Videodoku: John Holloway – Kapitalismus aufbrechen! – 7.12.11

19. Dezember 2011 in Blog - alle Themen

Risse erweitern in-gegen-und-jenseits-des-Kapitalismus. Luxemburg Lecture mit John Holloway

John Holloways Aufforderung “die Welt zu verändern, ohne die Macht zu übernehmen” führte zu einer weltweiten Diskussion um Methoden, mit denen der Kapitalismus überwunden werden kann. In seinem neuen Buch “Kapitalismus aufbrechen” entwickelt er die Diskussion weiter, wie hier und heute grundlegende Veränderungen zu erreichen sind.

Anstatt die scheinbare Stabilität des Kapitalismus in den Vordergrund zu stellen, geht es für Holloway um die Risse, die wir dem Kapitalismus abtrotzen. Wie können sie zu sich erweiternden Breschen gemacht werden? Die Frage nach der Revolution ist nicht, wie der Kapitalismus endgültig zerstört werden kann, sondern, wie sich verhindern lässt, dass er immer wieder reproduziert wird und wie unsere Praxen sich verändern müssen, damit wir diese Reproduktion beenden, also Augenblicke und Räume des Widerstands erschaffen, in denen wir auf eine andere Art handeln, in einer anderen Weise Sachen tun, mit denen wir einen Kampf um die Würde führen. Die Kritik der Arbeit, des Staats und der Parteiform nehmen in seiner Theorie eine besondere Rolle ein und die positiv-kritische Bezugnahme auf den Zapatismus stellt eine zentrale Facette seines Denkens dar. Wie erschaffen wir eine andere Welt?

1 Antwort auf Videodoku: John Holloway – Kapitalismus aufbrechen! – 7.12.11

  1. ja, er bricht tatsächlich so manches gedankenmuster auf, wegen dem es (zumidnest für mich) in den letzten jahren nicht möglich war, etwas neues zu denken oder sich vorzustellen. darüber bin ich ganz froh. ich werde mir das noch ein weiteres mal anhören. damit mein denken nicht gleich wieder wie ein schnappgummi in die alten muster zurückschnippt.

    ich würde gerne gelegentlich über solche und ähnliche ansätze reden mit anderen. (muß ja nicht mal auf ein bestimmtes datum konzentriert sein, sich nicht mal workshop nennen oder sonst einen namen haben) finde aber irgendwie weder die richtigen leute dafür noch den rahmen (den es, wie gesagt, nicht einmal haben muß, raum für gespräche gibt es im anschluß an alle termine, treffen, asambleas etc.)
    denke, es ist wichtig, sich über solche ansätze wie diesen hier zu unterhalten. sich zu vergegenwärtigen, was das für uns bedeuten könnte, die gedanken weiter zu spinnen, zu rekapitulieren etc.

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