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Parteien und “die Bewegung”? – Wie sieht das in Zukunft aus?

23. November 2011 in Blog - alle Themen

Hallo an alle,

bisher ist der Konsens ja (so wie ich das sehe) recht klar, dass man auf Demos und in Camps keine Parteiabzeichen sehen will…Nun stellt sich meiner Meinung aber auch die Frage wie man als sich zunehmend etablierende politische Stimme strategisch zu den Parteien verhalten will…vor allem zu denen die so etwas wie ein aufrichtiges Interesse an Zusammenarbeit vermuten lassen…

Um diese Debatte mal etwas ins Rollen zu bringen, eignet sich glaube ich ganz gut dieser Artikel den ich nach Sahra Wagenknechts Besuch in der HU Berlin geschrieben habe. Ich denke es wäre recht interessant einfach mal zwanglos Meinungen zu dem Thema zu sammeln.

Abstract: “Am Abend des 22. November 2011 lud der SDS der Berliner Humboldt-Universität zum Gespräch mit Sahra Wagenknecht. Der Titel der Veranstaltung: „Eurokrise, Krise der Hochschulen, gemeinsamer Widerstand?“ Eine offensichtliche Suche nach Dialog der Linken-Vize mit „der Bewegung“. Wer sich auf Augenhöhe begibt, dem sollte auch Beachtung geschenkt werden. Denn auch wenn sich „die Bewegung“ deutlich gegen Parteien positioniert, so ist auch klar: Noch existieren sie.

Quelle: http://the-babyshambler.com/2011/11/22/sahra-wagenknecht/

4 Antwort auf Parteien und “die Bewegung”? – Wie sieht das in Zukunft aus?

  1. Ich selber neige immer zu radikaler formulierung, deswegen will ich versuchen es sanft auszudrücken. Jedes Parteimitglied hat die Chance das seine Parteimitgliedschaft zu beenden. Wenn ein Parteimitglied merkt das er als engagierter Mensch nichts bewirkt, vielleicht sollte er zu dem schlussgedanken kommen, dass es vielleicht am System liegt.

    Du meinst sicher, das es innerhalb der Parteien Menschen gibt die so etwas wie aufrichtiges Interesse zeigen. Ich denke die Menschen haben die selben Chancen wie Liselotte Müller aus dem 3.OG. Ich kann mit ihr reden, ihr von meinen Erfahrungen erzählen, ihr sagen wo sie sich Informieren kann und von den träumen und wünschen die ich habe etwas sagen, ihr Argumente aufzeigen, warum mich für einen Wandel einsetzte. Den Schritt hin zur Erkenntnis in aller Konsequenz den muss jeder selber machen. Das verstehen kann man niemanden abnehmen.

    • Parteimitglieder sind wie Drogensüchtige…wie Sektenopfer…wir müssen ein besonderes Verständnis für sie aufbringen…sie fordern; aber auch bereit zu sein sie aufzufangen wenn sie das verlieren was ihnen immer sicher erschien: die anerkennung ihrer peer-group.

      ….wir haben da einen bildungsauftrag! …und dann sind wir es auch, die da sind, wenn sich alle anderen abwenden…

  2. international scheint die entscheidung wie man sich verhalten könnte, schon von ein paar leuten entschieden worden zu sein
    ich beziehe mich bei dieser aussage auf das event der friedrich-ebert-stiftung:

    Proteste gegen soziale Ungerechtigkeit von New York bis Tel Aviv: Vermehrt gehen seit einem halben Jahr Bürger auf die Straße, um ihren Protest gegen wachsende soziale, politische und wirtschaftliche Missstände kundzutun. Herzliche Einladung zu unserem Diskussionsabend mit Sigmar Gabriel, Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, Max Berger von “Occupy Wall Street”,
    New York City, Íñigo Errejón Galván (“15M”, Madrid), Yonatan Levi (“Social Protest Movement”, Tel Aviv) und Lorenzo Romito (“Indignati”, Rom).
    Wann und wo?
    Donnerstag, 24. November 2011 von 17.00-19.00 Uhr im Palais in der Kulturbrauerei, Schönhauser Allee 36, Berlin. Anmeldung erbeten an id-info-wena@fes.de

    also grundsätzlich habe ich nichts gegen einen dialog egal mit wem
    dieses event stinkt für mich jedoch wie ein fauler fisch (spaltung)
    der spd sollte klar sein, dass der zeitpunkt dieses event und die besetzung, sehr unglücklich gewählt ist

    ich vermute, dass der eindruck erweckt werden soll, das die komeptenz der occupy in new york, spanien, italien und israel liegt, aber nicht in deutschland

    ich glaube, dass die publikums wirksame annäherung an die politk nur in schwierigkeiten bringt

    vielleicht denkt ihr ‘mal darüber nach, dort einen flash-mob zu machen und fragt nach warum das event nicht als untertitel “Proteste gegen soziale Ungerechtigkeit von Berlin^ bis zum Tahir-Platz” hat
    dabei könnt ihr dem gabriel gleich sagen, dass es feiner zug von ihm ist, occupy zu vereinnahmen und die berliner occupy aussen vor zulassen (oder seid ihr eingeladen worden und ich habe das nicht mitbekommen?)

  3. Ich finde ganz unbedingt, dass wir uns mit allen auseinandersetzen sollten, die sich halbwegs vernünftig und unignorant Themen und Auseinandersetzungen stellen, ob das nun Parteivertreter oder Mitglieder oder was auch immer sind. Ich würde dir allerdings nur nicht ganz recht geben, wenn du findest, dass Sahra W. der Bewegung auf Augenhöhe begegnen täte. Das war nicht mein Eindruck heute. Sie begrüßt das Engagement, und empfindet das eher als persönlichen Auftrieb, würd ich mal sagen. Auf Augenhöhe begegnen wir uns dann, wenn wir von dem Glauben beseelt sind, dass jeder teilhaben und verändern und entscheiden kann, und da ist sie noch meilenweit entfernt, das ist eher ihre Abhängigkeit, der Gestaltungswille für andere!

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