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Wie das bestehende Geldsystem uns zu Sklaven macht

9. November 2011 in Blog - alle Themen

Die Banken (Zentralbanken, Geschäftsbanken etc..) haben das Monopol über die Geldschöpfung. Sie sind private oder teilprivate Institutionen.

Der Staat darf kein Geld schöpfen, er muss sich bei den Banken verschulden.

Bei jeder Kreditvergabe entsteht brandneues Geld, welches vorher nicht existierte.

Das ganze Geld-System ist auf SCHULD (=Kredit) aufgebaut.

Die Banken leihen dem Staat und den Menschen mittels Krediten Geld und verlangen dafür Zinsen und Zinseszinsen.

Das Geld-System ist ein Schulden-System und ein Enteignungs-System.

Wenn alle Schulden zurückbezahlt werden würden, gäbe es kein Geld mehr, aber immer noch Schulden, da das Geld für die Zinsen nicht erzeugt wird bei der Kreditvergabe.

Jeder Geld-Schein ist ein Schuld-Schein.

„Der Schuldner ist seines Gläubigers Knecht.“ (Sprüche 22:7) Durch dieses Geld-System ist der Staat und der Mensch automatisch der Sklave (Knecht) .

Die Geschäftsbanken im EU-Raum brauchen nur eine sogenannte Mindestreserve von 2 % um Kredite (=neues Geld) geben zu können.

Das heisst: Aus 2.000 Euro „Eigenkapital“ kann eine Geschäfts- und Privatbank einen Kredit von 100.000 Euro schöpfen.

Das „Eigenkapital“ kann sich die Geschäftsbank von der Zentralbank ausleihen zu einem niedrigen Zinssatz. Aus diesem Geld kann sie dann mehr als das 50-fache erzeugen (bei jeder Kreditvergabe).

Banken erzeugen somit Geld aus Luft, und lassen dieses Geld „dinglich“ absichern.

Es gibt nur Schuld-Geld in diesem System. Auf jeden Euro gibt es eine Forderung der Bank es zurückzuzahlen.

Krieg ist für Banken Profit. Kriege werden mit Schulden (=Kredite) finanziert.

Der Euro, der Dollar etc.. sind „Fiat-Geld“. Dieses Geld wurde in Anlehnung an den Bibelspruch »Es werde Licht!« (»Fiat lux«) so benannt.. „Es werde Geld“ …

Das Geld ist schon seit 1971 nicht mehr durch Gold oder ähnliches gedeckt.

Auf dieser Welt gibt es UNBEGRENZT viel Geld. Geld entsteht im Computer.

Ca. 95 % des Geldes ist Buchgeld (nur im Computer vorhanden). Ca. 5 % des Geldes besteht aus Noten und Münzen.

Die Staaten haben kein Geld, sie haben nur Schulden und ein begrenztes Budget…

Die Staatsverschuldung dient der Umverteilung von Unten nach Oben.

Die Schulden steigen exponentiell, aufgrund des Zinseszinseffekts.

Wenn der Staat (also wir) seine Schulden, bzw. die Zinsen dafür nicht mehr bedienen kann, muss er Staatseigentum an die privaten Banken verkaufen, wie z.B. Telekom, Post usw… Das nennt sich dann „PRIVATISIERUNG“. Auch muss der Staat dann die Löhne von Beamten usw. absenken, Arbeitsplätze streichen, Sozialleistungen kürzen etc…

Das Spiel heisst: Enteignung und Ausbeutung der Bevölkerung durch Schuldgeld

Umfangreiche Darstellung unter anderem hier: http://the-babyshambler.com/2011/10/30/geld-und-geldschopfung/

2 Antwort auf Wie das bestehende Geldsystem uns zu Sklaven macht

  1. “Das Geld ist schon seit 1971 nicht mehr durch Gold oder ähnliches gedeckt.”

