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400 Occupiers in Oakland nach Straßenschlachten mit der Polizie verhaftet

30. Januar 2012 in Blog - alle Themen

Ich füge jetzt fortlaufend neue links in diesen Beitrag oben dazu, die mir zur Gewalteskalation über’n Infoweg laufen.

Dahinter steckt die Frage, in welcher Bandbreite Occupy/ACampada /EDJ/Global Change [Kürzel dafür: OAEG :-) ] jeweils vor Ort Strategien & Taktiken findet/zulässt/diskutiert, um mit radikal friedfertigen Mitteln dem Ziel nach echter Demokratie und Gerechtigkeit näher zu kommen.

Denn die Auseinandersetzungen in den USA um die Gewalteskalation in Oakland sind meines Erachtens nur ein Vorbote für die Notwendigkeit von OAEG weltweit, zu diesen strategischen und taktischen Fragen nach und nach in allen lokalen OAEG-Netzknoten eine gemeinsame innere Haltung zu finden, die Spaltungen möglichst früh durch offene + breite Diskussionen entgegenwirkt.

05.02.2012

Die Frage aus den Kommentaren ist wichtig: ist das
- eine offziell etablierte Parkwächter-Meute, die da schlagend auf die Occupiers losgeht
oder
- ist das eine selbstorganiseite Mob-Bürgerwehr
oder
- eine Mischung aus beidem?

iih, iiiiiiih……. wie hässlich. Und ich bin mir per Bauchgefühlt auch noch recht sicher (wagt mennsch ja kaum laut zu sagen), auf welcher Seite der Absperrung sich die “99%” der “99%” (“einmal losgelassen…” ) zur Zeit noch mehrheitlich zugehörig meinen – aufgehetzt durch die finanzhörigen Mainstream-Medien, die lautstark nach “Law and Order” rufen werden…
Hmm – eine für OAEG gefährliche Entwicklung ist da im Anmarsch.

04.02.2012

http://genuinewitty.wordpress.com/2012/02/04/russia-today-story-on-black-bloc-at-occupy-oakland/

Hier ein älteres Video von Nov. 2011 in dem ein Livestreamer von Occupy Wallstreet von Aktivisten bedrängt wird, das Kamera-Draufhalten zu beenden. Sie halten eine hemmungslose Transparenz z.B. bei Aktionen für kontraproduktiv und wollen das Recht am eigenen Bild dem Streamer nicht abtreten.
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=q6PKe1E1enE

29.01.2012

Hier noch einige Verlinkungen zu den schrecklichen neuen Nachrichten aus Oakland :

http://es-handeln-die-falschen.blog.de/2012/01/29/sieht-polizeistaat-occupy-oakland-jan-28-12566012/

http://hellaoccupyoakland.org/

http://www.reuters.com/article/2012/01/29/us-oakland-protests-idUSTRE80S00520120129

Ausgangspunkt dort war wohl, dass sie am 28. Januar ein Gebäude, um sich zu treffen, besetzen wollten….

http://occupyoakland.org/2012/01/call-out-for-supplies-for-january-28-occupy-oakland-move-in/

(*Diese Eskalation macht mir auch nochmals deutlich, wie schnell es gefährlich werden kann, Polizisten, die bewaffnet und in Formation auftreten z.B. wie bei der Hauptbahnhofaktion noch freundlichst in die eigene Asamblea einzuladen, um mit ihnen ihre nächsten Repressionsschritte zu diskutieren.Ich kann da gar nicht so passiv nett bleiben - als älterer Lady ist bei mir seit den 7oer Jahren d. letzten Jh. stattdessen für solche Eskalationssituationen folgendes verankert: mit möglichst vielen gemeinsam a. möglichst laut Parolen rufend oder singend, im übrigen aber friedlich, die anrückende Staatsgewalt vom eigenen Kreis geschlossen fernhalten, gar nicht groß mit ihr in Diskussion treten wollen und b. sich sodann, möglichst noch rechtzeitig, bevor die Situation weiter eskaliert, gemeinsam mit möglichst vielen, geordnet, ggf. verkettet, _aus eigener Kraft_ zurückziehen: nie die Kontrolle über den eigenen Körper ohne echte Not der Gegenmacht/Bewaffneten vertrauensselig abtreten…

Es sei denn,man hätte zuvor wirklich das Ziel BLOCKade von x sinnvoll beschlossen. Dann ist die Strategie natürlich ein andere. Aber weder in Oakland noch bei der Berliner Hauptbahnhofaktion war Ziel, etwas zu blockieren.

