Lehrer und die medizinische Versorgung der Bevölkerung ist schlecht. Aber auch wenn Joseph Kony festgenommen würde: Daran würde sich rein gar nichts ändern. ”

      http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-03/kony-2012-invisible-children-kritik

Darauf antworten

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.