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Angst macht

12. März 2012 in Blog - alle Themen

Angst MACHT uns zu Korrumpierten
Angst MACHT uns zu Eifersüchtigen
Angst MACHT uns zu Konkurrenten
Angst MACHT uns zu Gelähmten
Angst MACHT uns zu Resignierenden
Angst = MACHT
Also habe keine Angst und stehe für deine Rechte ein und lebe!

 

Mani Babbar

Frei nach dem schwedischen Möbelhaus: Kuscht du noch oder lebst du schon

Ich erlebe immer wieder, dass Mitmenschen entweder resigniert, gelangweilt oder sogar aggressiv auf Themen, wie Demokratie, Kriege, Medien, Menschenrechte, … (es sind so viele) reagieren. Erst später in Gesprächen mit Freunden wurde mir klar, dass es größtenteils Angst sein muss. Angst das Weltbild zu verlieren, Angst vor dem Unbekannten oder Angst vor dem Verlust.

Gerade diejenigen, die mir belesen und eigentlich informiert vorkommen, reagieren besonders gereizt und abwehrend. Ein Grund könnte sein, dass sie insgeheim wissen, dass etwas nicht stimmt und dadurch noch ängstlicher sind. Irgendein Knacks im (Welt-)Bild hat doch jeder von uns. Irgendwie passen die Dinge nicht zusammen? Z.B. die Antikriegspartei wurde zur Kriegspartei oder das Motiv für den Irakkrieg stellte sich als Lüge heraus oder Menscheneigentum wird gerade im hohen Maße regelrecht verbrannt und ungerecht verteilt.
Alles wird irgendwie Mainstream. Die westliche Welt ist immer gut und die orientalische, asiatische oder nordöstlich eurasische ist verlogen, schlecht und z.T. böse. Wer kann denn ernsthaft noch glauben, dass es sich um westliche Friedensmissionen handelt, wie es in den Medien propagiert wird? Obwohl wir die Möglichkeiten der Vernetzung und der Informationsbeschaffung haben, wie sie sie noch nie in der Menschheitsgeschichte bestanden, passiert wenig.

Warum tun wir uns das alle eigentlich an?

Angefangen bei den Schülern, die schon in der Schulzeit auf Konkurrenz und Benotung getrimmt werden. Die Studenten, die gehetzt werden, weil es angeblich zu viele Langzeitstudenten gäbe. Die schuftenden Arbeiter, die Überstunden machen und an ihre Belastungsgrenze gehen müssen. Die Erziehenden, die kaum Zeit haben sich selbst um ihre Kinder zu kümmern.  Die Rentner, die keine vernünftige Pflege und Integrierung erfahren. Und obendrein der Verdacht, dass wir alle Terroristen seien und überwacht werden müssten.

Es gibt dazu mehrere Umstände und Faktoren, aber alle führen zur selben Wurzel.

Immer wenn ich mit meiner Mutter über alternative Themen und Aktionen sprach, sagte sie mir, dass ich doch aufpassen und nicht zu sehr auffallen solle. Da spricht die Mutterliebe, die Angst um ihr Kind hat.

Angst lähmt uns!

Deshalb hilft es nicht, wenn man durch aufklärerische Arbeit Angst verbreitet. Daher bitte ich besonders diejenigen, die Verschwörungen vermuten, nicht vehement darauf zu pochen, die Wahrheit gepachtet zu haben, denn dann erzeugt es nur Angst und Ablehnung. Sie werden damit Mittel zum Zweck.

Meiner Meinung nach haben wir es definitiv mit einem sehr gut organisiertem Netzwerk zu tun, das im Grunde aus lauter Einzelinteressen besteht aber auch im Zweifel zusammenhält und Konsens erzielen kann. Es geht und ging immer um Macht und nie um Geld. Geld ist nur ein Weg zur Angst. Daran hängt DEIN Leben! Ohne Geld bist du nichts! Dieses zu verbreiten ist z.B. so ein Konsens.

Deshalb bringt es nichts Angst zu haben bzw. Angst zu verbreiten.
Lasst uns vorleben, was Respekt und Mitgefühl bedeutet. Lasst uns Projekte machen/unterstützen, die einen echten Mehrwert bringen. Und die Nachricht sollte lauten: “Nein, die Welt muss nicht komplett geändert werden, sondern es bedarf nur ein wenig mehr Eigenverantwortung”.

Das war die Beta-Version der Demokratie und jetzt wollen wir die Vollversion.

2 Antwort auf Angst macht

  1. ob es sinn hat, angst zu haben oder nicht, ist egtl. gar nicht das wesentliche. angst kommt nicht von ungefähr. sie entsteht aufgrund von unsicherheiten, schlechten erfahrungen, machtverhältnissen etc. (sofern sie nicht krankhaft ist, aber das klammern wir jetzt mal erst mal aus)

    wo vertrauen möglich ist, da legt sich auch die angst und wächst (neuer) mut.

    aber wo kein vertrauen möglich ist, wo man weiterhin in unsicherheit ist, weil auf nichts und niemanden verlaß ist, da kann auch kein vertrauen wachsen.

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