Bernd Senf Vortrag zum Geld ohne Zinsen 16.11.11

15. November 2011 in Blog - alle Themen

Am Mittwoch, 16.11.11, 18-22 Uhr im Kompetenzzentrum für Lebensqualität, 14059 Berlin, Spandauer Damm 46/48 (links neben dem Schloss Charlottenburg) findet ein Vortrag zum Thema

GELDSCHÖPFUNG UND ZINSLOSE ALTERNATIVEN statt. Der von mir hochgeschätzte Bernd Senf ist Volkswirtschafter und seit über 20 Jahren damit beschäftigt über die fatalen Folgen der Zinseszinsbelastung aufzuklären und bereits funktionierende Alternativen Vorzustellen. Ich traf Ihn auf der Umzingelung des Regierungsviertels gerade als ich dort Werbung für seinen Vortrag machte. Ich kann das nur wärmstens ans Herz legen, denn für viele ist dies das entscheidende Grundwerkzeug um einen Umgang mit Geld als Tauschmittel herzustellen, der darauf basiert einander wirklich zu fördern und das Geld im Umlauf zu halten (z.B. durch Rückhaltegebühren, also ’Verfallen’ des Geldes)ohne die reale Geldmange zu erhöhen und Abhängigkeit und Wettbewerb und Ellenbogenwirtschaft zu benötigen.
berndsenf.de
Sein Ansatz ist geprägt durch Silvio Gesell und beeinflußt durch Wilhelm Reich der zu einem Ganzheitlichen Versändnis durchdringen wollte um den MitMenschen Einen möglichen Weg zu Einem gesunden Selbstverständnis zu eröffnen. Über Wilhelm Reich kann ich nicht besonders viel mitteilen, jedoch gilt er als Person, die, durch das erneute aufzeigen seiner Thesen (Kopien seiner Bücher) und die Vorschläge zur Umsetzung, große Anhängerschaft erneut während der StudentenFriedensbewegung in den 60er Jahren fand.
Auch Bernd Senf war tief beeindruckt und wird am 15.11.11 auch einen Vortrag über Ihn halten.

Nochmal: Um über die tatsächlichen Möglichkeiten etwas zu erfahren, ist dies ein wirklich wichtiger Termin. Zum Vortrag über Geld könnte vielleicht ein Mitschnitt oder gar stream gemacht werden. Verlasst Euch nicht darauf.
Mein Wunsch wäre, dass Vieleviele diesem mutigen Aufklärer, auf einem so Grundlegendem Gebiet, zeigen, dass er nicht nur Rufer im Wald ist, und am Mittwoch den Saal zum Bersten überfüllen.

Mir sind im Moment 2 Banken bekannt, die nach diesem Prinzip arbeiten.
Die WIR Bank in der Schweiz, bereits seit 1934 und die J.A.K. Bank in Schweden.
Beide findet Ihr bei Wiki und
Bis Dann ??

Google Maps

2 Antwort auf Bernd Senf Vortrag zum Geld ohne Zinsen 16.11.11

  1. Ich denke, dass wir uns auch mit Kritik an Silvio Gesell / Proudhon beschäftigen sollten. Hier ist eine Kritik an Silvio Gesell (2. Abschnitt):
    http://www.trend.infopartisan.net/trd0301/t280301.html

    und hier ist eine weitere kritische Reflexion:
    http://www.anarchismus.at/txt4/bierl3.htm

  2. hey alinka…ich hab mir schon vor jahren diese kritiken durchgelesen..also jetzt nicht genau die von dir verlinkten aber es gibt da ja so einiges…das bezieht sich jetzt nicht auf dich, aber ich denke, man kann sagen, das was diese autoren da meist abliefern ist der allerletzte hirnfick…

    meist wird versucht eine krude verbindung zwischen gesell und antisemitismus herzustellen…die verbindungen sind höchst konstruiert, basieren auf verdrehten ausgangsargumenten und ignorieren die eigentliche problemlage. nochmal:

    die gefahr der antisemitismus besteht wenn die menschen das geldsystem NICHT verstehen, denn dann suchen sie die schuld bei anderen und glauben sie bei einigen wenigen zu finden. gesell analysiert systemisch nicht akteursbezogen!

    auch das argument der “verkürtzten kapitalismuskritik” stimmt einfach nicht, denn es sagt niemand – auch gesell meines wissens nach nicht – dass etwa die erkenntnisse von marx dadurch obsolet werden. vielmehr gilt: die marxsche lehre ist verkürzt weil sie den schleier des geldes nicht lüftet. gesell kannst du da sozusagen als add-on verstehen…

    es hat nie jemand behauptet dass ein faires geldsystem die debatte um ein sinnvolles wirtschatfssystem aufhebt…man braucht aber eben AUCH ein gerechtes geldsystem um sinnvoll wirtschaften zu können…viele menschen scheinen schwirigkeiten zu haben zwischen notwendiger und hinreichener bedingung unterscheiden zu können…genau darum gehts hier aber: faires geld ist nötig, aber es ist nicht alles was nötig ist.

    was die lösungen angeht denke ich wir sind heute mittlerweile weiter als gesell, es gibt die digitalisierung und die globalisierung…regiogeldkreisläufe können ein sinnvoller ansatz sein, man braucht aber auch einen globalen geldkreislauf der fairen bedingungen folgt..

    fazit: mich würde nicht wundern wenn diese sehr dubiosen gesell-kritiken von der bankenlobby in auftrag gegeben wurden um zu verhindern dass kritische leute sich übers geldsystem unterhalten ;-)

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