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Wir sind die 99 % + flyer für den 15.10.2011

14. Oktober 2011 in Blog - alle Themen

Wir sind die 99% Wenn du das hier liest gehörst du wahrscheinlich auch zu den 99%

 

 

99 % stellen sich vor

Du fragst dich wer wir sind? Frag dich auch wer du bist.

Wir sind die bisher schweigende Mehrheit.

Wir gehen, sofern wir noch eine Stelle haben, jeden Tag zur Arbeit, machen auch noch Überstunden und kommen doch gerade über die Runden.
Wir verdienen so wenig, dass wir als Bittsteller zum Jobcenter pilgern um unser Gehalt aufstocken zu lassen.
Wir müssen froh sein überhaupt noch eine Arbeit zu haben.
Wir werden zu unnötigen Maßnahmen für 1 € die Stunde genötigt.
Wir arbeiten am Wochenende schwarz um Essen auf den Tisch zu bekommen.
Wir haben die Uni mit einem Bachelor abgeschlossen und finden trotzdem keine Stelle, lesen aber ständig von Fachkräftemangel.
Wir pflegen Alte und Kranke für 800 € im Monat, denn mehr scheint diese Arbeit nicht wert zu sein.

Von dem bisschen das wir verdienen stecken wir einen Teil in private Altersvorsorge, obwohl wir uns längst mit dem Gedanken an Altersarmut abgefunden haben.

Fassungslos beobachten wir den immer weiter voranschreitenden Abbau des Sozialstaates, wir sehen die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklaffen.

Ungläubig sehen wir die Ausweitung der Befugnisse der Sicherheitsbehörden im Rahmen des Krieges gegen den Terror und der damit einhergehenden Überwachung der Bevölkerung durch die Vorratsdatenspeicherung und INDECT.

Verwundert registrieren wir die Summen mit denen angeblich systemrelevante Banken und Firmen mit unseren Steuern gerettet werden, während uns immer weniger Teilhabe bleibt.

Niemand hilft uns, aber mit unseren Steuern werden diejenigen gerettet, die uns ausbeuten.

Wir haben unterschiedliche Meinungen und Ansichten, wir sind in keinem herkömmlichen politischen Schema zu verorten, wir sind weder rechts noch links, noch öko oder liberal. WIR SIND EMPÖRT! Wir sind empört über die Entwicklungen in unserer Gesellschaft und Wir erkennen die Notwendigkeit diese Empörung kund zu tun.
WIr wollen nicht länger eine Politik hinnehmen, die nur den Reichen hilft und verlangen Transparenz und Nachvollziehbarkeit in politischen Prozessen.
Wir verlangen eine echte Demokratie zum Wohle aller.
Wir sind die 99% die unter dem 1% leiden.
Wir empören uns über alle Ländergrenzen und Kontinente hinweg. Deshalb kommen wir am 15. Oktober zum ersten mal weltweit auf der Straße zusammen.

Wenn du das hier liest, gehörst wahrscheinlich auch du zu den 99%.

Es ist an der Zeit Farbe zu bekennen. Trotz aller Unterschiede eint uns die Unzufriedenheit.
Zeig auch du deine Empörung der Welt. MACH MIT!

#wirsinddie99prozent

#occupyeverything #occupytheworld #occupyberlin #acampadabln #alex11

aCAMPada Berlin EMPÖRT EUCH! alex11

http://15october.net/where/

 

 

 

3 Antwort auf Wir sind die 99 % + flyer für den 15.10.2011

  1. Also ich bin keine 1% und keine 99%, sondern Teil einer kapitalistischen Gesellschaft. Aber ich bin klug genug, mich nicht moralisch zu empören und dann zu glauben, das bringt was. Wenn dann mach ich Politik, den ich gehöre zu 10%, die nicht 1% sind, aber klug genug, nicht vollständig ausgebeutet zu werden …. Aber bei euch, bei euch laufen mehr Nazis rum als bei der Piratenpartei. Ist euch eure Dummheit nicht peinlich? Wollt ihr nicht mal lieber ein Buch lesen? Ehrlich.

    • also ich antworte nur, weil immerhin ein Vorschlag von dir kam. Man solle doch Politik machen. Richtig! Ich will mitwirken die Politik neu zu definieren. Du scheinst noch nicht einmal verstanden zu haben, was die Piraten wollen. Außerdem scheint es mir, dass du dich nicht im Ansatz mit dem gesamten Thema beschäftigt hast.
      Bevor ich dir nur Vorwürfe mache, denn so kommen wir nicht weiter. Du musst sehen, dass sich gerade eine kritische Masse entwickelt, die Veränderungen durchsetzen wird. Um so mehr sich beteiligen, um so breiter der Konsens. Ich mache mir mit Rassisten oder Nazis gar keine Sorgen, denn sie spielen gesellschaftlich eine immer kleinere Rolle. Es geht darum, dass wir gemeinsam ein Gesellschaftssystem entwickeln, das auf Konsens und nicht auf Mehrheiten beruht. Alles wird langsamer gehen, na und? Achterbahnfahren oder Casinozocken, kann ich dann woanders, aber nicht in gesellschaftlich relevanten Positionen.
      Ich bin Unternehmer und ich mache mir nichts vor, dass weniger bei mir persönlich, aber im meinem Umfeld massive Verschlechterungen stattfinden. Ich will nicht der “Kluge” sein, der sich später hinter Mauern verschanzen muss, weil die breite Masse bettelarm ist. Es müssen Veränderungen her und wir sollten alle daran mitwirken.

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