Joachim Gauck als Bundespräsident sollte kein Tabu sein

21. Februar 2012 in Blog - alle Themen

Ein Mann, welcher bei jeder öffentlichen Rede das Wort Freiheit und Diktatur mindestens tausendmal wiederholt, muß der Bevölkerung sehr behilflich sein, wenn er später mit den realen Fakten konfrontiert wird, das die BRD kein Unterschied zur DDR ist.

Das Freiheit hier auch nicht für alle gilt, wenn die politische Linie gegen die Regierenden nicht vertreten und sogar aktiv gegen Ungerechtigkeit, Veruntreuung und Überwachungsstaat vorgegangen wird.

Man sollte ihm die Chance geben später der Realität gegenüber gestellt zu werden und die richtige Entscheidung zu treffen anhand der Fakten und Vorwürfe, welche die Bevölkerung im Laufe von Jahrzehnten gesammel hat, die im Bundestag nicht besprochen werden oder wie sein Vorgänger aus dem Amt zu scheiden.

11 Antwort auf Joachim Gauck als Bundespräsident sollte kein Tabu sein

  1. „Man sollte ihm die Chance geben später der Realität gegenüber gestellt zu werden und die richtige Entscheidung zu treffen anhand der Fakten und Vorwürfe, welche die Bevölkerung im Laufe von Jahrzehnten gesammel hat, die im Bundestag nicht besprochen werden oder wie sein Vorgänger aus dem Amt zu scheiden.“

    Wie meinen? Der Mann ist ein Revanchist, ein Fortschrittsfeind, ein kirchlicher Machtdiener, ein Occupyfeind und ein absoluter Kapitalismusfanatiker.

    http://www.jungewelt.de/2012/02-22/106.php

    Dieser Mann hat zu jedem kapitalistischem Raubzug „Ja“ gesagt und er wird auch weiterhin die neoliberale Tante unterstützen, welche sich Bundeskanzlerin nennt. Die Kanzlerschlampe hat seine Ernennung erst möglich gemacht. Die angebliche Ablehnung des nützlichen Idioten Gauck ist nur eine Farce. Die Regierung braucht einen steuerbaren Zombie im Amt des Bundespräsidenten, den hat sie jetzt mit Gauck…dieser dumme Pope! Religion hat in der Politik nichts zu suchen! Lieber By V., so sehr ich auch ihre Organisation als aktives Mitglied unterstütze, hier trennen sich die Geister!

  2. Ist denn nicht eigentlich völlig egal wer Bundespräsident wird?
    1. Sollen sich die Medien mit diesem unwichtigen Thema auseinandersetzen. Wir haben besseres zu tun.
    2. Solange die Parteien die Kandidaten nominieren, wo dann auf der Bundesversammlung (die auch hauptsächlich aus Parteien besteht) der Präsident gewählt wird, haben wir keinen hilfreichen Präsidenten zu erwarten.

    Wir sollten weiter unseren Weg gehen und uns nicht ablenken lassen. Es gibt viel zu tun ;)

    • Ja sicher, aber ein nützlicher Idiot, der den “Rettungsschirm” mit Tränen der Rührung anstandslos durchwinkt ist unserer Sache noch viel schädlicher, als ein korrupter Unionspolitiker, der solche Beschlüsse aus Eitelkeit eventuell auch einmal ausbremst. ;-)

      • er ist bestimmt nicht mein Lieblingspatient. Wir müssen trotzdem alle Politiker heilen.
        Meine Aussage galt auch nicht nur diesem Artikel, eher den vielen Diskussionen oder auch Hofberichterstattungen über einen Hof, den wir sowieso abschaffen wollen.

    • Das ist ja genau die Einstellung der Bevölkerung gegenüber der Politik. Sich mit der Politik überhaupt nicht mehr zu beschäftigen und so abzunicken, das die Hälfte der Bevölkerung in die Mülltonne gesteckt wird oder einfach mit der sozialen Unsicherheit überfordert ist, daß immer wieder schlimme Sachen passieren, die eigentlich von der Ignoranz der Bessergestellten verursacht werden. Indem Sozialbbau, Ausbau des Überwachungsstaates aus den ersparten Geldern, Veruntreuung in unvorstellbaren Mengen an Geld (Beispiel DDR Treuhand: 400 Milliarden EUR) von der einen Hälfte der Bevölkerung toleriert und wiedergewählt wird.