Occupy braucht doch keine Märtyer_innen. Und das noch bevor wir überhaupt breiter und kräftiger auch inhaltlich auf die drängenden Fragen, wie denn eine nachkapitalistische Welt demokratisch und gerecht gestaltet sein könnte, Paroli bieten können – und sich nur wegen diesem Sch… kapitalismus , der sich früher oder später eh fast durch sich allein erledigen wird – höchst vermutlich zumindest, als relative Minderheit durch solche Aktionen isolieren zu lassen, halte ich auf das Ganze betrachtet, für wenig produktiv.

2 Antwort auf 400 Occupiers in Oakland nach Straßenschlachten mit der Polizie verhaftet

  1. Tipps zur persönlichen Vorbereitung für Demos und Aktionen http://skillsforaction.twoday.net/stories/5038362/

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    Tipps für Demos vom Ermittlungsausschuss (EA) Berlin http://ea-berlin.net/hinweise

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    Video: Demo-Tipps http://bit.ly/9gUQWg

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    Tipps & Tricks von der Roten Hilfe zum Umgang mit den staatlichen Repressionsorganen in brenzligen Situationen. pdf-Datei zum kostenlosen download http://bit.ly/u43BzK

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    Hilfe bei psychischem Stress infolge politischer Arbeit und Erfahrung von Polizeigewalt: https://outofaction.net/content/out-of-action

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    Rechtsinfos für Video-AktivistInnen http://trojantv.23bit.net/va/rechtliches.html

  2. Da reden wir gerade ziemlich aneinander vorbei:

    Mir ging es meiner Beitragsklammer mitnichten um Technix , wie sie von der Roten Hilfe oder dem EA , gewiss weithin korrekt, gegeben werden, für den Fall, dass das Kind der Eskalation bereits in den Brunnen gefallen ist.

    Sicher ist es sinnvoll diese Hinweise gespeichert zu haben.

    Doch zuvor – und darum ging es mir in meiner Beitragsklammer – geht es um die _politischen_ Entscheidungen im Vorfeld : Wie entscheiden WIR, wie WIR mit der Staatsgewalt in Form der Bullizei um- gehen wollen? Welchen Plan B haben WIR, wenn ein Aktionsziel nicht so ,wie geplant, erreicht werden kann?

    Die Frage stellt sich im Vorfeld: Macht es wirklich Sinn, sich ohne Not ggf. passiv wie Schafe von der Bullizei wegtragen zu lassen? (wie z.B. bei der Hauptbahnhofsaktion )
    Ich für meinen Teil sage dazu deutlich: Nein. Ein geordneter _aktiver_ gemeinschaftlicher Rückzug, wie in meiner Beitragsklammer skizziert, wäre stattdessen das Mittel der Wahl in einer solchen Situation.
    Oder dieselbe Frage stellt sich bei Betrachtung der Videos aus Oakland: Macht es einen politischen guten Sinn, sich wie eine wild gewordene Horde mit Polizeigranaten messen zu wollen? Auch hier meine ich deutlich: Nein. Denn auch in Oakland wäre vermutlich die oben in meiner Beitragsklammer skizzierte Variante eines gemeinsamen, aktiv selbstbestimmten Rückzugs die auf längere Sicht kämpferischere Variante gewesen: keine Massenverhaftungen der eigenen Reihen , ohne oder fast ohne Verletzte und kein Verlust des friedfertigen und dennoch aktiv selbstbewussten Auftretens von Occupy.

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