    Das war es schon vorher nicht. 1971 wurde es nur offensichtlich, als Frankreich (bzw. Präsident Georges Pompidou, soweit ich weiß) seine (vorher gegen Gold eingetauschten) Dollars wieder in Gold umtauschen lassen wollte. Zu diesem Zeitpunkt wurde klar, dass die USA finanziell bankrott in der Hinsicht ist, dass das sich im Umlauf befindende Geld keinen Gegenwert in Gold mehr hat. 1971 fand also gewissermaßen die inoffizielle Auflösung des Goldstandards statt.
    (Das soll jetzt keine Belehrung sein, weil ich nicht glaube, dass du das nicht weißt, sondern lediglich eine kleine Ergänzung. ;) )

    Ansonsten bringt dein Artikel das alles sehr gut auf den Punkt. Denselben Sachverhalt drücken die für dieses Banksystem Verantwortlichen natürlich in einer sehr viel beschönigenderen Terminologie aus, aber wenn man sich vor Augen halten will, was das Ganze eg bedeutet, dann hilft dieser Beitrag einem sehr viel weiter. Dank an dich.

  2. Mn sollte vorsichtig sein mit der These “Wenn alle Schulden zurückbezahlt werden würden, gäbe es kein Geld mehr, aber immer noch Schulden”, denn die ist falsch. Schulden verhalten sich zum modernen “Geld” (also dem Schuldgeld oder auch ‘fiat money’ genannt) exakt 1/1 – wenn alle Schulden zurückgezahlt sind gibt es kein werthaltiges Geld mehr, Punkt. Die (riskolosen!) Zinsen sind lediglich der ‘Preis’ für den Geldverleih, sie sind aber seit Jahren, ich glaube ca. 2009, auch offiziell im Minus, also negativ. Was noch ‘positiv’ ist, ist der Risikozins, aber der wird (und muss!) zwingend krachen gehen, das ist simple Mathematik (Zinsenszinseffekt, Exponentialfunktion). Was sehr kritisch zu werten ist, ist der Weg dahin. Dieser ist gepflastert mit Krisen, Zerstörung ganzer Volkswirtschaften und Wirtschaftszweige, unter extremen Umständen auch mit Krieg, Mord und so weiter. Das liegt an der konkurrierenden Funktion des Zinses (niedrige Zinsen konkurrieren mit hohen, die hohen verdrängen die niedrigeren), sowie der umgekehrten Funktion wenn man das Systen Eigen-/Fremdkapital betrachtet. Da sind plötzlich niedrige Leitzinsen positiv, denn mit dieser Hilfe wird das Geld ‘billig’ und leicht verfügbar, und strömt mit Schwung in die Geld-/Kreditkreisläufe.
    Das ist aber kreuzgefährlich, denn so wird die Aufblähung des Volumens angetrieben (Stichwort ‘Geldschöpfung aus dem ‘Nichts’ oder aus ‘Luft’), wobei ich eher nicht sagen würde ‘aus Luft’, sondern auf Basis von realen Werten oder realer Leistung oder realen Pflichten. Wäre das alles nur eine Luftnummer, man könnte die Luft schlicht verpuffen lassen, Geld weg, Schulden weg, Banken pleite, das wäre für die Geldbesitzer bitter und für die Schuldner top.
    Weil das Verpuffen der Luft aber massivste Ungerechtigkeiten schafft (der Sparer wird enteignet, der hoch fremdinanzierte Hedgefund dagegen kann ‘Kasse machen’ bzw. entschuldet die von ihm zusammengerafften Vermögensgegenstände) und weil auch einige sehr mächtige Akteure hohe Geldvermögen besitzen, scheidet diese Lösung aus.

    Ohne Geld bricht zudem die arbeitsteilige Wirtschaft schlicht zusammen, denn nur relativ wenige Arbeitsplätze sind so gestaltet daß man das Produzierte als Naturallohn auszahlen könnte (z.B. in der Landwirtschaft). Zudem müßte man viel Zeit aufwenden, um z.B. als Arbeiter in einem Maisbauernbetrieb die, sagen wir mal 5 Tonnen Monatslohn Mais, abzutransportieren und in die Dinge zu tauschen, die man benötigt (Kleidung, vielfältige Nahrung, Wohnung, Wärmeenergie, Fahrrad usw.) .

