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Revolutionäres Kino – Die Medien

16. November 2011 in Blog - alle Themen

Am vergangenen Montag trafen wir uns wieder in der KvU zum Revolutionären Kino. Diesmal waren wir schon ein paar mehr Leute und es gab eine sehr interessante Diskussion im Anschluss an den Film.

Schade ist aber, dass immernoch relativ wenige Leute kommen, denn was da so angeschaut und besprochen wird ist inhaltlich bisher sehr interessant und weiterführend gewesen. Wir haben übrigens folgende Doku zum Thema “Massenmedien” geschaut, die eigentlich jeder mal gesehen haben sollte:

Einer der schönsten Sätze: “Zeig mir welches Mediensystem du hast und ich sage dir wie es um deine Demokratie bestellt ist – und umgekehrt”

Was in der Diskussion klar wurde: Das Internet ist der Schlüssel zur Überwindung dieser Problemlagen und vor allem Blogs bieten die Möglichkeit schwarmintelligente politische Debatten zu führen, die massenhafte One-way-Indoktrinierung in Zukunft ablösen müssen.

Ich habe dazu schon vor länger Zeit eine Liste mit empfehlenswerten Politblogs zusammengestellt, diese findet man hier: http://the-babyshambler.com/2011/08/07/vernetzt-euch/

Es liegt an jedem Einzelnen, diese Angebote auch zu nutzen und bekannter zu machen. Außerdem macht es Sinn in die Archive zu greifen und sich vor allem die vertiefenenden Diskussionen durchzulesen. Das bringt weitaus mehr als sich am Agenda-Setting des Mainstreams zu beteiligen und immer nur das zu thematisieren, was dieser vorgibt. Fakt ist: Es zwingt uns niemand manipulative Konzernmedien zu nutzen! Es gibt Alternativen!

Manche Leute glauben auch immer auf Blogs ginge es darum, dass ein Blogger seine Meinung verbreitet – das ist falsch. Das wertvolle an Blogs sind gerade die schwarmintelligenten Diskussionen im Anschluss an einen Artikel! Leider erlebe ich als Blogger immer wieder – selbst direkt aus der “Bewegung” heraus – dass viele Leute das nicht kapieren. Die Arbeit die Blogger leisten wird kaum wertgeschätzt und man wird alle Naslang diffamiert und angefeindet (meist auch von Leuten die selbst noch nie schreibend etwas beigetragen haben) anstatt dass mal geholfen wird ein dezentrales Mediennetz auf- und auszubauen. Hier sollten sich einige Leute mal ernsthaft Gedanken zu der Frage machen wie sinnvoll das ist….

Für nächsten Montag haben wir nun noch keinen Film. Vorschläge können ja hier in der Kommentardiskussion besprochen werden. Außerdem wäre es gut wenn der e-flyer schon fertig ist und alle beim Verteilen helfen….

VG

Florian

 

3 Antwort auf Revolutionäres Kino – Die Medien

  1. florian,

    geren würde ich auch dort noch hingehen. und es ist egwiß nicht so, daß es mich nicht interessiert. jedoch… es ist schlicht nicht mehr zu schaffen. man könnte gegenwärtig von einem “event” zum nächsten laufen, und würde doch kaum alle schaffen.
    es ist schlicht zuviel.

    die filme intressieren mich, gerne würde ich sie auch sehen. vielleicht gibts ne andre möglichkeit und in andrem rahmen, sie zu zeigen?

    denke außerdem, daß der verbreitungsgrad für die kino-sache noch nicht besonders groß ist. die leute müssen ja auch wissen davon, wenn sie hinkommen sollen. ich weiß es, weil ich vernetzt bin. trotzdem hätte mich 1-2 tage zuvor (oder auch 3) intressiert, zu welchem thema es filme gibt. falls ihr das auch gemacht hat, so auch hier: too much information! kaum mehr zu schaffen zu verarbeiten, vieles gleitet vorbei.
    also böser wille ist es bei mir sicher nicht.

    vorschläge für kommende filmabende wären bspw. filme zum thema h4-ausbeutungsystem. können da auch gern kooperieren. meine ag “prekäre arbeits- und lebensverhältnisse” ist aber erst im aufbau. also eher später als jetzt schon, realitisch betrachtet (kannst auch geren beitreten. schätze, daß dich das thema auch angeht ;-) : viel arbeit, selbstausbeutung, keinen effektiven lohn, der zu mehr als nur überleben reicht etc.)
    hier schon mal ein aktueller link zu einem solchen film: http://www.youtube.com/watch?v=R1C9nmntOmc

  2. die bescheidene antwort von videoatonale auf die kanzlermedien findet ihr hier http://www.youtube.com/user/videoatonale#grid/user/980BA9A979E115CA

    • Hallo Florian,
      wir sind sehr dafür, ein dezentrales Mediennetz auf- und auszubauen, sonst fallen uns die öffentlich-rechtlichen Medien sicher auf die Füße…

      Der youtube Kanal videoatonale versucht im Rahmen der persönlichen Möglichkeiten (Job etc.) seit der seitens der Polizei eskalierenden Acampada-Demo (Alexanderplatz/ Berlin) am 26.8.2011 von Zeit zu Zeit mit ganz normalen Menschen ins Gespräch zu kommen. Alle dürfen das erzählen, was ihnen bzgl. der Finanzkrise, der sozial-politischen Lage im weiteren Sinne am Herzen liegt. Jede Aussage und somit jeder Mensch ist gleich wichtig, auch wenn er oder sie keinen Titel führt oder Star ist. Kein Interview, Statement, Gespräch wird ge- oder zerschnitten, um den Zusammenhang des Gesagten nicht zu verfälschen. Es geht nicht nur um zwei Sätze, die aus einem zwanzigminütigen Interview herausgefiltert werden, die dann interpretiert werden, wie man das von den öffentlich-rechtlichen… Medien schon kennt, es geht um die Gesamtaussage. Durch viele Gespräche, die im Laufe der Zeit immer mehr werden werden, sollen möglichst viele Facetten und Gedanken zu unterschiedlichsten Themen zum eigenständigen Denken anregen. Der Nebeneffekt, so unsere Hoffnung, könnte sein, daß die Menschen, die noch nicht daran glauben, etwas bewegen zu können, verstehen, daß sie nicht allein sind und daß sie selbst am Veränderungsprozeß teilhaben können und sollen. Wir behalten uns lediglich vor, rassistische Äußerungen/ Statements, eindeutiges rechtes, kriegs- oder anderes verherrlichendes Gedankengut in jeder Form nicht zu posten.

      Es besteht die Möglichkeit, sich für ein Interview („von Schäfchen zu Schäfchen“) über folgendes Formular anzumelden und mit uns Kontakt aufzunehmen: http://occupy-berlin.wikidot.com/act:short-or-long-messages-of-people-on-videoatonale

      Hier der Link zum Kanal, auf dem inzwischen schon etliche Gespräche zu finden sind:
      http://www.youtube.com/user/videoatonale#grid/user/980BA9A979E115CA

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