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Demonstrationskonkurrenztag

14. Januar 2012 in Blog - alle Themen

Warum zelebriert (das Umfeld der Partei) “die Linke” eigentlich nur immer den Todestag von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, statt deren Geburtstag zu feiern? Warum wird im Aufruf für die LL-Demonstration noch nicht einmal benannt, wer die beiden Revolutionär*innen und Tausende von Arbeiter*innen umbringen ließ?

Die Reaktion hieß nämlich “SPD” und hatte Namen, wie Ebert und Noske sowie auch  Erhard Auer, der dem Mörder von Kurt Eisner Blumen überbringen ließ. Wie lange koalierte “die Linke” mit “der Reaktion” in Berlin? Wer einen Thilo Sarrazin (Großmufti des deutschen Intelligenzgens) – der sofort nach Veröffentlichung seines Untergang-Wälzers den stärksten Applaus von der NPD erhielt – in der Partei belässt, der zeigt doch ganz offen, wofür er einsteht, nicht wahr? Aus Protest gegen Thilo Sarrazin sind zwar einige SPD-Mitglieder ausgetreten, aber die Linke hat es noch nicht einmal für nötig befunden, die Koalition mit der SPD aufzukündigen.

Warum haben sie dies nicht gemacht? Weil sie selbst Teil der Reaktion und des Rechtsruckes sind. Angeblich ist die Partei “die Linke” gegen Krieg(e). Hat sie je zu einem Streik in der Rüstungsindustrie mit aufgerufen, wie dies Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gemacht haben? Nein !

Sie haben ja sogar den größten Verbrecherverein – den BND – toleriert.

Es heißt: “Und noch etwas: Rosa Luxemburg war eine entschiedene Gegnerin der Propaganda irgend eines Nationalismus und des nationalen Selbstbestimmungsrechtes im Kapitalismus, weil dies eine Illusion ist.

Eine theoretische und literarische Glanzleistung ist dieser Satz des Aufrufes:
(…) So wie sie wollen auch wir nicht einfach alles laufen lassen, wie es läuft.(…)  Und rennen dumpf beflaggt zu den Gräbern, um sie mit Nelken voll zu müllen !

Demonstrationaufruf von “Occupy Berlin” (2):

“Wir benötigen gerechte und funktionierende Finanz-, Wirtschafts- und Geldsysteme, die nicht zyklisch u immer neuen Krisen, Überschuldungen und Vermögenskonzentrationen führen”. Darin ist ausgedrückt, dass der Autor dieses System beibehalten will. Kann er aber nicht, denn es ist an sein Ende gelangt und wird uns alle mitreißen, wenn wir es nicht grundlegend umgestalten. Und der Umgestaltungsprozess beginnt bekanntlich in der Produktion. Erst, wenn keine Waffen mehr hergestellt werden, gelangen sie auch nicht mehr in die Zirkulation, d.h. in den Austausch. Der Wirtschaftsprozess ist ein Produktionsprozess und er hat die Produktion zur Grundlage. Zusätzlich existiert das Gesellschaftsverhältnis und darin auch die juristischen Eigentumsverhältnisse, die vom Staatsapparat dieser Eigentümer geschützt werden.

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