Gedanken zu den „Manifesten“ vorgetragen beim Berliner Vernetzungstreffen 18.01.2012 und Vorabinfo: next meeting 19.02.2012

1. Februar 2012 in Blog - alle Themen

Ein paar Gedanken zu zwei zusammengefassten „Manifesten“ die beim Berliner Vernetzungstreffen 18.01.2012 vorgelesen wurden und Vorabinfo: next meeting 19.02.2012

Beim Lesen und zusammenfügen der Manifeste kamen mir folgende Gedanken:
„Bestimmt sollten wir mal wieder daran arbeiten und darüber nachdenken, inwieweit wir Anpassungen vornehmen oder auch gänzlich neues kreieren. Insbesondere merkte ich beim lesen aber auch wieder: JA es sind diese Wahrheiten und Wünsche dir wir teilen u. die wir uns Gemeinsam erfüllen wollen!!
Daneben schwirrt mir durch den Kopf – Empörung und Wut über den Jetztzustand in allen Bereichen, was ja der auslösende Moment war u. IST – ist der erste Schritt und unsere Wünsche zusammengefasst sind das Verlangen nach der KEHRTWENDE ZUM GUTEN!!!!
Diese Kehrtwende können wir mit ANASTROPHE dem Gegenteil zur heutigen Katastrophe benennen. Diese Kehrtwende zum Guten gespeist aus unseren individuellen Wünschen– diese ANASTROPHE ist auch unser ZIEL!!
Dies beinhaltet für mich auch die Aufforderung an JEDEN: Bring Dich, Deine Wünsche, Gedanken und Lösungen EIN –>  GESTALTE EINE BESSERE ZUKUNFT! JETZT!

Die Anastrophe muss dabei meines Erachtens nach in jedem von uns selbst beginnen.
Dies ist bestimmt sogar die größte Aufgabe, die ich mit „Radikalität im Denken“ benenne. Also die Bereitschaft alle aufgezwungenen u. angelernten Strukturen, Meinungen, Vorurteile usw. abzulegen,  –> abzulegen um frei zu werden – frei zu werden um außerhalb der derzeitigen Systematiken den gesellschaftlichen Wandel gestalten zu können.
Jeder von uns muss sich also erstmal selbst aus den geistigen Fängen des Lügenkonglomerates aus Politik, Lobbyismus jeder Art, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien befreien um NEU denken zu können.  Den das ist es was wir benötigen:
Ein neues Denken aus dem ein gemeinsames statt einsames Handeln entsteht um unsere Wünsche zu realisieren.
Neu DENKEN bedeutet auch SICH wieder ZU ÖFFNEN
– anderen zuzuhören, voneinander zu lernen um gemeinsame Lösungen (- frei von alten Ideologien u. Überzeugungen) zu erarbeiten u. diese dann uneigennützig (ohne persönlichen Profilierungsdrang) GEIMSAM umzusetzen.

Gemeinsam wiederum bedeutet dabei auch Vernetzt zu sein, weshalb ich mich sehr darüber freute, dass wir am 18ten (-die wir eigentlich ja alle bereits dieses GEMEINSAM sind) zusammen kamen um uns weiter kennen zu lernen u. auch zu entdecken was es schon alles an Stadtteilasambleas, Arbeitsgruppe usw. gibt. .

Anzumerken bleibt dabei noch, dass es für mich keine „Alten“ oder „Neuen“ gibt. Es ist völlig egal wer, wie lange, was Augenscheinlich macht, wir sind alle im Jetzt und gestalten das Morgen und deshalb ist auch Jede u. Jeder der am 18ten oder irgendwann später auftaucht schon immer dabei gewesen! Den es ist genau dieses – das Nachdenken, das Empört sein u. nach Veränderung suchende, – in sich selbst und für alle – was sie oder ihn antreibt und das ist der Kern des gesellschaftlichen Wandels.
Deshalb sind alle bereits WIR!  Wie Erez es so schön sagte: „We are ALL the 99%“

Lasst uns weiter zusammenkommen, international, national, lokal!!
Da es nach dem Graswurzelprinzip ja schließlich auch an allen Stellen „grünen“ soll ist es sehr schön zu hören, das sich bereits die nächste Gruppe (das erste Treffen organisierten de X-bergerinnen/er) daran gemacht einen neuen Termin zu finden, wobei ich persönlich auch sehr schön finde, dass es diesmal ein anderer Wochentag ist, so dass immer wieder auch andere die Möglichkeit haben teilzunehmen. Meiner Kenntnis nach (was solche Sätze auslösen können :) ) soll das nächste Treffen am 19.02.2012 stattfinden. Sehr wahrscheinlich in der HU.
Wie ich hörte soll es dabei auch um den 12.M gehen und alle sind dazu aufgefordert erste Gedanken, Ideen usw. mit einzubringen.