      Mir ist ein angeknackster Gauck lieber als was sich sonst noch in der Reserve für den Posten tummelt. Freiheit erhalten wir nur von Politikern und deswegen ist halt meine Meinung den Gauck nicht zu sabotieren, sondern erstmal ins Boot zu holen.

  3. Der Hof wird noch lange bleiben, jetzt erst recht. Unsere deutsche Wirtschaft brummt, weil die “Schwachen” gerade geopfert werden. Derzeit verdienen wir Millionen an der wirtschaftlichen Schwäche von Griechenland und anderen Eurostaaten. In diesem Land und in diesem Sommer werden wir keine Revolution vom Zaun brechen können, denn Deutschland porfitiert wirtschaftlich vom Tod der anderen Euroländer.

    • @kapitalfeind “Der Hof wird noch lange bleiben”
      Diese Einstellung ist mir zu pessimistisch oder vielleicht auch realistisch. Wenn ich so an die Sache rangehe, dann sehe ich keinen Sinn hier weiter zu machen. Außerdem möchte ich dir auch widersprechen, denn die Menschen merken sehr wohl, dass die Geschichte mit der gut florierenden Wirtschaft nur eine Geschichte ist. Wenn man so rumfragt, dann sind viele der Meinung, dass sie zukünftig den Gürtel enger schnallen müssen.

      Ich finde wir sollten auch nicht vermitteln, dass die aktuelle (Demokratie) scheisse ist und auch gar keine Demokratie zu sein scheint. Vielleicht sollten wir eher sagen, dass das nur die Vorversion von Demokratie war – in der IT-Branche würde man Beta sagen – und nun wollen wir die Vollversion.

      Nun habe ich einen Vorschlag gemacht, wie man die Menschen eher erreichen und abholen kann. @kapitalfeind aus deiner Aussage kann ich für mich keinen Mehrwert erkennen, sorry. In anderen Worten: so kommen wir nicht weiter.

  4. Was ich nicht wusste das der Bundespräsident jedes Gesetz unterzeichnen muss, wenn dieses rechtmäßig zustande gekommen ist. Ein Inhaltliches Veto hat er nicht.

    Ich finde, den alten parteilosen Mann eigentlich ganz Ok, nur werde ich den Eindruck nicht los das Jochaim Gauck rückwärtsgewand ist und sein Blick sich allein ins 20. Jahrhundert richtet. Anders dagegen kommt mir Heiner Geißler vor. Gleichwohl seine Mitgliedschaft in der CDU wohl eher der Gewöhnung geschuldet ist, als Überzeugung sein kann. Wenn ich mir seine aufgeklährten Ansichten in Bezug zu Bürgerbeteiligungen und kritischen äußerungen gegenüber den kapitalistischen Entgleisungen anhöre, dann kann ich manche Aussage bejahen.

    @chrama, Bundespräsidenten sind überbewertet. Ich glaube auch wir haben besseres zu tun als uns mit der Würde des Amtes zu beschäftigen, zum Beispiel mit der Würde des Menschen.

    • Viel schlimmer, der alte Mann ist auf dem Auge der “Kapitalismuskritik” absolut blind, das beweisen seine Aussagen zur Occupy. Er ist ein verbohrter dummer Pope mit einem Hang zur Macht, egal woher sie kommt. Und noch etwas, das “demokratische System” wird geade umgebaut. Wenn das Kapital in dieser Krisenzeit die Macht behalten will, dann wird das nur über eine Diktatur funktionieren. Das Amt des Bundespräsidenten, oder die Pesrson welche gerade darauf sitzt, wird sicher noch zur Rechtfertigung der Maßnahmen missbraucht werden.

      • Gaucks Kritik an die Bankenkritik die er am 17.10 in einem Interview gab, will ich vorläufig als Naivität und Unkenntnis der “Occupy-Bewegung” Beurteilen. Er kann sich ja inzwischen fortgebildet haben.

        • richard, sei mir nicht böse, aber hinsichtlich gauck, und selbst auch geißler und co. hast du wohl noch viele illusionen. ich mag sie dir nicht nehmen. das leben und usnere zukünftigen erfahrungen in diesem land werden vermutlich ohnehin dafür sorgen.
          ich selbst hege keine illusionen mehr.

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