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Meine Thesen zu “Echte-Demokratie”

16. Dezember 2011 in Blog - alle Themen

Dieses Dokument wurde von einem EDJ-Aktivisten geschrieben. Es ist daher als eine subjektive Sichtweise zu betrachten. Kritisches Nachdenken und Hinterfragen ist gefragt. Bei Zustimmung darf das Dokument natürlich uneingeschränkt verbreitet werden.

Der folgende Text dient dem Versuch, Eigenschaften einer “Echten-Demokratie” zu formulieren, um bestehende Missverständnisse bzw. Bedenken im Hinblick darauf zu vermeiden.

Echt bedeutet wirklich, wahr, übereinstimmend. Demokratie bedeutet Volksherrschaft.

Was aber kann man sich unter wirklicher, wahrer, übereinstimmender Volksherrschaft vorstellen?

 

Ein kreatives Brainstorming:

 

- Echte Demokratie geht nur, wenn jeder Mensch aus dem Volk bei jedem Entscheidungsprozess, welcher ihn betrifft, echt mitbestimmt.

- Echte Mitbestimmung ist nur möglich, wenn jeder betroffene Mensch bei jeder gemeinsamen Entscheidung echt teilnimmt.

- Echte Teilnahme wird nur erfüllt, wenn jeder Mensch die Möglichkeit hat, sich im realenLeben im kleinen Kreis mit seinen Mitmenschen zu treffen, um gemeinsam Lösungen für bestimme Problemstellungen mit echter Beteiligung zu suchen.

- Echte Beteiligung kann es nur geben, wenn jeder seine eigenen Ideen vorschlagen und zu bestehenden Ideen seine Kritik, Zustimmung und Ablehnung äußern kann, welche die Entscheidungsfindung echt konstruktiv beeinflussen.

- Echte konstruktive Beeinflussung der Entscheidungsfindung kann nur vorliegen, wenn die genannte Kritik Einfluss nimmt auf das Ergebnis der echten Entscheidung, je nach dem, wieviel Resonanz sie bei den restlichen Teilnehmer erzeugt.

- Echte Entscheidung liegt nur dann vor, wenn jeder Teilnehmer jedes Lösungskonzept entsprechend seiner individuellen Zustimmmung oder Ablehnung bewertet.

- Echte Demokratie setzt echte Aufklärung voraus, weil bei Unwissenheit der Wunsch des Volkes nicht ermittelt werden kann.

- Echte Aufklärung ist nur gegeben, wenn Wissende (Wissenschaftsler, Spezialisten usw.) auch die Möglichkeit haben, bei echter Teilnahme das Volk direkt zu informieren.

 

- Privilegierte widersprechen einer echten Demokratie, weil sie mehr zu sagen haben für das Volk, als das Volk  für sich selbst. Somit kann es in echter Demokratie keine mächtigen Entscheidungsträger geben.

- Politiker müssen in echter Demokratie dem Volk dienen, nicht umgekehrt. Daher sind in echter Demokratie Politiker nur dazu brauchbar, den tatsächlichen Willen des Volkes widerspruchslos durchzusetzen.

- Echte Demokratie ist somit nicht gleich der repräsentativen Demokratie, die wir heute kennen.

- Echte Demokratie ist aber auch nicht gleich der heute teilweise vorhandenen direkten Demokratie, da dort Bedingungen einer echten Demokratie nur mangelhaft erfüllt werden.

 

- Echte Demokratie ist aber auch nicht eine Mehrheitsdiktatur, in welcher eine relative Interessenmehrheit allen vorschreibt, was zu tun ist. Endgültige Enscheidungen echter Demokratie müssen auch immer das Interesse der Minderheiten berücksichtigen.

 

- Echte Demokratie ist nur mit echter Transparenz der Entscheidungen wünschenswert.

- Echte Transparenz ist nur dann vorhanden, wenn alle Schritte der Entscheidungsfindung überprüfbar und sicher ehrlich sind.

 

- Echte Demokratie kann kein starres Gesellschaftssystem sein, sondern nur eines, welches entsprechend dem Wunsch des Volkes echte Wandlungsfähigkeit besitzt.

- Echte Wandlungsfähigkeit ermöglicht es dem System, seine eigenen Grundsätze und Regeln zu verändern.

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