    Würde man den ‘Zins’ abschaffen, wie es verschiedentlich vorgeschlagen wird, hätte man im derzeitigen System eine gigantische finale Aufblähung der Geldmenge (für Null Zins kann man ja z.B. Interbankenkredite in unendlichem Volumen vergeben mit Null Risiko) und dadurch den Zusammenbruch des Geldsystems, leider würden vorher mit dem durch den Nullzins vollkommen wertlosen Geld mit Sicherheit noch einige Ganoven einigen einiges abkaufen, die dann so ‘entreichert’ würden.
    Man kann es auch simpler ausdrücken: wer den Zins abschafft, schafft (mehr oder weniger sofort) unser derzeitiges Geld mit ab. Denn es ist “an sich” vollkommen wertlos (vom Baumwollgehalt der Scheine und Blechgehalt der Münzen mal abgesehen ;-) Es ‘hat’ seinen Wert nur dadurch, daß es eine ‘Schuld’ verbrieft, die zu verzinsen ist. Nur der Zins erzeugt den Druck auf den Schuldner, zu leisten.
    Wer ‘nur’ den Zentralbankzins abschafft (Japan) oder auf Extremwerte nahe Null setzt (USA) bläht damit die Geldmenge in gigantomanische Größenordnungen auf.

    Der aktuell angewandte Trick, dieses hochgeblähte Geld nicht ‘unten’ (also beim Bürger) ankommen zu lassen, sondern ‘oben’ beständig umzuverpacken, um jedesmal wieder Gewinne herauszudestillieren, sei es in Aktien-, Renten-, Waren- oder Devisenspekulationen, sei es mit derivaten oder hybriden Finanzinstrumenten, sei es ganz ‘klassisch’ mit Krediten, ist eine recht perfide Sache. Denn das ‘oben’ zirkulierende (volumenreiche) Blasengeld notiert ja in der gleichen Währungseinheit wie das (knappe) Geld ‘unten’ beim Bürger in der Hosentasche. Man kann also von ‘oben’ mit diesem ‘Blasengeld’ jederzeit richtig zuschnappen, und ganze Straßenzüge, Fabriken, Autobahnen, Wasserwerke, Telekombuden, Ölquellen, Kraftwerke, Gaspipelines oder sonst was kaufen. Auf DIESEM Weg kommt das Blasengeld zurück in die reale Wirtschaft, nicht als Konsumgeld in den Geldbeuteln der Bürger.

    Jede Milliarde, die die eifrige Politik also in sogenannte ‘Rettungspakete’ oder ‘Rettungsschirme’ steckt, um das Blasengeld ‘da oben’ werthaltig zu lassen (und es dem Bürger ‘da unten’ so begründet, daß dann ja auch sein kleiner Betrag im Geldbeutel werthaltig bleibt), geht dem Bürger verloren und wird ‘oben’ zu weiterer Privatisierung (also konzentriertes Eigentum in den Händen weniger Oligarchen) verwendet.
    Damit führt die Politik Artikel 14 GG ad absurdum, denn dieser Artikel setzt privates Eigentum ausdrücklich in den Kontext der sozialen Verantwortung.
    Das die Rettungspaketmilliarden aber das Gegenteil bewirken, also soziale Verantwortung verunmöglichen oder erschweren, in dem man das Vermögen der Bürger in die Zukunft hinein verpfändet, sind Rettungspakete oder Rettungsschirme eigentlich verfassungswidrig. DAS HABEN EINIGE AUCH ERKANNT UND KLAGEN – VOR DEM VERRFASSUNGSGERICHT. Ob unser höchstes Gericht aber den Mumm in den Knochen hat, sich gegen 90% der Politiker, die diesen Ausverkauf als ‘alternativlos’ durchwinkten, zu stemmen, und sich parallel mit der Finanzoligarchie anzulegen, ist zumindest zweifelhaft.

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