Zu guter letzt die Zusammenfassung:

Vorbemerkung: #alex11/aCAMPadaBLN ist ein loser Zusammenschluss von Menschen, ein offenes Forum ohne formelle Grenzen. Es kann daher per se keine Erklärungen oder Texte geben, die für ausnahmslos alle Menschen der “Bewegung” sprechen. Ein Versuch, die Motivation vieler Menschen für ihr Engagement im Zusammenhang mit #alex11, aCAMPadaBLN, Echte Demokratie Jetzt! oder auch 15-M zu beschreiben, bieten jedoch nachfolgende Ausschnitte zweier Manifeste:

Am 17.12.2010 verbrannte sich in Tunesien ein Gemüsehändler auf einem Marktplatz. Mohammed Buazizis war gerade einmal 26 Jahre alt und der Ernährer einen großen Familie. Es war eine Tat, die rund 100.000 Tunesier auf die Straßen brachte, die dann wiederrum den tunesischen Despoten Ben Ali aus dem Amt trieben. In riesigen Chören forderten sie Freiheit und formten den Gedanken: “Ab jetzt, echte Demokratie!”
Dieser Gedanke breitete sich aus nach Ägypten, auch dort erkannten die Menschen, dass sie selbst der Souverän sind und riefen:
“Lasst uns zeigen, dass wir viele sind! Wir sind die Menschen und wir fordern nichts großes, wir fordern unser Recht auf ein anständiges Leben!”
In Anlehnung an die in aller Welt entstehenden Demokratiebewegungen fordern auch wir:  “Echte Demokratie- JETZT!”. Doch fordern wir dies nicht als Selbstzweck. Demokratie ist der Weg – soziale Gerechtigkeit ist das Ziel dieses Weges.
Den Weg der vor uns liegt, müssen wir selbst auch erst noch gehen. Wir kennen ihn deshalb noch nicht gänzlich. Doch stehenbleiben werden wir nun auch nicht mehr. Enttäuschungen, Freude, Glück und Verzweiflung werden uns ständig begleiten. Und alles beginnt mit einigen einfachen Wahrheiten:
“Ich möchte gerne frei sein.”
“Ich möchte keine Angst mehr haben”
“Ich möchte helfen”
“Ich will etwas ändern”
“Ich werde für meine Rechte auf die Straße gehen”

– Kurz noch ein Teil aus dem Hamburger Manifest zum Selbstverständnis der Bewegung:
Manifest 2
Wir sind keine Partei, kein Verein, nicht einmal eine Organisation. Wir sind eine internationale Demokratiebewegung! Wir sind ein Netzwerk aus tausenden lokalen Gruppen, die sich eigenständig und  eigenverantwortlich organisieren. Wir haben keine Vorstände und keine Chefs, jeder der sich uns anschließt hat gleiche Rechte.
Wir sind DEMOKRATEN!
Wir sind eine emanzipatorische Bewegung. Uns eint unsere demokratische Weltanschauung und der Wunsch nach Selbstbestimmung,  politischer und gesellschaftlicher Teilhabe für ALLE Menschen!

1 Antwort auf Gedanken zu den „Manifesten“ vorgetragen beim Berliner Vernetzungstreffen 18.01.2012 und Vorabinfo: next meeting 19.02.2012

  1. so schauts aus, schön umrissen…und dann braut sich da gerade noch ein anderes großtreffen zusammen….: die anti-acta-demo am 11. feb…die wird wohl ziemlich knallen. los gehts in berlin um 13 uhr am neptunbrunnen…wäre sinnvoll da wieder ausreichend vernetzungsflyer dabei zu haben..aber diesmal bloG mit “g” schreiben ;-)

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