Die Enteigner und die ihnen geebneten Pfade

24. November 2011 in Blog - alle Themen

Wir haben in unserer Gesellschaft eine verdammt ungleiche Machtverteilung. Mit Macht soll hier zuerst einmal Handlungsmacht gemeint sein. Geld öffnet viele Pforten, Mangel daran lässt überall Wände erwachsen.

Die, die Geld besitzen, erfinden Projekte, wie sie ihr Geld vermehren können. Dieses Handeln findet innerhalb der Logik des Marktes statt. Die Logik des Marktes sind die ganz legalen Spielregeln innerhalb der die Privilegierten auf den Minderbemittelten herumtanzen dürfen.

Die Gewinner, die das meist sind, da sie in Gewinnerpositionen hineingeboren wurden, hecken Pläne aus, wo sie aus wessen Lebenszeit weitere Profite herausquetschen können. Dieses Aushecken findet manchmal im Geheimen statt, oft ist der erwartete Widerstand gegen die Vorhaben allerdings so gering, dass sie nicht einmal versteckt werden müssen. Ganz großkotzig kündigen die auf der Überholspur an, wo sie wen in den Schlamm drücken werden. Und ringen den Erniedrigten dann den von ihnen erzeugten Reichtum und ein unterwürfiges „Danke, dass ich für dich arbeiten darf“ ab.

Ob die Besitzenden dieses tödliche Spiel spielen und wie sie es tun, liegt ganz in ihrer Entscheidung. Wenn sie sich dafür entscheiden, bewegen sich ihre Handlungen entlang der etablierten Regeln. Diese haben die Besitzenden nicht selbst aufgestellt doch sie verfestigen sie durch ihre Befolgung, weiten sie aus auf weitere Bereiche der Gesellschaft und optimieren sie zu ihren Gunsten.

Dieses Regeln haben sich historisch in gewaltsamen Kämpfen herausgebildet und für die Privilegierten stellen sie schlicht und einfach die funktionierenden Wege dar, wie sie sich den Reichtum der Welt aneignen können.

Für den Großteil der Menschheit sind diese Regeln hingegen die Funktionsweise der eisernen Saftpresse, die ihre Leben verarbeitet und ruiniert. Den Menschen droht systematisch ständig der wirkliche oder soziale Tod durch Ausschluss von allem Lebensermöglichenden. Diese Drohung und die bittere Erkenntnis, dass alleine sich kaum dieser Ausbeutungsmaschinerie entzogen oder ihre Funktionsweise bedeutend verändert werden kann, drängen die Menschen dahingehend, sich auszuliefern. Um wenigstens ein paar Brotkrumen zu ergattern. Brotkrumen, die ihnen zukommen, damit sie weiterhin jeden Tag die edle Bäckerei der Herren am Laufen halten.

Dieses Spiel selbst ist die Katastrophe. Niemand steuert es zentral doch viele spielen mit und erhalten es dadurch aufrecht.
Und die, die davon profitieren, üben unaufhörlich todbringende Gewalt aus.

Es reicht, lange schon.
Knüpfen wir an die Geschichte derer an, die für ein anderes Zusammenwirken gelebt und gekämpft haben! Auf dass dies endlich ein menschliches Spiel werde.

von überwindbar i t o n

 

Darauf antworten

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.